Das Glück der großen Dinge - DVD

DVD Start: 21.11.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 95 min

Das Glück der großen Dinge DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Rock-Ikone Susanna (Julianne Moore) und der herb-charmante Kunsthändler Beale (Steve Coogan) waren einst ein glückliches New Yorker Ehepaar. Doch Susannas Ruhm ist verblasst und der Reiz ihrer Beziehung auch. Die beiden lassen sich scheiden. Der Schatten dieser Trennung fällt auf ihre zauberhafte sechsjährige Tochter Maisie, um die ein heftiger Streit entsteht. Maisies Leben gerät aus den Fugen. Während Beale eine Beziehung mit dem Kindermädchen Margo (Joanna Vanderham) beginnt, heiratet Susanna den Barkeeper Lincoln (Alexander Skarsgård). Zwischen der ehrlichen Liebe für ihre Tochter, neuen Partnern und aufreibenden Jobs drohen ihre Eltern an der Situation zu scheitern. Maisie muss ihren eigenen Weg durch eine neue Welt finden, in der sie plötzlich an so vielen Orten zu Hause sein soll. Zwischen kleinen Wünschen, großen Ängsten und der Sehnsucht nach Liebe muss jeder für sich begreifen, was es wirklich bedeutet, füreinander da zu sein.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment / Pandastorm Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Geschnittene Szenen; Trailer; Wendecover

DVD und Blu-ray | Das Glück der großen Dinge

DVD
Das Glück der großen Dinge Das Glück der großen Dinge
DVD Start:
21.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Das Glück der großen Dinge Das Glück der großen Dinge
Blu-ray Start:
21.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Das Glück der großen Dinge

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Im Jahr 1897 schrieb der amerikanische Schriftsteller Henry James (1843-1916) den Roman „What Maisie Knew“. Die damals neue Idee des gemeinsamen Sorgerechts nach einer Scheidung stand für ihn im Mittelpunkt der Geschichte. Da dies aber in der heutigen Zeit gängig ist, modernisierten die Drehbuchschreiber den Stoff für den Film „Das Glück der großen Dinge“ (Originaltitel: „What Maisie Knew“, US , 2012).

Maisie (Onata Aprile) ist sechs Jahre alt und wird Zeuge, wie die Ehe ihrer Eltern auseinander bricht. Die Rock-Ikone Susanna (Julianne Moore) und der Kunsthändler Beale (Steve Coogan) verbringen ihre Tage nur noch mit streiten und beschließen daher, sich scheiden zu lassen. Dabei entbrennt ein Sorgerechtsstreit um die kleine Maisie, die seitdem an mehreren Orten zu Hause ist. Ihr Vater beginnt alsbald eine Beziehung zu Maisies Kindermädchen Margo (Joanna Vanderham) und Susanna heiratet den Barkeeper Lincoln (Alexander Skarsgård). Zudem rückt die jeweilige Arbeit der Elternteile wieder in den Vordergrund, sodass sie ihre Tochter Maisie immer mehr vernachlässigen und die Kleine öfters auf die Hilfe und Zuneigung Dritter angewiesen ist.

Die Produzenten, welche sich bereits für „The Kids are all right“ (2010) verantwortlich zeigten, bringen mit dem Film „Das Glück der großen Dinge“ wieder eine etwas andere Familiengeschichte auf die Leinwand. Regie übernahm das Regisseurduo David Siegel und Scott McGehee (Debüt mit „Suture“ (1994)). Die Drehbuchautoren Carroll Cartwright und Nancy Doyne verwandelten die Geschichte in eine zeitgenössische Story. Sie verlagerten den Schwerpunkt des Romans weg von der gemeinsamen Sorgrechtsproblematik hin zum Aufbau moderner Familien und die Bedeutung von Familie in der heutigen Zeit. Die Kritik, die sie dabei anbringen, ist nicht neu. So bietet auch die Entwicklung der Figuren und der Geschichte selbst keine überraschenden Wendungen oder Neuerungen. Doch interessant ist die gewählte Sichtweise: Wie auch im Roman sehen wir die Welt aus Maisies Augen. Um diesen Eindruck zu verstärken, bleibt die Kamera oft auf ihrer Höhe und ständig in ihrer Nähe. Ohne dass Maisies selbst jemals anklagend wird, werden so die Fehler und Schwächen der Eltern aufgedeckt. Die Geschichte wird dabei mit viel Realismus und wenig Sentimentalität erzählt. Sie zeigt zutreffend auf der einen Seite, wie egozentrisch sich Erwachsene verhalten können, wenn es in ihrem Leben zu einem radikalen Bruch kommt. Aber auf der anderen Seite fängt der Film ebenso authentisch die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit fremder Menschen ein. Die Suche des kleinen Mädchens nach einem richtigen Zuhause wird sehr einfühlsam geschildert, so dass man als Zuschauer getrost auch über manche Längen hinwegsehen kann.
Die sechsjährige Schauspielerin Onata Aprile ist die perfekte Verkörperung der Maisie. In ihrem Gesicht spiegeln sich alle ungesagten Emotionen überzeugend wider. Sie strahlt dabei eine Zerbrechlichkeit aus, die ihre häufige Einsamkeit noch ergreifender macht. Unterstützt wird sie durch ein hervorragendes Ensemble erwachsener Darsteller. Julianne Moore als überforderte Rocker-Mutti und Steve Coogan als überheblicher Kunsthändler sind das perfekte (im negativen Sinne gesehene) Abbild einer heutigen New Yorker Hipster-Ehe. Alexander Skarsgård und Joanna Vanderham glänzen dagegen mit ihren sehr einfühlsamen und sanften Rollen.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist erwartungsgemäß gut. Das Bonusmaterial setzt sich aus neun Trailern und einigen Deleted Scenes zusammen. Außerdem enthält es ein Musikvideo, das Julianne Moore mit der Band The Kills zeigt, mit welcher sie eigens für den Film extra Songs aufgenommen hat. Es ist schade, dass die Extras zum Film dabei nur sieben Minuten lang sind.

Fazit: „Das Glück der großen Dinge“ ist ein warmherziger und realistischer Film, der es schafft, die Perspektive des sechsjährigen Mädchens gut einzufangen. Trotz mancher Länge schafft es der Film, das Publikum an die Geschichte, die von gut ausgewählten Darstellern getragen wird, zu binden und Mitgefühl für das Schicksal Maisies zu erzeugen.

by Doreen Matthei
Bilder © Studiocanal Home Entertainment / Pandastorm Pictures