Der Mann mit der Narbe - DVD

DVD Start: 25.11.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 80 min

Der Mann mit der Narbe DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Kleinganove John Muller wurde gerade erst aus dem Gefängnis entlassen und plant bereits seinen neuesten Coup: Er will ein illegales Spielcasino ausrauben, das von der Mafia betrieben wird. Der Diebstahl schlägt fehl - Muller flieht. Doch die Mobster wissen genau, wer hinter ihrem Geld her war und machen Jagd auf ihn. Aber das Glück ist auf Mullers Seite: Als er dem Arzt Dr. Bartok begegnet, der ihm fast bis auf das Haar gleicht, wittert Muller eine Chance. Der einzige Unterschied: Bartoks Gesicht wird von einer großen Narbe entstellt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Booklet
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Der Mann mit der Narbe

DVD
Der Mann mit der Narbe Der Mann mit der Narbe
DVD Start:
25.11.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 80 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Der Mann mit der Narbe

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Der Mann mit der Narbe beginnt als rassiger Gangsterfilm: Der intelligente Protagonist führt mit Komplizen einen Überfall aus, der jedoch nicht ganz gelingt, was sich dahingehend als fatal erweist, dass die Opfer des Raubes selbst Kriminelle sind, zu einer mächtigen Organisation gehören und den einzig verbliebenen und namentlich bekannten Urheber der Aktion erbarmungslos suchen.

Dieser von Paul Henreid nicht ohne Reiz gespielte Gangster ist die Hauptfigur des Films und fortan auf der Flucht. Der skrupellose Straftäter ist gezwungen, sich eine zweite Existenz in einer beschaulichen Kleinstadt aufzubauen, das gestohlene Geld nützt ihm dabei kaum, dafür hat er mit inneren Zwängen zu kämpfen. Konnte sich der Gangster in früheren Tagen einfach nehmen was er wollte, sich sein Glück erzwingen und den leichten Weg gehen, ist er nun gezwungen, auch mal zurück zu stecken, sich in Demut und Geduld zu üben. Da dies nicht lange gut gehen kann wird schnell offenkundig, doch just in diesem Augenblick lernt der Kriminelle einen Psychologen kennen, der haargenau aussieht wie er – eine perfekte Gelegenheit, um seine gefährliche Vergangenheit hinter sich zu lassen und etwaige Verfolger abzuschütteln...

Spätestens ab diesem Punkt wird klar ersichtlich, dass es sich bei Der Mann mit der Narbe um ein B-Movie im Film-Noir-Gewand handelt. An den vielen Doppelgängermotiven und den Idenditätsfragen hätte Hitchcock seine reine Freude gehabt (sodass Fans des Meisterregisseurs auch auf ihre Kosten kommen werden), doch Der Mann mit der Narbe lässt den nötigen Unterbau gänzlich außen vor, Figurenzeichnung und psychologische Aspekte werden ebenso missachtet wie jegliche Kohärenz. Das Drehbuch besteht aus einer Ansammlung von Zufällen, unglücklichen Verwicklungen und gebrechlichen Plotelementen. So ist die Geschichte auf emotionaler Ebene kaum ernst zu nehmen, funktioniert jedoch erstaunlich gut, weist ein hohes Tempo auf und ist durchgehend unterhaltsam. Besonders gewitzt ist das Finale, dessen Fatalität zwar wenig überraschend ist, dies jedoch überaus plötzlich und grob herbeifabuliert, also aus dem deus ex machina ein diabolus ex machina macht, was gelungen und bitterkomisch für Verwunderung sorgt.

So ist Der Mann mit der Narbe alles in allem kein Glanzstück der Filmströmung und kann optisch wie narrativ niemals mit den Referenzfilmen mithalten, bietet aber Kurzweil und Amusement für zwischendurch. Die DVD von Koch Media verfügt über ordentliche Bild- und Tonqualität, bis auf eine Diashow sind leider keine Extras enthalten.

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by Tom Schünemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment