Das Grab der blutigen Mumie - DVD

DVD Start: 18.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

Das Grab der blutigen Mumie DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der Archäologe Julian Fuchs stößt mit seinem Team auf die Grabkammer der Göttin Tera und deren perfekt erhaltene Mumie. Die Forscher öffnen den Sarkophag und entfernen die Grabbeigaben, die ihren Körper umgeben. Ein fataler Fehler, denn Tera schwört den Grabschändern grausame Rache. Ihr Geist dringt in Julians Tochter Margareth ein und nimmt Besitz von deren Körper. Unter Teras Einfluss begibt sich Margaret auf die Suche nach den Expeditionsmitgliedern, um sie auf fantasievolle aber grausame Weise zu töten ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch, Englisch (Mono DD)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Fotogalerie, Original-Trailer, Werbematerial, Wendecover

DVD und Blu-ray | Das Grab der blutigen Mumie

DVD
Das Grab der blutigen Mumie Das Grab der blutigen Mumie
DVD Start:
18.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Grab der blutigen Mumie

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Ach, Seele, wohin wanderst Du? - „Das Grab der blutigen Mumie“ ist eine Produktion der berühmten englischen Hammer Studios und hieß im Original „Blood from the mummys tomb“. Wer jetzt die Hammerproduktionen kennt, und wer tut das nicht unter Horrorfans, schließlich waren sie die Bereiter der Moderne im Horrorfilm und lieferten viele Klassiker, der weiß jetzt schon ungefähr, was ihn erwartet. Denn ein Grund für den Untergang des Studios war ironischerweise die Massenproduktion, die zwangsläufig zu einer großen Standardisierung führte und somit im Laufe der Jahre wenig an Überraschungen bot. Höchstens variierten sie im Detail und in den vielen, vielen Dracula-Filmen bestand die kreativste Aufgabe zunehmend oft nur darin, wie man den Grafen nun wieder zum untoten Leben erwecken kann. „Das Grab der Blutigen Mumie“ ist aber doch recht ungewöhnlich und geht einige neue Wege. Zum einen verlässt die Produktion zum Teil die damals viel zu sehr ausgetretenen Wege des Gothic Horrors und sucht neue Routen. So findet man hier keine wandelnden Mullbinden, die staksig auf einen Rachefeldzug gegen adlige Ägyptologen vorgehen (wie etwa noch Christopher Lee in „Die Rache der Pharaonen“). Das ist zwar auch immer nett zu sehen, gibt aber inhaltlich nicht immer viel her. Und so sucht man Mumien hier auch vergebens und stattdessen geht es um eine Seelenwanderung, also eher um eine Form der Besessenheit. Das Böse ist in diesem Film also wenig greifbar. Wie will man schließlich etwas physisch bekämpfen, was keinen Körper hat? Gothic Horror kommt so nicht vor und nur manchmal bedürfen die Filmemacher einiger Bilder davon. Was prompt nicht klappt, denn wie soll in der Wüste Nebel entstehen? Nun ist die reine parapsychologische Ebene für eine Hammerproduktion schon ungewöhnlich genug. Das dürfte nicht jedem gefallen, vor allem, weil einmal zu oft das Tempo aus dem Film herausgenommen wird. Aber die Verfilmung einer Kurzgeschichte von niemand geringeren als Bram Stoker („Dracula“) kann mit einer starken Hauptdarstellerin aufwarten. Nicht nur ist Valerie Leon sehr attraktiv, sondern sie kann auch gut spielen. Ein kleines Wunder, warum sie heute nicht mehr bekannt ist. Die meisten Filme die Besessenheit beinhalten leiden unter einem Over-Acting der Darsteller, die mit dem Holzhammer klar machen wollen, dass nun die zweite Seele in der Brust schlägt. Leon tut das nicht und schafft so einen wesentlichen Grundstein für die Spannung des Filmes, denn man kann sich nie sicher sein, ob nun die Böse oder die Gute vorherrscht und harrt der Überraschungen. Und das ist sehr gut. Der Raum für Zweifel ist das stärkste Pfand des Filmes. Leider wird das Potential nicht richtig genutzt. Das liegt zum einen an der teilweise nicht-linearen Erzählung, die stellenweise unnötig das Tempo herausnimmt, und zum anderen trägt der Film manchmal etwas zu dick auf. Nicht nur der parapsychologische Inhalt ist Humbug, sondern der Regisseur hatte auch nicht die Musik im Griff, die viel zu übertrieben ist, um Spannung schüren zu können. Was die mangelnde Atmosphäre wett macht, sind die ungewöhnlichen Aspekte wie etwa das Schicksal des Helden. Da verweigert man sich durchaus den Genrekonventionen. Keine Glanzproduktion, aber durchaus mehrere Blicke wert.

Der Ton und das Bild sind gut. Die Extras sind nicht sonderlich gelungen. Geboten wird neben der obligatorischen Trailershow noch der Originaltrailer, eine Fotogalerie und ein Werbeflyer, den man auf dem Bildschirm lesen kann (sofern man gute Augen hat).

Wer wandelnde Mullbinden erwartet, wird enttäuscht sein, stattdessen ist die Bedrohung weit weniger greifbar. Mangelnde Atmosphäre und Übertreibungen werden durch ungewöhnliche, Genrekonventionen verweigernde Wege wett gemacht, sowie einer überzeugenden Hauptdarstellerin.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment