Der Kindermörder - DVD

DVD Start: 10.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

Der Kindermörder DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Er war einer der ersten bekannten Serienkiller der USA: Albert Fish. Der Vater mehrerer Kinder war mehrfach verheiratet, doch seine sexuellen Perversionen stießen jede Frau ab. Die Mordserie beginnt 1928, als Fish auf die zehn Jahre alte Grace Budd aufmerksam wird. Er entführt das Mädchen, missbraucht es, tötet es, und labt sich dann an ihr. Als Einzelheiten über seine Taten als Kannibale an die Öffentlichkeit geraten, ist diese entsetzt. Dem Killer auf den Fersen ist Detective Will King, mit dem sich Fish schon bald ein Katz-und-Maus-Spiel liefert. An jedem Tatort, bei jeder Leiche lässt Fish Hinweise zurück, die King erkennen und richtig interpretieren muss. Aus dem Jäger wird der Gejagte, der zugleich ein perfides Spiel mit seinem Häscher treibt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Schröder Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Der Kindermörder

DVD
Der Kindermörder Der Kindermörder
DVD Start:
10.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Kindermörder Der Kindermörder
Blu-ray Start:
10.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Der Kindermörder

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Der Thriller „Der Kindermörder“ erzählt die Geschichte des Serienkillers und Kannibalen Hamilton Howard Fish, genannt Albert Fish, der ab ca. 1910 Kinder entführte und ermordete, bevor er 1934 gefasst und 1936 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde. Einer der Spitznamen Albert Fishs war „The Gray Man“, worauf sich auch der Originaltitel der DVD bezieht. Der Film aus dem Jahr 2007 ist das Debüt (und bisher auch einzige Film) von Regisseur Scott L. Flynn, der „die Geschichte des wahren Hannibal Lecter“ erzählen will. Richtig gut gelingt ihm das allerdings nicht.

Albert Fish wird von dem belgischen Schauspieler Patrick Bauchau recht gut dargestellt. Einerseits wirkt er auf den ersten Blick wie der liebe Großvater von nebenan, dem man gerne sein Kind anvertraut, im nächsten Moment sieht man Fish bei der Selbstkasteiung – er schlägt sich den Rücken mit einem geflochtenen Strick blutig und steckt sich Nadeln in die Lendengegend. Allerdings rückt Scott L. Flynn den angeblichen religiösen Fanatismus zu sehr in den Mittelpunkt, dass Fish aus diesem Grunde mordete und misshandelte, ist nicht belegt. Aber Patrick Bauchau spielt das, was er soll und das tut er wirklich gut. Hätte sich der Film auf ihn konzentriert, wäre er sicher besser geworden. Doch leider musste der Regisseur einige Nebenstränge einbauen, die den Fluss der Geschichte beeinträchtigen. Plötzlich wird auf einen Polizisten geschnitten, der die Geschichte teilweise aus seiner Sicht erzählt. Im Polizeirevier, besonders bei Captain Ayers, stört auch die unsägliche Synchronisation am meisten.

Soweit ich es beurteilen kann, hält sich „Der Kindermörder“ in vielen Punkten recht genau an die Fakten, so wird z. B. Albert Fishs furchtbare Zeit im Waisenhaus thematisiert, in dem der kleine Albert geschlagen und gequält wird und wo wohl auch der Grundstein für sein Gefallen am Sadismus gelegt wird. Zudem weilt der Film lange am Mordfall Grace Budd, der Albert Fish letztlich überführte Leider werden aber auch einige Fakten außer Acht gelassen, so z. B. die Tatsache, dass es in Albert Fishs Familie einige Fälle von Geisteskrankheit gab und die eventuell teilweise auf ihn vererbt wurden und somit ein Indiz dafür liefern würde, warum er tat, was er tat.

Der Thriller ist, was man anhand der FSK 18 Freigabe vermuten könnte, nicht sehr blutig. Die Freigabe rührt wohl eher von einem Brief (dieser beruht ebenfalls auf Fakten), in dem detailliert beschrieben wird, was Albert Fish mit dem kleinen Mädchen getan hat und anderen obszönen Briefen an Nachbarn. Blutige Szenen gibt es nur in verschwommen und entfernten Bildern.

Der Ton ist gut, der Film ist sowohl auf Deutsch in 2.0 und 5.1 sowie auf Englisch in 5.1 mit wahlweise zu schaltbaren deutschen Untertiteln zu sehen. Wer über ausreichend Englischkenntnisse verfügt, sollte den Film nicht auf Deutsch sehen, da die Synchronisation furchtbar schlecht ist. Besonders merkwürdig fiel auf, dass ältere Männer oft Stimmen von jüngeren hatten, die wiederrum so taten, als wären sie älter. So zumindest klang die Synchronisation. Das Bild ist auch gut, jedoch hatte ich manchmal das Gefühl, die Darsteller haben gegen die Scheinwerfer geguckt. Das Bild wirkte teilweise etwas zu sehr ausgeleuchtet.

Als Bonus gibt es leider nur den Originaltrailer sowie eine Trailershow weiterer Filme.

Fazit: Der Thriller verzettelt sich leider in langatmigen Nebensträngen und vergibt dadurch die Chance, ein spannendes Porträt zu werden.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Schröder Media