David Lynch: The Art Life - DVD

DVD Start: 25.01.2018
FSK: ab 0 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

DAVID LYNCH: THE ART LIFE ist eine persönliche Reise zu den künstlerischen Wurzeln und prägenden Phasen des jungen David Lynch – eine Reise durch idyllische Kindheitsjahre in einer amerikanischen Kleinstadt und in die düsteren Straßen von Philadelphia. Auf dieser Reise beschreibt Lynch einzelne Stationen seines Lebens, die maßgeblich zu seiner Entwicklung zu einem der rätselhaftesten Regisseure des zeitgenössischen Kinos beigetragen haben. DAVID LYNCH: THE ART LIFE entwirft ein vielschichtiges und sehr sensibles Bild des Künstlers jenseits des gefeierten Independent-Regisseurs.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo / NFP
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer & Teaser

Video on demand - David Lynch: The Art Life

DVD und Blu-ray | David Lynch: The Art Life

DVD
David Lynch: The Art Life David Lynch: The Art Life
DVD Start:
25.01.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - David Lynch: The Art Life

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Jeder Filmfan, der seine Nase schon einmal über den Tellerrand des Mainstream-Kinos gestreckt hat, wird seinen Namen schon einmal gehört haben: David Lynch ist für viele (zurecht) einer der wichtigsten Filmemacher der letzten 40 Jahre. Und das trotz seiner recht kurzen Vita von 10 Filmen. Von seinem surrealen Erstlingswerk „Eraserhead“ über Dramen wie „Der Elefantenmensch“, Studioflops wie „Dune“ und schließlich seinem düsteren Spätwerk und völligen Entgleisen mit dem dreistündigen Experimentalfilm „Inland Empire“. War letzterer bereits 2006 erschienen, kam Lynch im letzten Jahr noch einmal in aller Munde, als sein kultiger TV-Erfolg „Twin Peaks“ in die dritte Staffel ging; nach 25 Jahren kehrte Lynch also wieder zurück ins TV.

David Lynch
David Lynch © NFP
Gilt Lynch so in der Kinolandschaft schon selbst längst als Kultfigur und einem unvergleichbaren Künstler mit einem der stärksten Individualstile, die man kennt, wissen wenige mehr über den mysteriösen Herrn mit der grauen Tolle und der rauchig-hohen Stimme.

Filmemachen gehört nämlich seit jeher zu Lynchs „nebensächlicheren“ Tätigkeiten. Er ist mehrfacher Vater, Autor, Musiker, Designer - und vor allem: Maler. Der 2016 entstandene Film „David Lynch: The Art Life“ von Olivia Neergaard-Holm, Rick Barnes und Jon Nguyen beschäftigten sich mit jener letzten und vielleicht am wenigsten bekannten Seite von Lynch.

Über Jahre hinweg im Eigenheim des Regisseurs gedreht, beobachtet ihn „The Art Life“ bei der künstlerischen Arbeit und mit seiner Familie, nur überdeckt von David Lynchs eigener Stimme als Erzähler. Die Dokumentation deckt dabei die ganz frühen Jahre seiner Künstlerkarriere ab: von der Kindheit und den ersten Schritten als Maler bis schließlich zum Dreh von „Eraserhead“.

David Lynch
David Lynch © NFP
Gleich zu Beginn fällt dabei die angenehme Stilistik auf. Mit enormer Ruhe widmet sich der Film den Archiv-Aufnahmen und dem Beobachten eines Künstlers in seinem Element. Auf die typischen „Talking Heads“ und Lobpreisungen von außen wurde verzichtet - es handelt sich rein um Lynch: seine Geschichte, sein Werk, seine Ansichten. Durch diese Ruhe und Nahbarkeit, schafft es „The Art Life“ erfolgreich ein einschlägiges und interessantes Bild eines jungen Mannes zu entwickeln, der als aufstrebender Künstler durchs Leben gehen möchte. Lynch vermag es, akkurat, seine Lebensvorstellung des „Kaffee trinken, Rauchen und Malen“ zu präsentieren, ohne dabei in irgendeiner Weise prätentiös oder aufgesetzt zu wirken. „The Art Life“ vermittelt eine spannende Lebensgeschichte und eine Faszination für Kunst und Malerei, wie es nur wenige Filme über Künstler tun können. Unterstützt wird die Bildgestaltung dabei auch von zahlreichen Gemälden des Protagonisten selbst, die zum rätselhaften Gesamtbild „Lynch“ einen integralen Baustein darstellen.

„David Lynch: The Art Life“ erfindet dabei das Rad nicht neu. Und das ist auch völlig in Ordnung. Auch wenn wahrscheinlich niemand die vollkommene Epiphanie erfahren wird, gelingt dem Film doch einwandfrei, was er sich vornimmt und gibt einen wirklich spannenden und genug tiefgreifenden Einblick in die Gedankenwelt eines der bedeutendsten Künstler unserer Zeit.

David Lynch
David Lynch © NFP
Rein technisch handelt es sich um eine unspektakuläre Veröffentlichung, was aber keineswegs negativ verstanden werden sollte. Das Bild sieht aus, wie DVDs nun einmal aussehen und das ist völlig akzeptabel. „The Art Life“ ist kein Film, der mit einem Effektgewitter protzen möchte und dadurch ist es auch völlig egal, ob man ihn in SD oder HD sieht - die gezeigten Bilder sprechen für sich; egal in welcher Auflösung.

Beim Ton sieht es ähnlich aus - Deutscher Synchronton und die (zu bevorzugende!) Originaltonspur mit deutschen Untertiteln - alles absolut im grünen Bereich.

Die Extras sind tatsächlich etwas mager - Trailer und Empfehlungen sind eigentlich nicht zu werten, da es sich mehr oder weniger um Phantomextras handelt. Allerdings ist das auch immer eine Sondersituation der Dokumentation, die immer unterschiedlich gelöst wird. Es wäre sicherlich interessant gewesen, mehr Hintergrundeinblicke o.Ä. zu haben, aber störend fällt die Abwesenheit „echter“ Extras nicht auf.

Wer durch „The Art Life“ angefixt wurde, dem sei am Rande auch die deutsche Doku „David wants to fly“ aus dem Jahre 2010 ans Herz gelegt, die ein nüchtern anderes und dadurch sehr spannendes Gegenbild zu Lynchs Person entwirft.


Fazit:
Gelungenes Portrait einer bisher kaum gesehenen Seite des Ausnahmeregisseurs. „The Art Life“ ist informativ, meditativ und bisweilen wunderschön und inspirierend.


by Janosch Steinel
Bilder © Eurovideo / NFP




David Lynch: The Art Life - Trailer