Der Adler der Neunten Legion - DVD

DVD Start: 04.08.2011
FSK: ab 12 - Laufzeit: 110 min

Der Adler der Neunten Legion DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Im Jahr 140 nach Christus erstreckt sich das Römische Reich bis nach Britannien, doch hoch im Norden der Insel herrschen die rebellischen Stämme Kaledoniens. Vor 20 Jahren verschwand dort die 5.000 Mann starke, von Flavius Aquila kommandierte Neunte Legion spurlos. In Britannien eingetroffen, will Flavius' Sohn Marcus (CHANNING TATUM) den angeschlagenen Ruf seines Vaters wiederherstellen und das Mysterium aufklären. Als ein Gerücht die Runde macht, dass der Goldene Adler, das Feldzeichen der Legion, jenseits des Hadrianwalls gesichtet wurde, bricht Marcus sofort auf. An seiner Seite ist Esca (JAMIE BELL), ein junger britischer Sklave, der Marcus Treue schwor, nachdem dieser ihm das Leben rettete. Je weiter die beiden Männer, die eigentlich nur Misstrauen und ein Eid verbindet, in das Territorium vordringen, das für Rom das Ende der bekannten Welt markiert, desto größer wird die Gefahr - und auch das Geheimnis um Esca, der mehr als nur seinen Hass auf Rom verbirgt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-Of
Entfallen Szenen
Alternatives Ende
Audiokommentar von Regisseur Kevin Macdonald
Dt.- und Original-Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Der Adler der Neunten Legion

DVD
Der Adler der Neunten Legion Der Adler der Neunten Legion
DVD Start:
04.08.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Adler der Neunten Legion Der Adler der Neunten Legion
Blu-ray Start:
04.08.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

DVD Kritik - Der Adler der Neunten Legion

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Sandalenwestern
„Der Adler der neunten Legion“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Rosemary Sutcliff aus dem Jahre 1954. Ein bisschen merkt man dem Stoff noch die Herkunft aus den fünfziger Jahren an, da er doch ein recht klares Schwarz-Weiß-Schema zeichnet. Die Helden sind zwar etwas komplexer als sonst in den fünfziger Jahren, aber die Feinde sind einfach nur böse. Es wird zwar behauptet, dass sie sich gegen die Brutalität der römischen Invasoren wehren. Aber das sind nur Lippenkenntnisse und werden nicht bildlich untermauert. Vielmehr bekommt man den Eindruck, dass die Invasion der Römer eine Wohltat für Britannien sei, da so nun endlich auch die Zivilisation auf die Insel einkehrt. Und das ist ziemlich arrogant bis chauvinistisch. Natürlich haben die Römer mit starker und brutaler Hand geherrscht. Und natürlich gab es in Kriegen auf beiden Seiten Grausamkeiten. Aber in einer schematischen Zeichnung muss man schon etwas vorsichtiger sein. Der Ehrbegriff, der erst die ganze Handlung in Gang bringt, der junge Zenturio will die verlorene Standarte der neunten Legion seines Vaters aus Feindeshand zurückerobern, um die Familienehre und die Roms wieder herzustellen, mutet in heutigen Zeiten etwas antiquiert an. Obwohl mehr Ehre gerade in öffentlichen Positionen wohl gut tun würde. Immerhin ist es ein ehrliches und moralisch vertretbareres Ziel als Rache. Dennoch dürften diese Beweggründe für manche Zuschauer hinderlich sein, die Taten der Figuren nachzuvollziehen, was aber nur wieder ein Indiz dafür ist, wie sehr Ehre „out“ ist. Was zunächst noch ganz witzig ist und dem Film einen etwas trashigen Charme verleiht, ist die Gleichsetzung der Pikten und Skoten mit Indianern. Nicht nur leiht sich „Der Adler der neunten Legion“ mehr bildliche Anleihen an den Western als an typische Monumentalfilme, allein die Belagerung des Kastells erinnert sehr an ein durch Indianer belagertes Fort, sondern die Pikten werden auch optisch wie schlammbedeckte Indianer gezeichnet. Die Frisuren erinnern an Irokesen, die Waffen kommen denen der Indianer gleich, ebenso wie die Naturverbundenheit und die Ausdauer beim Laufen. Auch die Dörfer erinnern mehr an Camps denn an Dörfer der damaligen Zeit und der Körperschmuck ist fast gleich. Verbunden mit den Aspekten der Zivilisation und der Ehre gerät der Film da aber in zwiespältige Ebenen. Der Indianer, Entschuldigung: Pikte, gilt als Barbar, der gefälligst die Segnungen der römischen Zivilisation annehmen soll, um der Rückständigkeit zu entkommen. Ansonsten wird ihm halt der Schädel eingeschlagen. Die Ideologie wird nur notdürftig durch die Elemente eines Buddy-Movies verdeckt, welches die Beziehung zwischen dem britischen Briganten und des römischen Zenturio erkundet. Interessant sind die Rollenwechsel, als der Sklave zum Herrn wird. Aber leider wird kein genereller Gesinnungswandel des Zenturio dadurch eingeläutet. Die beiden werden zwar Freunde, aber dennoch gilt das Herrschaftsdenken Roms. Trotz aller inhaltlichen Kritik ist der Film ein gelungenes Actionspektakel, welches sich deutlich an andere Filme anlehnt. So findet man ein bisschen „Gladiator“, „Pathfinder“, „King Arthur“ und ganz viel „Centurion“. Aber der Adler kommt an keinen der anderen Filme heran, macht aber aufgrund der Action dennoch Spaß. Und vor allem die Naturaufnahmen sind sehr beeindruckend. Leider fehlen ein bisschen das Pathos und der Bombast, der zu dem Genre einfach gehört. In dieser Hinsicht lodert der Film nicht, sondern köchelt nur.

Als Extras gibt es einen Audiokommentar und zwei Making Ofs, die sich stellenweise sehr wiederholen, aber in punkto Designgestaltung des Filmes sehr lohnenswert sind. Ein alternatives Ende und entfallene Szenen vervollständigen die Extras. Trailer gibt es natürlich auch noch und der Ton und das Bild sind sehr gut. Die Farben sind satt und so vermögen die Naturaufnahmen erst recht zu überzeugen.

Kein Meilenstein des Genres, aber gute Unterhaltung, wobei die gelungene Action und die sehr gut fotografierten Naturaufnahmen leicht von der zweifelhaften Ideologie ablenken.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment