Der Kreuzmörder - DVD

DVD Start: 26.06.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Immer wenn die Mädchen die Stimmen der Dämonen in seinem Kopf wecken, sind sie kurz darauf tot. Dabei haben sie Victor so gut gefallen. Er hat sie gemalt, ist ihnen gefolgt, hat sie tagelang beobachtet.

Elf Opfer. Elf tote Mädchen zwischen 16 und 18, gefoltert, vergewaltigt und mit dem Kreuz gezeichnet. Gerne würde er die Dämonen zum Schweigen bringen. Wenn ihn die Polizei doch endlich finden würde. Aber die tappt auch nach elf bestialischen Morden immer noch im Dunkeln. Nur ein Wunder kann noch helfen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Deleted Scenes, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Der Kreuzmörder

DVD
Der Kreuzmörder Der Kreuzmörder
DVD Start:
26.06.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Kreuzmörder Der Kreuzmörder
Blu-ray Start:
26.06.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Der Kreuzmörder

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Durch ausgedehntes Cross-Cutting zwischen 3 klar verwandten Handlungssträngen will „Der Kreuzmörder“ dem Zuschauer einen einzigartig umgreifenden Blick auf das innere und äußere Dasein von Serienkiller Victor bieten. Lernt man dabei auch schnell verstehen, warum Victor so ist, wie er ist, wird schließlich genau jenes schnelle Verständnis für seine Vergangenheit und Gegenwart zum Problem. Während der horrorrelevanteste Handlungsstrang um Victor zwischen 2 rein erklärenden Strängen schlicht zu kurz kommt, tun sich auch die Parallelstränge selbst immer schwerer, die Zuschaueraufmerksamkeit bei der Stange zu halten, nachdem schon die ersten 10 Minuten klarmachen, was Victor erlebt hat, warum er mordet, wie die Öffentlichkeit ihn wahrnimmt und was er währenddessen empfindet. Zwar bemühen sich Szenen- und Dialogaufbau unterdes wahrnehmbar um logische Folge und bogenführende Synchronizität, in ihrer konkreten Umsetzung bleiben sie dennoch holprig und stolpern schließlich zu einer schrecklich langatmigen Bibel-Intermedialität zusammen. Dass Rafael Laras Darstellung des besessenen Killers sich unterdes immer mehr durch Schnittarmut auszeichnet, mag daran liegen, dass er dem Publikum nicht alleine Victor, sondern dessen Reaktionen auf seine Umwelt und deren Reaktion auf ihn vermitteln möchte. Dennoch bewegt sich der Thriller durch schnittersetzende Pan- und Fokustechnik sowie den immer statischeren Verzicht auf Shot-Reverse-Shots in derart langsamer Geschwindigkeit, dass seine spannungsarme Bewegungslosigkeit eher den Eindruck eines mittelmäßigen Dramas als den eines mitreißenden Thrillers vermittelt. So treibt „Der Kreuzmörder“ recht unspektakulär dahin, während etwaige Spannung und Handlungsintensität durch Zitatwellen und Dialogstürme in einem Meer der Erklärung ertrinken und das Drehbuch in verwirrende Erzählerdifferenz abdriftet.

Trotz aller Kritik bleibt Lara am Ende doch das ein oder andere anzurechnen – so setzt er tonale Effekte ein, um den Zuschauer durch Victors Ohren hören zu lassen, während Rücken- und Schulteraufnahmen des Protagonisten helfen sollen, sich in seine Lage zu versetzen. Auch seinen Wahnsinn nimmt der Zuschauer dem Kreuzmörder ab - das nicht zuletzt durch angemessen platzierte Extreme-Short-Takes. Am deutlich stärksten dürfte die Plusseite des Thrillers jedoch Guillermo Ivans („8 Blickwinkel“) passioniert überzeugende Interpretation des Victor aufwiegen. Pulsierend in Besessenheit gelingt es ihm, das Feuer des Wahnsinns mit anerkennungswerter Stetigkeit in Blick und Bewegungsschüben zu transportieren, sodass er die Handlungsarmut des Thrillers hier und da wenigstens bedingt durch einnehmende Präsenz zu füllen vermag. „Nicht einschlafen – bleiben Sie bei mir!“ so der gegen den Kreuzmörder ermittelnde Cop gen Mitte zu einem der Opfer. So scheint auch Ivan gegen die Müdigkeit zu kämpfen – gegen die des Zuschauers, für den Ivans Darbietung einer von wenigen Gründen sein dürfte, nicht einfach einzunicken.

Alles in Allem gleicht „Der Kreuzmörder“ so einer wenig rasanten Bummelbahn – Verspätungen, Trödeleien und technische Störungen inbegriffen. Doch so ermüdend die dem Fahrgast auch erscheinen mögen, ist da immer noch Ivan - dieser eine interessante Sitznachbarn, durch den man die Fahrt trotz allem nicht bereut.

by Sima Moussavian
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment