Das bessere Leben - DVD

DVD Start: 05.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Die erfolgreiche Journalistin Anna (Juliette Binoche) recherchiert für einen Artikel das Leben von Studentinnen, die ihr Geld als Escorts verdienen. Dabei findet sie in den klaren, ungeschminkten und jeder falschen Romantik entzauberten Lebensentwürfen ihrer Informantinnen ein verstörendes Echo auf ihre eigene Karriere, auf ihre eigenen Bedürfnisse und auf das satte, verwöhnte, abgesicherte Voll-Kasko-Leben ihrer Familie.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Indigo / Zorro
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Polnisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview mit Juliette Binoche, Interview mit Malgoska Szumowska

DVD und Blu-ray | Das bessere Leben

DVD
Das bessere Leben Das bessere Leben
DVD Start:
05.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das bessere Leben

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Der Film „Das bessere Leben“ (Originaltitel: Elles, 2011) erzählt die Geschichte dreier Frauen, deren Leben sich radikal voneinander unterscheiden. Man kann den gut gewählten deutschen Titel gleichzeitig als eine Frage, die sich durch den Film zieht, ansehen. Ist das normale, spießbürgerliche Leben wirklich das bessere Leben?
Anne (Juliette Binoche) ist Journalistin für das Magazin „Elle“ und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern ein gutbürgerliches Leben. Für ihren aktuellen Artikel beschäftigt sie sich mit Studentinnen, die ihr Studium mit Prostitution finanzieren. Dazu interviewt sie die beiden jungen Mädchen Alicia (Joanna Kulig) und Charlotte (Anaïs Demoustier). Mit der einen verbringt Anne ein paar Stunden im Park und mit anderen ein paar Abendstunden, in denen auch kräftig Alkohol fließt. Diese beiden Begegnungen werden in Rückblenden erzählt. Die eigentliche Gegenwartshandlung zeigt uns einen Tag von Anne und ihrem bürgerlichen Leben. Sie versucht ihren Artikel über dieses Thema fertigzustellen, nebenbei muss sie noch ein Abendessen für den Chef ihres Mannes vorbereiten und sich mit ihrem rebellischen Teenagersohn auseinandersetzen. Die Idee hinter dem Film „Das bessere Leben“ ist relativ einfach. Der Kontrast zwischen armen, jungen Studentinnen und einer wohlsituierte Frau um die 40 ist leicht einzufangen. Doch was die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska aus dem Stoff gemacht hat, ist spannend und ergreifend geworden. Sie zeigt Anne, wie sie in ihrer großen Wohnung alleine umher streift und ihren Tätigkeiten nachgeht. Szumowska gelingt es dabei perfekt, die Stimmung ihrer Protagonistin einzufangen. Die leere Wohnung scheint eine Versinnbildlichung von Annes Gefühlen zu sein. Es ist interessant zu sehen, wie das Nachdenken über die Interviews und die Geschichten der Mädchen, die gerne Annes Leben hätten, bei ihr Verhaltensänderungen in ihrem eigenen Alltag auslösen. Dagegen erscheinen die dargestellten Erlebnisse der beiden Prostituierten manchmal schöner und vor allem aufregender als Annes eigene Alltagsbegegnungen. Der Film zeigt explizit ebenso die angenehmen als auch die harten Seiten der Prostitution und welche Konsequenzen das für die beiden Mädchen in ihrem Alltag hat. Doch der Film überlässt die endgültige Wertung, was nun das bessere Leben ist, dem Zuschauer.
Der Film wird von den drei starken Hauptdarstellerinnen getragen. Sie alle spielen ihre Rollen überzeugend und ausdrucksstark. In kleinen Gesten und in ihrer Mimik spiegeln sich die unterschiedlichsten Gefühle wieder. Auch die Rückblendenstruktur ist gut gewählt und bildet einen Sog in den Anne und der Zuschauer hineingezogen werden.

Das Bonusmaterial setzt sich aus zwei nicht untertitelten Interviews und einigen Trailern zusammen. Die Interviews mit Juliette Binoche und der Regisseurin Malgorzata Szumowska sind interessant, aber man hätte sich vielleicht noch etwas mehr Hintergrundmaterial gewünscht.

Fazit: Der Film „Das bessere Leben“ zeigt wunderbar die Brüche in einer bürgerlichen Familie und damit auch in dem Leben, was als normal gilt. Ohne große Wertung gelingt es dem Film, Denkweisen aufzubrechen und dem Zuschauer neue Blickwinkel zu erschließen.

by Doreen Matthei
Bilder © Indigo / Zorro