Den Sternen so nah - DVD

DVD Start: 23.06.2017
FSK: ab 6 - Laufzeit: 116 min

Den Sternen so nah DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

12,99 € jetzt kaufen
11,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

Eigentlich könnte alles so sein wie bei Tausenden anderen Teenagern auch: Gardener (Asa Butterfield) und Tulsa (Britt Robertson) haben sich beim Chatten im Internet kennengelernt und würden sich gern endlich persönlich kennenlernen. Aber was Tulsa nicht ahnt: Gardener lebt Millionen von Kilometern von ihr entfernt. Vor 16 Jahren kam er während einer Mars-Expedition als Kind einer Astronautin zur Welt. Seine Mutter starb bei der Geburt, und er lebt seitdem auf dem roten Planeten. Schon lange aber träumt er davon, endlich zur Erde zu fliegen, um endlich das wirkliche Leben kennen zu lernen - und natürlich Tulsa, das Mädchen aus Colorado, die ihm, ebenso einsam wie er, so vertraut und verbunden scheint. Die Ärzte befürchten zwar, dass sein Körper der Erdatmosphäre nicht gewachsen sein könnte. Aber Gardners Neugier und Freiheitsdrang sind größer als alle Bedenken. Endlich auf der Erde angekommen, macht er sich bei erster Gelegenheit aus dem Staub, um zusammen mit Tulsa den Trip seines Lebens zu unternehmen – und um seinen Vater zu finden ...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Tobis
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Orginal-Trailer, B-Roll, Interviews, Featurette, Mini Making Of, Premieren-Video, u.v.m.

DVD und Blu-ray | Den Sternen so nah

DVD
Den Sternen so nah Den Sternen so nah
DVD Start:
23.06.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 116 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Den Sternen so nah Den Sternen so nah
Blu-ray Start:
23.06.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 121 min.

DVD Kritik - Den Sternen so nah

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Fernbeziehung extrem
Fernbeziehungen sind nicht einfach. Manche Paare schätzen die räumliche Distanz, da sie dann die seltenen Treffen umso mehr genießen können und sich die Beziehung nicht im Alltag abnutzt. Andererseits sind es dann die unterschiedlichen Lebenswelten welche oftmals zum Scheitern führen, indem sich die Paare entfremden. Man muss schon sehr stark dafür sein. Den Sternen so nah SzenenbildDoch wie soll das erst den Protagonisten des Filmes „Den Sternen so nah“ ergehen? Schließlich trennen sie nicht nur eine Autofahrt, sondern sogar das All. Das Mädchen wohnt nämlich auf der Erde und der Junge auf dem Mars. Dabei beschränkt sich der Film nicht auf die Fernbeziehung. Stattdessen vereint er mehrere Themen die erstaunlicherweise den Film nicht in mehrere Teile zerfallen lassen, sondern vielmehr ein stimmiges Ganzes ergeben, weil sich die Elemente untereinander bedingen.

Gardner ist auf dem Mars geboren. Seine Mutter war eine Astronautin die während des langen Fluges feststellte, dass sie schwanger ist. In der gerade gegründeten kleinen Kolonie kommt der Sohn zur Welt. Allerdings haben die unterschiedlichen Umweltbedingungen auf dem Mars zur Folge, dass sich sein Körper anders entwickelt. Da seine Existenz vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wird und seine Mutter bei der Geburt starb, wächst Gardner unter den Fittichen von Wissenschaftlern auf und hat nicht gerade viel Ahnung von Sozialverhalten. Sein einziger Kontakt mit einer Gleichaltrigen sind seine Chats mit der jungen und exzentrischen Frau Tulsa die als Pflegekind schon viel Stabilität vermissen musste und dementsprechend zynisch auf die Welt und misstrauisch auf die Menschen sieht. Die beiden verlieben sich ineinander und Gardner beschließt auf die Erde zu reisen. Das führt auch zu wunderbaren komödiantischen Elementen, wenn er diese Welt als die neue ansieht und seine Gegenüber mit offenen und unerwarteten Fragen in Verlegenheit bringt. Auch sein erstes Real Life Date mit Tulsa läuft nicht ganz so wie geplant. Nun kann er ihr zwar beichten, dass er nicht von der Erde stammt, doch wer glaubt das schon. Dennoch begleitet Tulsa ihren Gardner auf der Suche nach seinem Vater, was die Romanze mit Komödie und dem Road Movie verbindet. Da Gardner aber ohne Erlaubnis abhaute wird er von dem Leiter des Weltraumprojekts, hervorragend wie immer: Gary Oldman, und einer Wissenschaftlerin gejagt, die mütterliche Gefühle für Gardner hegt. Das führt zu einigen Actionszenen wobei lange unklar ist, was das eigentliche Ziel der Jäger ist. Aber dramatisch wird es auch, da die Physiologie des Marsgeborenen nicht mit der Erde kompatibel ist und ein Organversagen droht. Gardner läuft im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit davon. Viele Filme wären unter der Last der vielen Genres zusammengebrochen, doch Regisseur Peter Chelsom hält die Fäden dicht in der Hand. Den Sternen so nah SzenenbildSo werden auch wunderschöne Szenen nie zum Kitsch, da doch immer ein Hauch von Drama, Wehmut und Komik mitschwingt. Asa Butterfield in der Hauptrolle ist absolut glaubwürdig und man nimmt ihm das weltfremde Technikgenie ab, welches einerseits abgeklärt ist und andererseits sehr naiv. Vor allem aber Britt Robertson trägt den Film. Als Tough Girl deren selbsterbaute Barrikaden langsam wegbrechen und sie ihren Weg in das Leben und zu den Menschen zurückfindet ist einfach wunderbar und sie vermittelt eine bezaubernde Mischung aus Zerbrechlichkeit und Abgeklärtheit. Vor allem stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern welches für eine Liebesgeschichte natürlich enorm wichtig ist. So liegt hier ein abwechslungsreicher, kurzweiliger, wunderschöner Liebesfilm vor, der auch ZuschauerInnen ansprechen dürfte, die normalerweise einen Bogen um das Genre machen.

Das Bild und der Ton sind sehr gut, aber in den Extras überwiegen die PR-Maßnahmen. Es gibt zwar einige interessante Einblicke, aber das gegenseitige Lob und nichtssagende Interviews überwiegen bei dem Gesamteindruck.


Fazit:
Ein wunderschöner Liebesfilm mit einer starken Besetzung und vielen verschiedenen Genrezutaten die wunderbar harmonieren.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film / Tobis