Das Haus der lachenden Fenster - Mediabook (Limited Edition) - DVD

DVD Start: 25.05.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 106 min

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Inhalt

Der junge Restaurateur Stefano soll in der Kirche des verschlafenen italienischen Dorfes Solmi ein Fresko des "Martyrium des Heiligen Sebastian" wiederherstellen. Als Stefano dort aber von einem Fremden aufgefordert wird, die Restaurierung sofort abzubrechen und schnell den Ort zu verlassen, ist seine Neugier geweckt. Der Schöpfer des Freskos, der wohl geistig verwirrte Buono Legnani, hatte den grausigen Ruf, ein Maler von Menschen im Augenblick ihres Todes gewesen zu sein. Man munkelt, dass Legnani seine Modelle im Namen der Kunst zu Tode gefoltert haben soll, um so eindrucksvollere Bilder zu gewinnen. Stefano findet sich bei seinen Nachforschungen in einem unentwirrbaren Netz von Lügen, Wahnsinn und unfassbarem Grauen wieder. Ein Alptraum wird Wirklichkeit ... das Böse ist greifbar!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: ´84 / cmv-Laservision
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Italienisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
• 12seitiges Booklet von Christian Keßler
• Postkarte
• Audiokommentar von Dr. Marcus Stiglegger & Kai Naumann
• zwei Trailervarianten
• Bildergalerie
• Trailer zu ZEDER
• animierte interaktive Menüs

DVD und Blu-ray | Das Haus der lachenden Fenster - Mediabook (Limited Edition)

DVD
Das Haus der lachenden Fenster - Mediabook (Limited Edition) Das Haus der lachenden Fenster - Mediabook (Limited Edition)
DVD Start:
25.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 106 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Haus der lachenden Fenster - Mediabook (Limited Edition)

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Der junge Restaurator Stefano erhält eines Tages ein verlockendes Angebot. Er soll in einem kleinen Dorf ein künstlerisches Wandgemälde, das „Martyrium des Heiligen Sebastian“, wiederherstellen. Voller Tatendrang begibt sich Stefano in das verschlafene Nest. Kaum dort angekommen, fordert ihn eine ihm unbekannte Person auf, von dem Wandgemälde abzulassen und sofort wieder zu verschwinden. Stefano lässt sich davon aber nicht abschrecken, im Gegenteil: seine Neugierde für die Geschichte hinter dem Kunstwerk wird geweckt und so beginnt er damit, Nachforschungen anzustellen. Der junge Restaurator findet bei seinen Recherchen jedoch mehr heraus, als ihm eigentlich lieb ist. Der Künstler dieses Werkes war offensichtlicht ein geisteskranker Sadist, der mit Vorliebe Menschen kurz vor ihrem Ableben malte, um möglichst eindrucksvolle Bilder und realistische Darstellungen zu erhalten. Diese Vorgehensweise brachte ihm einst den Titel „Künstler des Todes“ ein. Zwar verstarb der Maler bereits vor geraumer Zeit, doch sein Haus steht noch immer in dem Dorf. Dieses Haus verbirgt grausame und unfassbare familiäre Abgründe, denen Stefano schon bald erschreckend nah kommen soll...

Gleich zu beginn wird der Zuschauer mit einer kurzen Eingangssequenz konfrontiert, die sowohl die grausamste des gesamten Films ist und die gleichzeitig den atmosphärischen Grundstein legt. Dem Zuschauer wird klar, das ihn in den kommenden knapp 100 Minuten ein atmosphärischer Horror-Thriller mit diabolischem Unterton erwartet, der auch noch lange nach dem Abspann seine Spuren hinterlassen wird...

Der Film ist eine Mischung aus Thriller und Gruselfilm, der es schafft beide Genres gekonnt und ausgeglichen miteinander zu verbinden. Die interessante und mysteriöse Geschichte wird immer wieder durch diverse Elemente des Gruselfilms ergänzt. Regisseur Pupi Avati hat dabei ein sicheres und zuschauerorientiertes Fingerspitzengefühl bewiesen. Immer wenn man das Gefühl bekommt, der Film würde aufgrund der Vorantreibung der Geschichte an Spannung verlieren, lassen unheilvolle Schatten, knarrende Türen oder bedrohlich wirkende Musiksequenzen die Spannungskurve und den Puls des Zuschauers wieder nach oben fahren. Diese Elemente sind zwar nichts Innovatives und scheinen auf dem Papier kaum der Rede wert, dennoch erzielen sie ihre Wirkung und schaffen es, den Zuschauer an der Angel zu halten und ihn bis zum furiosen Ende des Films nicht mehr los zu lassen.

Dem Regisseur war es offensichtlich ein Anliegen Kunst und Horror, Schönheit und Abscheulichkeit miteinander zu verbinden und auch durch eine atmosphärisch geprägte Bildsprache zu überzeugen. Das kleine italienische Dorf mit seinen morbiden Häusern und seiner idyllischen Naturumgebung würde allein für sich genommen in keiner Weise bedrohlich, sondern eher einladend wirken. Durch eine diabolische Geschichte von Tod und Schmerzen ist das gesamte Dorf und somit der komplette Film jedoch von einer beklemmenden Stimmung überzogen, die einem immer wieder einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt.

Mit diesem Film, der aus dem Jahre 1976 stammt, hat Pupi Avati einen bedeutsamen Beitrag zum italienischen Horrorkino geleistet, das sich ohne weiteres mit den Werken von Dario Argento und Mario Bava messen kann. Umso erfreulicher ist es, dass dieser Film in seiner ungeschnittenen Fassung endlich auf DVD in einer schmucken Limited Edition als Mediabook erschienen ist. Das Mediabook enthält ein sehr informatives Booklet, indem unter anderem die Intention des Regisseurs beschrieben wird. Die DVD selber enthält als Extras eine Bildergalerie, den Originaltrailer und einen sehr aufschlussreichen Audiokommentar mit zwei deutschen Filmwissenschaftlern der Universität Magdeburg.

Fazit: „Das Haus der lachenden Fenster“ ist ein klassischer italienischer Horror-Thriller, der durch seine packende Story, clever eingesetzte Elemente des Gruselfilms und seine beklemmende Atmosphäre nachhaltig beeindruckt. Endlich ist dieser fast in Vergessenheit geratene Genrebeitrag auf DVD erschienen.


by Till Huber
Bilder © ´84 / cmv-Laservision