Der Gott des Gemetzels - DVD

DVD Start: 10.05.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 77 min

Der Gott des Gemetzels DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des "Opfers", Penelope und Michael (JODIE FOSTER und JOHN C. REILLY) haben die Eltern des "Übeltäters", Nancy und Alan (KATE WINSLET und CHRISTOPH WALTZ), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile. Und schließlich platzt die dünne Haut der bürgerlichen Kultiviertheit auf: Vier Erwachsene geraten aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos werden Grenzen überschritten, provoziert und schließlich deutlich, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen 'Gott des Gemetzels' anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragigkomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews (ca. 32 Min.), Original-Kinotrailer, Darstellerinformationen

DVD und Blu-ray | Der Gott des Gemetzels

DVD
Der Gott des Gemetzels Der Gott des Gemetzels
DVD Start:
10.05.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 77 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Gott des Gemetzels Der Gott des Gemetzels
Blu-ray Start:
10.05.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 80 min.

DVD Kritik - Der Gott des Gemetzels

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 10/10


Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück der französischen Bühnenautorin Yasmina Reza, welches im Jahr 2006 in Zürich uraufgeführt wurde und sich rasch zu einem großen Erfolg entwickelt hat. Kein Wunder, dass Roman Polanski Potenzial für einen Film sah, zumal er ein Freund von Filmen ist, die sich auf wenige Räume beziehen. Die Autorin und Roman Polanski haben das Stück gemeinsam adaptiert und heraus kam, wie Christoph Waltz so schön in dem Interview sagt, ein Film, der zwar das Bühnenstück ist – aber dann wieder doch nicht. Was genau er damit meint, kann sich jeder selbst ansehen.

Der Film ist eigentlich zu Ende, wenn er beginnt. Zumindest, wenn man davon ausgeht, worum es in dem Treffen des Ehepaares Nancy und Alan Cowan (Kate Winslet und Christoph Waltz) sowie Penelope und Michael Longstreet (Jodie Foster und John C. Reilly) eigentlich geht: Nämlich, dass Zachary, der Sohn der Cowans, dem Sohn der Longstreets Ethans mit einem Ast ins Gesicht schlägt und die Eltern lediglich den Vorfall zu Papier bringen wollten. Doch dann trinkt man doch noch einen gemeinsamen Kaffee und ein Wort ergibt das andere und eine normale Situation entwickelt sich plötzlich zu einer Groteske.

„Der Gott des Gemetzels“ wurde laut Roman Polanski ohne Schnitte gedreht, dem Dreh vorangegangen waren aber viele Stunden intensiver Probenarbeit, was den Darstellern offenbar gut gefiel und sich, wenn man sich den Film ansieht, auch gelohnt hat. Die Dialoge sitzen, jeder Mimik, jede Gestik – das Tempo steigt und fällt, so dass man Mühe hat, alles mitzubekommen. Ein zweites Ansehen, was Dank der DVD nun möglich ist, ist auf jeden Fall ratsam.

Die Darsteller spielen sich alle die Seele aus dem Leib, doch während ich Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly uneingeschränkt toll finde, ist Jodie Foster in ihrer Gutsmenschart etwas zu penetrant. Erst kurz vom Schluss, wenn auch sie die Maske der kultivierten Bürgerlichkeit fallen lässt und aus sich herausgeht, gefällt sie mir ebenfalls bedingungslos. Insgesamt ist „Der Gott des Gemetzels“ jedoch eine grandiose Leistung von allen vier Schauspielern. Einen Film zu drehen, der nur zeigt, wie vier Erwachsene reden, ist schon ein Wagnis. Dass dies aber auch so ausgezeichnet gelingt, liegt eben an dem vortrefflichen Zusammenspiel der Akteure. Würde nur einer qualitativ aus der Reihe tanzen, wäre der Film wohl ein Flopp geworden. Und hier zeigt sich auch wieder, wie gut das bereits oben erwähnte Proben im Vorfeld ist – wie auch Christoph Waltz im Interview erwähnt.

Die Extras sind durchwachsen. Nett ist auf jeden Fall, dass alle vier (Haupt)-Darsteller zu Wort kommen und gerade Christoph Waltz wieder einmal sehr sympathisch ist. Darüber hinaus gibt es zu jedem Darsteller Infos über vorangegangene Projekte (was man ausführlicher jedoch überall im Internet findet), den Originaltrailer und weitere Filmtipps.

Zu Bild und Ton ist nicht viel zu sagen. Die Qualität von beiden ist sehr gut, der Film kann uneingeschränkt genossen werden.

Fazit: Ein vor bissigen Dialogen nur so strotzendes Kammerspiel, das zu keiner Minute langweilig wird und sowohl Theater- als auch Filmfreunden gefallen dürfte.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film