Das Gold von Sam Cooper - DVD

DVD Start: 25.03.2011
FSK: ab 12 - Laufzeit: 101 min

Das Gold von Sam Cooper DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD zum Film

Inhalt

Nach vielen Jahren harter Arbeit hat Sam Cooper endlich in seiner Miene Gold gefunden. Da er alleine den Schatz nicht heben kann, heuert er drei Männer an: Manolo, sein Ziehsohn und der Einzige, dem Cooper vertraut, "der Blonde", eine zwielichtige Gestalt, die Manolo nicht aus den Augen lässt, und Mason, ein alter Rivale Coopers, sollen ihm helfen. Doch Neid, Gier und Missgunst breiten sich unter den Vieren aus und schnell werden aus den Partnern Feinde bis zum Tod. (1 DVD)

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Exklusiv produziertes Featurette „Der Schatz der Sierra Hija“ mit Darsteller George Hilton und Regisseur Giorgio Capitani (ca. 34 Minuten)
- Exklusiv produziertes Featurette „Das Gold von Bruschini“ mit Filmhistoriker Antonio Bruschini (ca. 12 Minuten)
- Booklet
- Deutscher Kinotrailer
- Englischer Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Das Gold von Sam Cooper

DVD
Das Gold von Sam Cooper Das Gold von Sam Cooper
DVD Start:
25.03.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Gold von Sam Cooper

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 6/10


Während John Hustons Westernklassiker mit Humphrey Bogart, Der Schatz der Sierra Madre zu den wichtigsten Filmen des Genres gezählt wird, ist der italienische Epigone Das Gold von Sam Cooper ein eher unbekannter Western. Das liegt vor allem daran, dass es weltweit (!) keine DVD-Veröffentlichung gibt. Nun hat Koch Media Abhilfe geschaffen und einmal mehr ein Herz für schöne Westernveröffentlichungen bewiesen.

Die Geschichte gestaltet sich so simpel wie effektiv: Sam Cooper hat nach Jahren der Suche endlich und im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube entdeckt. Der Abbau des Goldstaubes bedeutet allerdings viel Arbeit, Cooper benötigt Hilfe. Er heuert seinen Freund Manolo an, doch der holt auch noch den zwielichtigen „Blonden“ ins Unternehmen – Cooper ist skeptisch und engagiert einen alten Bekannten. Aus zwei Arbeitern werden somit derer Vier; was freilich die Situation verkompliziert, Argwohn und Unsicherheit potenziert, denn kein Goldgräber traut dem anderen.

Ein interessanter Aspekt ist die ständige Bewegung, in der sich die Protagonisten befinden. Zu Beginn wird der einsame Sam Cooper minutenlang und wortlos in Szene gesetzt, es wird das Gefühl vermittelt, dass er allein ist und Hilfe benötigt. Auch nachdem sich das Quartett zusammengefunden hat steht die Fortbewegung im Mittelpunkt, die Anreise zur Mine dauert eine ganze Weile, die eigentlichen Ausgrabungen werden recht zügig abgehandelt, der Weg zurück nimmt dann wieder einige Zeit in Anspruch. Regisseur Giorgio Capitani schafft es so, die Eigendynamik der Gruppe zu betonen, den fortlaufenden Prozess, in dem sich das Gespann befindet und den keiner allein in die gewünschte Richtung zu lenken vermag, weil schlicht eine feste Situation fehlt, auf Pläne aufgebaut werden können.

Allerdings muss man bemängeln, dass die Figurenzeichnung zu kurz kommt. Allen vier Protagonisten gemein ist ihr Misstrauen gegenüber den anderen, jeder begehrt das Gold. Doch psychologisch dichte Spannung weiß Das Gold von Sam Cooper nicht zu erzeugen. Die Figuren tun, was man von ihnen erwartet, verhalten sich wie archetypische Drehbuchgeschöpfe. Damit büßt der Film seine vermeintlich größte Stärke, die Wechselwirkung zwischen den Figuren, ein. Etwas aufgefangen wird dieser Malus durch die Darsteller. Insbesondere Klaus Kinski, der hier spielt wie ein verschmitzter, böser kleiner Junge, überzeugt mal wieder durch seine Präsenz, während Van Heflin, George Hilton und Gilbert Roland durchaus auch zu gefallen wissen.

Insgesamt ist Das Gold von Sam Cooper trotz etwas Zynismus zu konventionell und zahm geworden, insbesondere das Finale stützt diesen Eindruck. Nicht unerwähnt bleiben darf jedoch der sehr schöne Score, die passende Kameraarbeit und die Montage. Fans der Darsteller und des Subgenres der Italowestern dürfen auf die grundsolide Bewertung gerne noch einen Punkt draufschlagen.

Dies ist vor allem auch in Betracht zu ziehen, wenn man die wie immer sehr schöne Aufmachung der DVD von Koch Media zur Kenntnis nimmt. Nicht nur, dass das Artwork stimmungsvoll und die Verpackung im Pappschuber gelungen ist, auch die FSK-Kennzeichnung lässt sich restlos entfernen. Eine wahre Fundgrube für Genrefans bieten die eigens und exklusiv angefertigten Extras. Auf der DVD sind zwei Featurettes enthalten, die für jeden Interessierten einiges zu bieten haben und mit insgesamt knapp über 45 Minuten genau die richtige Länge aufweisen. Auch das 12-seitige Booklet gefällt.


by Tom Schünemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment