Der Pfad der Gewalt - DVD

DVD Start: 10.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

Der Pfad der Gewalt DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

1876 Wyoming, wo die Waffe das Gesetz ist. Duncan und Susanna McKaskel (Tom Conti and Kate Capshaw), als neue Siedler von Banditen bedrängt, sehen in dem schroffen und rauen Grenznachbarn Con Vallian (Sam Elliott) die einzige Hoffnung. Ein mitreißendes Western-Abenteuer über an sich friedliebende Siedler, die durch einen mysteriösen Fremden zu außergewöhnlichen Mitteln greifen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Schröder Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Audiokommentar
- Trailer

DVD und Blu-ray | Der Pfad der Gewalt

DVD
Der Pfad der Gewalt Der Pfad der Gewalt
DVD Start:
10.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Der Pfad der Gewalt

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Wenn Steven Sabar da den Mund mal nicht zu voll genommen hat. Der Filmkritiker der Boston News wird auf dem DVD-Cover von „Pfad der Gewalt“ mit den Worten „Diesen Western muss man gesehen haben. Must-Have“ zitiert. Diese Einschätzung mag nach Sichtung des Werkes von Robert Day sicher nicht jeder teilen. Wirklich schlecht ist der Streifen aus dem Jahr 1987 zwar nicht, mit Meilensteinen des Genres kann er aber keine Sekunde lang mithalten.

Dafür sorgt schon seine unspektakuläre Geschichte. Duncan und Susanna McKaskel (Tom Conti und Steven Spielbergs Ehefrau Kate Capshaw) kommen aus dem situierten Philadelphia und wollen fernab der Zivilisation, im Wyoming des Jahres 1876, zusammen mit Filius Tom ein neues Leben beginnen. Ihr ganzes Hab und Gut transportieren sie in einem Pferdewagen mit sich und erregen so im erstbesten Wildwest-Kaff die Aufmerksamkeit einer Banditen-Bande unter Führung eines gewissen Doc Shabitt (Matt Clark). Dessen Gefolgsleute leiden offenbar unter großem Samenstau, denn sie werfen nicht nur ein Auge auf Pferde und Besitztümer der Durchreisenden, sondern auch auf die hübsche Susanna. So gerät die Pionier-Familie unfreiwillig auf den Pfad der Gewalt. Wie gut, dass Rettung in Gestalt eines Fremden namens Con Vallian (Hollywoods Raubein vom Dienst Sam Elliott, „Hulk“) naht. Der Typ mit dem markanten Schnauzbart und der großen Flinte gibt den McKaskels Rückendeckung – scheint aber auch scharf auf die blonde Versuchung zu sein (Kate Capshaw erinnert wirklich an die junge Kim Basinger).

Es sind vor allem die amourösen Scharmützel während der Flucht vor den Outlaws, die „Pfad der Gewalt“ zeitweise ausbremsen und nicht so recht mit dem Western-Plot harmonieren wollen. Immer wieder erscheint Vallian, gibt Tipps, baggert Susanne an, haut ab, taucht wieder auf. Trotzdem fehlt dem Mittelteil, auch mit klassischer Escape-Situation, ein wenig Dynamik und er droht im staubigen Präriesand zu verdörren. Das andere, was an der Adaption von Louis L’Amours Roman „The Quick and the Dead“ stört, sind die zum Teil wirklich selten dämlichen, viel zu viel quasselnden Bösewichte. Sie stellen sich oft so umständlich an, dass man fast schon Mitleid mit der Gurkentruppe hat. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, sie könnte den McKaskels wirklich mal gefährlich werden. Selbst Susanne vermöbelt den Größten (und Notgeilsten) von ihnen locker mit einem Holzknüppel.

Was als Pluspunkte dieses Soft-Westerns bleiben sind eine prächtige Landschaft mit tollen Panoramen. Die haben auch nach 25 Jahren auf DVD nichts von ihrer Schärfe eingebüßt. Und dazu punktet ein knorriger Sam Elliott, der vor allem im Sattel eine überzeugende Figur macht. Nicht umsonst nennt Regisseur Robert Day seinen Hauptdarsteller im (nicht untertitelten) Audiukommentar „a fantastic horseman“. Dazu haben die Extras übrigens nur noch einen Trailer zu bieten.

„Pfad der Gewalt“ hätten ein paar mehr Shootouts gut getan. Für einen „Echte-Kerle-Film“ ist er zu harmlos, für einen Frauenabend zu unromantisch. Allerdings: Kate Capshaw leicht bekleidet unter einem Wasserfall ist ein Hingucker. Steven Spielberg hat(te) Geschmack…

by Florian Ferber
Bilder © Schröder Media