Das Recht auf Rache - DVD

DVD Start: 23.09.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 117 min

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Inhalt

Es ist eine unglaubliche Brutalität, mit der die beiden Polizisten Eric Vincke (Koen De Bouw) und Freddy Verstuyft (Werner de Smedt) im Untergrund von Antwerpen konfrontiert werden. Gerade wurde ein Mitglied eines albanischen Mafia-Clans auf bestialische Art und Weise auf offener Straße hingerichtet. Im fernen Albanien sinnt dessen Sohn Nazim Tahir (Blerim Destani) auf Rache. Wenig später nimmt er die lange Reise nach Belgien auf sich, um den Tod seines Vaters zu sühnen. Unterdessen versuchen Verstuyft und Vincke, der über genaueste Kenntnisse der Riten und Bräuche der albanischen Mafia verfügt, den heimtückischen Mord aufzuklären. Dabei geraten sie nach und nach in einen Morast aus Verbrechen und Korruption, der auch vor den eigenen Reihen nicht Halt macht. Und so können auch sie nicht verhindern, dass sich kriminelle, schwer bewaffnete Albaner in ihrer Stadt nach wie vor frei bewegen und weiter Blut vergossen wird. Als jedoch sogar eine junge Polizistin ihr Leben lassen muss, ist Vincke nicht mehr zu bremsen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Atlas Film Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Albanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow, Animierte Menüs

Video on demand - Das Recht auf Rache

DVD und Blu-ray | Das Recht auf Rache

DVD
Das Recht auf Rache Das Recht auf Rache
DVD Start:
23.09.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 117 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Recht auf Rache

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Ehre und Gewalt
Dieser belgische Film schafft es in einer spannenden Krimihandlung mit vielen Actionelementen die Spirale der Gewalt zu thematisieren. Wenn einer sie nicht unterbricht, dann wird sie sich ewig weiter drehen. Ebenfalls trägt ein starkes Ehrempfinden dazu bei. Und nicht jedes Mittel ist recht, um sein Ziel zu erlangen. Aber der Staatsanwalt in dem Film drückt das an einer Stelle gut aus. Wie soll man Mafiosi einschüchtern können, die aus dem kriegsgebeutelten Albanien kommen und dort nicht nur schreckliches erlebt haben, sondern auch nach einem starken Ehrenkodex und Clangesetzen leben? Viele aus dieser Situation entstehende Handlungen gehen aber wieder gegen die Ehre, wenn man denn eine hat. Und vor allem, und das ist da das wichtigste, wie die Ehre überhaupt definiert wird. An einer Stelle des Filmes wird deutlich, dass es ein sogenanntes Ehrengericht gibt, welches im Zweifel entscheiden muss, was ehrenhaft ist. Wären nicht die lebensbedrohlichen Konsequenzen, wäre es schon fast Realsatire. Der Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit wird äquivalent dargestellt zur Ehre und Rache. Und damit ist „Das Recht auf Rache“ in der Tradition von jüngeren, hervorragenden Rachthrillern wie „Die Fremde in Dir“, „Gesetz der Rache“, „Death Sentence“ und „Blutrache“.

Filmsprachlich gesehen und vom dramaturgischen Aufbau her, ist der Film sehr solide, aber nicht sonderlich auffällig. Es gibt zwar keine Mängel, aber auch keine Szene oder darstellerische Leistung, die sich in das Gehirn brennt. Wäre nicht der diskussionswürdige Subtext, so wäre der Actionkrimi auf sehr gutem Niveau in der Flut von Filmen über die Mafia untergegangen. Aber so lohnt sich das Reinschauen allemal. Nach „Mörder ohne Erinnerung“ (2003) treten die beiden belgischen Kommissare übrigens schon das zweite Mal auf und der Blick hinter die Kulissen der albanischen Mafia ist sehr interessant. „Das Recht auf Rache“ basiert auf einem Krimi von dem Autoren Jef Geeraerts, der häufig gesellschaftskritische und aktuelle politische Verhältnisse anprangert. Damit ist er auch nicht so weit von seinen skandinavischen Kollegen entfernt.

Das Bild und der Ton sind okay. Auf der Pressekopie sind keine Extras, so dass hier eine Wertung entfällt. Angekündigt ist aber auch nur eine magere Trailershow. Und das ist hierfür etwas wenig. Zumindest ein Hintergrundbericht über die reale albanische Mafia wäre schön gewesen.

Ein diskussionswürdiger Subtext hebt den Film von der Masse von Mafiakrimis ab und lohnt die Anschaffung. Spannend, brutal und tiefgründig, kann er dennoch nicht ganz mit den Klassikern mithalten.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Atlas Film Home Entertainment





DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Ein perfekter Vigilanten-Film der äußerst realistischen Art. Es geschah am hellichten Tag. Mitten in Antwerpen wird ein Mann exekutiert, Kommissar Vincke weiß, der oder die Täter sind organisierte kriminelle. Das Opfer wurde auf albanische Manier liquidiert, sein Reisepaß weist das angejahrte Opfer als "Alessandro del Piero" aus und ist natürlich ein Fake. „oder Juventus fehlt am Sonntag beim Fußball ein Mann", wie Inspektor Verstuyft zynisch bemerkt. Das perfide an der Angelegenheit ist jedoch, dass diese Mafia – wie soll es anders sein - beste Kontakte und Protektion in den korrupten Reihen der der Polizei genießt. ahnt: Die Drahtzieher der Mafia haben die besten Kontakte zur Polizei. Der Sohn des Ermordeten aber sinnt auf Rache. Und die sieht fürchterlich aus. Dabei gerät vincke und sein Team zwischen die Fronten. Ein grandios und schnörkellos inszenierte Film, der die Story, nicht die bombastische Visualierung mit all seinen bildtechnischen Tricks fokussiert. Gradlinig erzählt, handelt es sich hier um eine belgische Variante Abart des Film Policier, der auch nachvollziehbar ist. Eine Produktion, die eine Geschichte bildlich erzählt und nicht erschlägt. Für Fans des klassischen Krimis eine wahre Augenweide, denn weniger ist bisweilen viel mehr. Die Story (im original heißt der film (Dossier K.") packt ein neuralgisches Thema an, nämlich organisierte Kriminalität, festgemacht an Albanien. Es handelt sich hierbei um die Adaption eines Romans der Serie um die heiklen Fälle von Kommissar Vincke ("Alzheimer") und seine Mannen. Die führen einen schier aussichtlosen Kampf gegen diese Schwerstverbrecher.

Hintergrund: Seit zwei Jahrzehnten wanderten Mitglieder albanischer Clans, nicht selten Angehörige der organisierten Kriminalität ins westliche Ausland ab, um dort kriminelle Depots zu etablieren. Es gelang ihnen, ein eigenes umfassendes Netzwerk zu festigen. Durch die perfekten Verbindungen zu anderen ethnisch albanischen Emigranten konnten sie so ihre kriminellen Energien insbesondere in Europa, aber auch in den USA zu konsolidieren. Experten sind sich sicher, dass gerade der Kosovo, trotz Uno-Verwaltung und internationaler Schutztruppe, eine der effektivsten kriminellen Drehscheiben Europas ist. Es geht vorwiegend um Drogen, Mord, Prostitution, Menschenhandel und Diebstahl, eben die gesamte perfide Palette. Ein beachtlicher Teil der monetären Deals ist die wachsende Opiumernte in Afghanistan. Sie gelangt in Form von Heroin über Albanien und Kosovo auf den westeuropäischen und US-Markt. Täglich werden etwa 500 bis 800 Kilo durch Kosovo und Albanien geschmuggelt, und täglich werden in Tirana auf dem grauen Geldmarkt eine Million Euro an Drogengeldern gewaschen. Experten sprechen deshalb vom weltweiten größten Kartell der letzten 10 Jahre.

by Jean Lüdeke



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