Das Fischkind - DVD

DVD Start: 30.03.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

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Inhalt

Lala, ein Mädchen aus dem reichen Vorortviertel von Buenos Aires, hat eine Liebesbeziehung zu Guayi, dem 20 Jahre alten Hausmädchen der Familie. Sie träumen davon, zusammen nach Paraguay abzuhauen, in Guayis Heimat am Ufer des Ypoá-Sees. Der Mord an Lalas Vater kommt ihnen dazwischen.

Eine Flucht beginnt, über den Highway, der den Norden von Buenos Aires mit Paraguay verbindet. Während Guayi in einem Kinderheim festgehalten wird, wartet Lala in Ypoá auf ihre Freundin. Gerüchte sind dort über sie im Umlauf, von einer Schwangerschaft und der Legende eines Fischkindes, das die Ertrunkenen zum Grund des Sees führt. Ein Verbrechen kommt ans Tageslicht, das Guayi seit langem geheim hielt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Salzgeber & Co Medien GmbH
Tonformate:
Spanisch (Dolby 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9
Bonusmaterial:
Originaltrailer

Video on demand - Das Fischkind

DVD und Blu-ray | Das Fischkind

DVD
Das Fischkind Das Fischkind
DVD Start:
30.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Fischkind

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 3/10
Ton: | 4/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Ein ersoffenes Drama
Es hätte so schön sein können. Das Cover schien ein stimmungsvolles Drama zu versprechen. Das Konfliktpotential einer lesbischen Beziehung in einem katholischen südamerikanischen Land, in diesem Fall Argentinien, hätte wohl schon für genug Diskussionsstoff gesorgt. Zusätzlich wird eine Dreiecksbeziehung eingeführt und eine soziale Ebene. In das hübsche aus Paraguay stammende Hausmädchen Ailin verliebt sich nicht nur die Tochter des sozial angesehenen Hauses, sondern auch deren Vater, ein bekannter Richter, beginnt eine Affäre mit dem Hausmädchen. Was hätte das alles ergeben können an Konfliktstoff, Erotik und Tränen. Doch leider wird da nichts daraus.

Völlig überflüssigerweise entscheidet sich die Regisseurin Lucia Puenzo für eine nicht chronologische Erzählweise, die sie nach der Hälfte des Filmes übrigens wieder aufgibt. Am Anfang ist das eine gute Idee. Die Tochter, Lala, macht sich mit dem Bus auf den Weg nach Paraguay und erinnert sich während der Fahrt an die Ereignisse, die sie dazu brachten, diesen Schritt einzuschlagen. Nur wird während dieser Erzählweise enorm viel Spannung verschenkt, da man als Zuschauer Schwierigkeiten hat, die Handlungsstränge einzuordnen. Es ist somit nicht unbedingt nachvollziehbar, was wozu führte. Nach einer gefühlten halben Stunde ist der Film eigentlich vorbei und es plätschert nur vor sich hin. Da die eventuell dramatisch entstehende Liaison der jungen Frauen nicht geschildert wurde, ist auch der spätere Kampf um die Liebe nicht besonders bewegend. Es wird dem Zuschauer schlichtweg egal. Die später aufgemotzte Krimihandlung soll wohl wieder den Zuschauer aufrütteln, ist aber zu aufgesetzt und viel zu viel vom Zufall bestimmt. Zudem ist der Schluss sehr unlogisch. Lala und Ailin machen sich im Bus auf den Weg nach Paraguay, obwohl sie von der Polizei gejagt werden. Glauben sie wirklich so über die Grenze zu kommen? So naiv wie sich die Protagonisten geben, wahrscheinlich schon. Ines Efron als Lala schreitet mit großen Augen völlig naiv und somnambul durch den Film und geht einem nur noch auf die Nerven. Der einzige schauspielerische Lichtblick ist Mariela Vitale als Ailin.

Das einzig wirklich gute an dem Film ist die stellenweise schöne Symbolsprache. Wie sich die beiden Mädchen auf einer Landkarte liegend küssen, ist ein schönes Symbol für eine grenzüberschreitende Liebe.

Als Extras gibt es nur den Originaltrailer. Das Bild der DVD ist ganz gut, aber nicht überragend, der Ton hat nichts zu tun. Auch hier nur sehr viel verschenktes Potential.

Langweilig. Eine schöne Symbolsprache und eine gute Darstellerin können die Fehler nicht wettmachen. Ein Drama, das einen kalt lässt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Salzgeber & Co Medien GmbH




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