Das Kind - DVD

DVD Start: 14.03.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 102 min

Das Kind DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of

DVD und Blu-ray | Das Kind

DVD
Das Kind Das Kind
DVD Start:
14.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Das Kind Das Kind
Blu-ray Start:
14.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.

DVD Kritik - Das Kind

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Deutscher Genreversuch - „Das Kind“ ist nicht nur die Verfilmung eines Romans von Sebastian Fitzek, sondern auch eine deutsch-amerikanische Produktion. Was etwas ungewöhnlich ist. Denn im Gegensatz zu dem üblichen Prozedere ist hier eine deutsche Produktion zu finden, welche mit zwei Ausnahmen die gesamte prägende Besetzung mit amerikanischen Darstellern vorgenommen hat. Ansonsten spielt der Film in Deutschland und auch die Produktion ist hier ansässig. Normalerweise nutzen amerikanische Studios Deutschland als Kulisse und als Drehort und nehmen höchstens einmal ein oder zwei deutsche Darsteller, aber umgekehrt ist es eher selten. Was auch ungewöhnlich ist, vor allem für eine deutsche Produktion, ist der eingeschlagene Weg. Genrefilme sind hierzulande selten und eher im Independentbereich zu finden. Kinoproduktionen sind entweder Komödien oder Dramen, wobei letztere hauptsächlich die braune Vergangenheit betreffen. Aber eine funktionierende Filmlandschaft sollte breiter aufgestellt sein. Insofern macht „Das Kind“ zu Beginn sehr neugierig. Denn alles scheint auf einen Mysterythriller hinaus zu laufen. Zu Beginn, denn leider verläuft sich der Film etwas auf seinem Weg. Da es Genreproduktionen hier schwer haben, hat man wohl nicht genügend Mut aufgebracht und das Genre wird bald wieder fallen gelassen und ein neues Kapitel aufgemacht. Immerhin wird der Wechsel und der Mysterybezug gegen Ende glaubwürdig erklärt. Der Film ist durchaus spannend und packend und greift ein wichtiges Thema auf, was dem Zuschauer an die Nieren geht. Vor allem Dieter Hallervorden ist eben wegen seines Images als Ulknudel eine hervorragende Besetzung, da so allein schon das Image des Darstellers seiner Figur etwas sehr teuflisches verleiht und jede Bewegung, jede Gesichtsbewegung unheimlich wirkt. Trotz der Spannung, der bildlichen Genrekonvention und der Dynamik kann der Film aber nicht überzeugen. Was vor allem an den vielen Fehlern liegt. Nicht nur ist der Schurke unglaubwürdig und viele Sachen ergeben in der Retroperspektive überhaupt keinen Sinn, sondern auch die Chronologie ist ein um das andere Mal durcheinander geraten. Da sieht der Anwalt bei hellem Tageslicht auf ein gemaltes Bild. In der nächsten Szene hat der jugendliche Held dasselbe Bild in der Hand, um seinen Weg zu suchen. In der Nacht! Obwohl es zeitlich parallel zu der vorhergehenden Szene verläuft (und sogar noch im Dialog darauf hingewiesen wird). Und warum braucht er überhaupt das Bild, um seinen Weg zu finden, wenn er es selber gemalt hat?? Das sind leider nicht die einzigen Schwächen und die Filmemacher haben offensichtlich den Komplizen des Oberschurken vergessen. Denn wie kann er in einer Live-Videobotschaft einen Mord begehen und dann kurze Zeit später sich ein paar Räume weiter weg von den Helden befinden? Vieles ist unlogisch und es werden die Schwächen laufend in Kauf genommen. Man wollte raffiniert sein und ein komplex gewebtes Garn spinnen. Nur hat man sich da leider selber darin verzettelt. Wäre man doch den Genreweg gegangen. Dazu hätte mehr Mut gehört, als einen inhaltlich schwachen und thematisch schweren Thriller zu drehen.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und als Extra gibt es ein wirklich gelungenes Making Of, welches humorvoll, interessant und bisweilen auch selbstkritisch ist. Trailer gibt es natürlich auch.

Der zunächst aufgemachte Genrebezug wird schnell fallen gelassen und der Film geht einen konventionellen wenngleich spannenden Weg. Leider sammelt er in jeder Szene auch Fehler und verstrickt sich in seinem überkonstruierten Garn, so dass am Ende nichts mehr einen Sinn ergibt.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo