Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film - DVD

DVD Start: 28.07.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Von Dämonen besessen sein? Realität, eine Geistesstörung oder nur ein sehr schlimmer Fall des Tourette-Syndroms? Diese Fragen beschäftigen uns bereits seit vielen Jahren und endlich hat „The Asylum“ echte Videoaufnahmen eines Exorzismus-Falls in die Finger bekommen, die nicht nur als Grundlage für diesen Film dienten, sondern auch für den bekannten Kinofilm. Das Ergebnis ist atemberaubend, beängstigend und absolut unglaublich…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: dtp entertainment AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Trailer
- Bildergalerie
- Outtakes

DVD und Blu-ray | Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film

DVD
Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film
DVD Start:
28.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film
Blu-ray Start:
28.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Der Exorzismus der Anneliese M. - Der Film

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 4/10
Ton: | 2/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 2/10


Von allen Dämonen verlassen
1976 kam es in dem bayerischen Ort Klingenberg am Main zu einem Exorzismus einer jungen Frau, Anneliese Michel, den diese nicht überlebte. Der Fall erregte internationales Aufsehen, da hier nicht nur Katholizismus und Exorzismus, also gemein gesagt Aberglaube, gegen moderne Medizin und Psychologie stand. Die tief gläubigen Eltern und die Priester verweigerten den Ärzten Zugang zu Anneliese und sie starb während des Exorzismus an Unterernährung. Der Priester und die Eltern wurden zwar verurteilt, die Strafe wurde aber zur Bewährung ausgesetzt. Der Fall erregte nicht nur großes Aufsehen, sondern inspirierte auch zahlreiche Medien. Der Film „Der Exorzist“ erschien zwar 1973 schon Jahre vor den Ereignissen, aber „Der Exorzismus der Emily Rose“ (2005) bezog sich sehr deutlich auf den Fall und legte den Schwerpunkt auch auf die Gerichtsverhandlung, hielt sich aber nicht an die Fakten, sondern nutzte die wahre Begebenheit als Grundlage. „Der Exorzismus der Anneliese M.“ gibt nun vor, Material im Stile von „Blair Witch Project“ zu sein, welches damals bei dem Exorzismus gefilmt worden ist. Was es natürlich nicht ist. Der Film ist fiktiv. Nur die präsentierten Tonbandaufnahmen sind echt und lassen die Stimme von Anneliese Michel hören. Das ist auch das Erwähnenswerteste an dem Film. Der Stil der Mockumentaries gehört mittlerweile zu dem Mainstream („Blair Witch Project“, „Rec“, „Cloverfield“, „Der letzte Exorzismus“, „Paranormal Activity“ und, und, und) und lockt keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Gerade diese Herangehensweise erfordert einiges an technischem Können. Besonders Exorzismusfilme leben von dem Toneinsatz, der Bedrohliches ankündigt und für kleine Schockeffekte sorgt. Hier ist der Ton sehr mau und die Protagonisten hören schon etwas und reagieren solange sich der Zuschauer noch fragt worauf, da er selber nichts gehört hat. „Der Exorzismus der Anneliese M.“ reicht an keinen der anderen Exorzismusfilme heran. „Der Exorzist“ gilt nicht unbedingt als Maßstab, da er einer der besten Horrorfilme aller Zeiten ist und somit ein Vergleich unfair wäre, aber zumindest „Emily Rose“ muss wegen der Themenähnlichkeit als Maßstab gelten. Woran „Anneliese“ krankt, ist, dass keine dramatische Entwicklung erfolgt. Der Zuschauer wird direkt in das Geschehen geworfen und es ist sofort klar, worum es geht. Nach zwei Minuten weiß man um den Exorzismus und um den Konflikt zwischen Medizinern und Priestern. Es herrscht keine Spannung, da alles offenbart ist und das Erregungsniveau des Zuschauers den ganzen Film über ziemlich gleich bleibt. Durch den schlechten Ton wird keine Spannung erzeugt, die schlechten Darsteller vermögen keine Emotionen zu erwecken, die Synchronisation ist schlecht und nicht immer konform mit den Lippenbewegungen, die Exorzismusszenen sind vom „Exorzist“ geklaut, einige andere Szenen erinnern an „Das Omen“ und die Diskussion zwischen Medizin und Theologie wird hinfällig, wenn die Ärzte physisch angegriffen werden und somit der Film dem Aberglauben Recht gibt (und nicht wie der äußerst gelungene „Emily Rose“ Raum für Zweifel gibt). Letztes ist auch recht ärgerlich, da somit die Straftat der Misshandlung, Vernachlässigung und der fahrlässigen Tötung verharmlost wird. Der Film bietet absolut nichts Neues und klaut schamlos bei Genrevorgängern und entfernt sich sehr vom realen Geschehen, wenngleich er vorgibt nah an der Wahrheit zu sein. Das hat nicht der Zuschauer und auch nicht die echte Anneliese Michel verdient.

Das Bild und der Ton sind bewusst im Stile der 1970er Handkameras gehalten, um den Anschein der Authentizität zu erwecken. Dementsprechend fallen beide Aspekte recht bescheiden aus. Als Extras gibt es Trailer, eine Bildergalerie und sinnlose Outtakes, welche Zwischentitel zeigen voller Rechtschreibfehler. Diese hätten sofort deutlich gemacht, dass der Film ein Fake ist. Wenn Amerikaner halt Deutsch schreiben.

Mit subjektiver Kamera gefilmt, gibt der Film vor, authentisches Material des berüchtigten wahren Exorzismus aus dem Jahre 1976 zu sein. Das ist er nicht, sondern er klaut schamlos bei anderen Filmen, ist schlecht und unspannend gemacht und beutet den realen Fall nur schamlos aus.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © dtp entertainment AG