Day of the Dead: Bloodline (uncut) - DVD

DVD Start: 25.01.2018
FSK: ab 18 - Laufzeit: 86 min

Day of the Dead: Bloodline (uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einer postapokalyptischen Welt hat sich eine kleine Gruppe von Menschen in einen Bunker retten können und forscht jetzt nach einem Heilmittel gegen die Zombies. Doch die ehemalige Medizinstudentin Zoe (Sophie Skelton) hat ein Geheimnis, das die ganze Gruppe in Gefahr bringt. Sie hält ihr Forschungsobjekt Max (Johnathon Schaech) - halb Mensch, halb Zombie und ein obsessiver Begleiter aus ihrer Vergangenheit - vor den anderen geheim. Bis er ausbricht und eine blutige Spur der Eingeweide hinter sich lässt. Wird Zoe es trotzdem schaffen, das Virus aufzuhalten?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Making Of

DVD und Blu-ray | Day of the Dead: Bloodline (uncut)

DVD
Day of the Dead: Bloodline (uncut) Day of the Dead: Bloodline (uncut)
DVD Start:
25.01.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Day of the Dead: Bloodline (uncut) Day of the Dead: Bloodline (uncut)
Blu-ray Start:
25.01.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

DVD Kritik - Day of the Dead: Bloodline (uncut)

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Liebeskranker Zombie
Der Film „Day of the Dead: Bloodline“ trägt den Namen des Klassikers von 1985. Der ursprüngliche „Day of the Dead“ stammt von dem Vater der modernen Zombies, George A. Romero, und stand lange im Schatten des Vorläufers „Dawn of the Dead“. Völlig zu Unrecht. Denn der Streifen ist eine wahre Alptraummaschine und verbindet Splatter mit einer unheimlichen Atmosphäre und einem zynischen Blickpunkt auf die Bewältigung der Zombiekrise. Gefangen in einem unterirdischen Bunker suchen auf der einen Seite die übriggebliebenen Militärs und auf der anderen Seite Wissenschaftler nach einer Lösung. Während die Soldaten auf die Ausrottung setzen (also die faschistische Lösung), suchen die Wissenschaftler nach einem Weg der Ko-Existenz und der Konditionierung von den Untoten. Das führt zu einem Konflikt und so herrscht Spannung auch abseits der Zombies vor. Nun ist der neue Film „Day of the Dead: Bloodline“ mehr als eine Adaption zu sehen. Das betonen auch die Macher in den Extras, die behaupten kein Remake oder ein Reboot schaffen zu wollen. Damit hätten sie sich auch verhoben und die Bescheidenheit steht ihnen gut zu Gesicht, schließlich ist „Day of the Dead“ einer der großen Klassiker des Horrorfilmes und einer der besten Zombiefilme die je gemacht worden sind.

Marcus Vanco, Lillian Blankenship und Sophie Skelton in Day of the Dead: Bloodline
Marcus Vanco, Lillian Blankenship und Sophie Skelton in Day of the Dead: Bloodline © EuroVideo Medien GmbH
So ist also dieser Film als eine Variation des von Romero geschilderten Themas zu sehen und dann macht er auch durchaus Spaß. Das grundsätzliche Thema ist gleich (der Konflikt zwischen Militär und Wissenschaft), aber es gibt enorme Unterschiede welche dem Film allerdings nicht gut tun. So wird die atmosphärische Dichte des Originals zu keinem Zeitpunkt erreicht. Anstatt die Handlung in einem unterirdischen Bunker stattfinden zu lassen, spielt sie zwar in einem Bunker, der ist aber oberirdisch gelegen und so will sich keine rechte Klaustrophobie einstellen. Somit ist der Spannungsgrad auch etwas geringer ausgefallen. Obwohl Spannung durchaus vorherrscht und der Film eine hohe Dynamik und ein hohes Tempo besitzt, weswegen es einem vorkommt, das er allzu schnell vorbei ist. Für sich kann er also gut stehen und ist auch ziemlich blutig ausgefallen, ohne dass die Splattereffekte so intensiv wie bei Romero wären. Die grundlegendste Unterscheidung liegt aber auf dem Fokus des Subtexts. Anstatt einer generellen Aussage läuft der Konflikt hier eher auf einer persönlichen Ebene ab. Da wäre die junge Medizinerin und dort ein Offizier. Die Perspektive von letzterem wird nie ausgeleuchtet und er wirkt nur als ein bornierter Mann der auf seinen Befehlen beharrt. Das verhindert eine ideologische Diskussion und lässt ihn sehr blass aussehen. Zwangsläufig verschiebt sich der Fokus allein auf die Heldin. Ihre Verhaltensweisen und ihr Streben nach Heilung für alle, löst erst die Katastrophen aus die für viele tödlich enden. Leider gehen da alle Charaktere darüber hinweg und sehen es wohl als Mittel zum Zweck an, was, ideologisch gesehen, äußerst fragwürdig ist. Auch hat die Heldin keinerlei Selbstzweifel und wird dadurch immer unsympathischer. So nimmt man es ihr nicht mehr ab, das sie zum Wohle der Menschen handelt, wenn alle um sie herum sterben.

Zoe Parker (Sophie Skelton) und Lily (Lillian Blankenship)
Zoe Parker (Sophie Skelton) und Lily (Lillian Blankenship) © EuroVideo Medien GmbH
In dieser äußerst oberflächlichen Konstellation geht leider der ideologische Konflikt absolut unter und gerade die moralische Diskussion darüber ob es die Opfer wert sind, wird verschwiegen. Stattdessen setzt man rein auf die Oberfläche und nimmt in Kauf das die einzige mögliche Identifikationsfigur dem Zuschauer entgleitet. Auch ist hier keine Konditionierung, also Erziehung, eines Zombies vorhanden, denn der zentrale Antagonist ist zum Teil menschlich geblieben. Da er zu Lebzeiten aber ein psychopathischer Stalker war und eine Bindung zu der Medizinerin hatte, wird auch diese gesellschaftliche Perspektive auf eine persönliche heruntergebrochen und damit unglaubwürdig. Zudem suggeriert es, dass es eine genetische Störung für kriminelles oder psychopathisches Verhalten geben, was durch das Un-Tot Sein noch nicht mal verschwindet, sondern weiterhin prägend ist. Was eine gefährliche Sichtweise ist, da es alle therapeutische und bestrafende Aspekte von vornherein als wirkungslos beurteilt. Zum Teil ist der Film also sehr ärgerlich und man fragt sich, wann es endlich mal wieder einen intelligenten Zombiefilm geben wird. Wenn man den ganzen Subtext ausblenden kann, ist der Streifen solide Zombieunterhaltung. Aber an den Klassiker kommt er absolut nicht heran. Ja, darf sich nicht mal in dessen Schatten aufhalten.

Szene aus Day of the Dead: Bloodline
Szene aus Day of the Dead: Bloodline © EuroVideo Medien GmbH
Als Extras gibt es neben dem Trailer noch ein Making Of welches leider wenig aussagekräftig ist und auf einmal vorbei ist und eigentlich nur die Ziele des Filmes thematisiert. Dann gibt es noch kurze Interviews welche sich als reine Werbung entpuppen. Aber der Ton und das Bild sind gut und vermögen zu überzeugen.


Fazit:
Solide aber äußerst oberflächliche Zombieunterhaltung deren Subtext sehr ärgerlich ist. An den großen Klassiker, in dessen Schatten man sich freiwillig begibt, kommt er absolut nicht heran.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © EuroVideo Medien GmbH