Der Andere - DVD

DVD Start: 26.11.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 84 min

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Inhalt

Peter (Liam Neeson) und Lisa (Laura Linney) führen seit 25 Jahren die perfekte Ehe. Beide sind auf dem Höhepunkt ihres beruflichen Erfolges, sind zwar sehr gegensätzlich, scheinen sich aber hervorragend zu ergänzen. Doch bei einem Abendessen stellt Lisa ihrem Mann die unerwartete Frage: Ist es möglich, zwei Menschen gleichzeitig zu lieben? Als Lisa spurlos verschwindet, entdeckt Peter, dass die Liebe seines Lebens Geheimnisse vor ihm hatte. Eine E-Mail führt ihn nach Mailand und direkt zu Ralph (Antonio Banderas), der in Lisas Leben offenbar eine wichtige Rolle gespielt hat. Zug um Zug lernt er den fremden Nebenbuhler und seine Lebensgeschichte beim Schach kennen. Nicht nur auf dem Spielbrett entsteht ein spannendes Duell zwischen den beiden Männern, zwischen dem lebenshungrigen Ralph und dem enttäuschten Ehemann. Und immer mehr überraschende Wahrheiten über Lisas Doppelleben kommen ans Tageslicht...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making of
- Interviews mit Cast und Crew
- Originaltrailer

Video on demand - Der Andere

DVD und Blu-ray | Der Andere

DVD
Der Andere Der Andere
DVD Start:
26.11.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Andere Der Andere
Blu-ray Start:
26.11.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Der Andere

DVD Wertung:
Film: | 66/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Eine durchaus gelungene Beziehungsanalyse mit der Frage, was wäre wenn. Wenn man sein Leben mit einem Anderen verbringen würde, wie würde es aussehen. Wer wäre man dann?!

Aber zunächst zur Filmstory:
Lisa (Laura Linney), eine erfolgreiche Schuhdesignerin, ist schon seit 25 Jahren mit Peter (Liam Neeson) scheinbar glücklich verheiratet. Nach einer Party erwähnt Lisa ein paar Dinge, die für Peter erst später Gewicht haben werden. Eine Schlüsselaussage ist, dass sie Peter immer noch liebt und wenn dem nicht so wäre, würde sie einfach gehen. Der Ehemann ahnt nicht, welches Doppelleben seine Frau Lisa über Jahre hinweg geführt hat. Erst nach dem sie nicht mehr da ist, begibt er sich auf eine Art Spurensuche, um herauszufinden wer seine Frau wirklich ist. Peter nimmt Kontakt zu ihrem Liebhaber Ralph (Antonio Banderas) auf. Der Psycho-Beziehungs-Thriller nimmt seinen Lauf.

Der Regisseur Richard Eyre („Tagebuch eines Skandals“) hat mit „Der Andere“ eine Art von anderem Film geschaffen, der wirklich interessant anzuschauen war. Nicht übermäßig spannend aber auch nicht langweilig. Der Ansatz, der Frage, die aufkommt, wäre man jemand Anderes wenn man seine Zeit mit einem Anderen verbringen würde, könnte durchaus zu denken geben. Auf der anderen Seite ist das auch keine neue Erkenntnis, das jeder Mensch, der Einen umgibt und eine Rolle im Leben Desjenigen spielt, diesen auch einen Tick verändert, ob gewollt oder ungewollt. Insofern wurde mit dieser Frage mit dieser Beziehungsanalyse das Rad nicht neu erfunden. Es gewährt nur einen kleinen Einblick und dann noch in die falsche Richtung, mit Betrug oder in diesem Film besser gesagt, Ehebruch über Jahre hinweg. Da frage ich mich ob die Moral der Geschichte das wert ist. Wie bereits erwähnt hat der Film wirklich etwas an sich, dass man wissen möchte, was mit Lisa genau ist und wie Peter mit der Tatsache umgehen wird, dass sie über Jahre hinweg einen Geliebten hatte. Zum Schauspiel, Liam Neeson ist wie gewohnt eine sichere Bank, was den Alltagstypen anbelangt. Dieser Riesenkerl schafft es immer wieder mit leichten Gesten und nuancierter Mimik, seinen Charakteren eine glaubhafte Gestalt zu geben. Deshalb sind die Symphatiewerte schnell vergeben und man versteht, Laura Linneys Charakter der Ehefrau, nicht wirklich. Aber diese Rollen liegen der sehr oft kühl wirkenden, gar herzlos scheinenden Mrs. Linney. Man kann Laura mögen oder nicht aber auf dem Gebiet der Karrierefrau gehört sie meistens zu den Top 3, die man für so eine Rolle casten könnte. Somit liefert sie ihren Beitrag dazu, wenn auch recht kurz. Antonio Banderas hingegen hat mich zum Ende hin, wirklich überrascht. Ursprünglich als stereotyper Liebhaber gecastet, entwickelt sich sein Charakter, während der kleinen Psychogespräche, die er mit Liam Neeson führt. Es gab Szenen, wo ich positiv angetan war, weil ich neue Mimikansätze bei Antonio entdeckt habe, die mir bis dato nicht bekannt waren. Ich habe viele Filme mit Herrn Banderas gesehen, wo er meistens, den Helden, Liebhaber oder gar wie in Interview mit einem Vampir, einen zwielichtigen Vampir spielt, trotz allem war sein Wirken recht ähnlich. In „Der Andere“ schien Banderas eine reichhaltigere Palette an Gesichtsausdrücken dabei zu haben. Es gab Momente, die wirkten arrogant bis diabolisch und dann verletzlich kindhaft. Somit ist der Sieger auf dem Schauspielgebiet eindeutig Antonio Banderas, der mich in seinen kurzen Passagen wirklich überzeugt hat. Die Bildqualität wirkte leider teilweise wie die von einer TV-Produktion, besonders bei den Tagesszenen. Der Sound war in Ordnung und die Extras hauen Einen jetzt nicht wirklich um. Trotz allem kann ich den Film Jedem nahe legen, der mal eine etwas andere Beziehungs-Analyse sehen möchte und einen Banderas, der sich durchaus schauspielerisch weiterentwickelt hat. Der Film hat mich nicht gelangweilt und ich kann ihn seltsamerweise weiterempfehlen.


by Marc Engel
Bilder © Koch Media Home Entertainment




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