Das Ende ist erst der Anfang - DVD

DVD Start: 21.09.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 93 min

Das Ende ist erst der Anfang DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Als Kopfgeldjäger reisen Coschise und Gilou durch endlose, windumtoste Landschaften. Auf ihrer Suche nach einem gestohlenen Handy, das sensible Informationen enthält, kreuzen sich ihre Wege mit denen von Esther und Willy. Ein Paar, das nicht nur verliebt ist, sondern auch auf der Flucht. Ist der Ort, in dem Cochise und Gilou landen, das Ende der Welt? Diese gottverlassene kleine Stadt, in der jeder so scheint, als wäre er nur aus Versehen angespühlt worden? Werden sie hier das Beste im Menschen entdecken? Sie scheinen dort draußen die letzten Menschen zu sein. Aber unterscheiden sie sich wirklich so sehr von den ersten?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo / NFP
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Das Ende ist erst der Anfang

DVD
Das Ende ist erst der Anfang Das Ende ist erst der Anfang
DVD Start:
21.09.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Ende ist erst der Anfang

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Belgische Kopfgeldjäger
Wenn der Film „Das Ende ist erst der Anfang“ beworben wird mit Begriffen wie „Western“ und „Tarantino-Style“ so ist man doch etwas verwundert, da man diese Aspekte nicht gerade mit einem belgischen Kinofilm assoziiert. Und doch haben sie ihre Berechtigung. Ein Western ist der Film insofern, da zwei Gangster den Auftrag erhalten ein gestohlenes Handy wiederzubeschaffen. Sie sind also eine Art Kopfgeldjäger die sich auf dem flachen Land der belgischen Provinz fortbewegen, um die Diebe, ein geistig leicht behindertes Liebespaar, aufzufinden. Dabei werden sie aber auch mit sich selber konfrontiert und der „Tarantino-Style“ bezieht sich weniger auf Gewaltausbrüche, denn vielmehr auf die gelungenen Dialoge die schön trocken sind und doch nie einer gewissen Doppelbödigkeit und eines Humors entbehren.

Cochise (Albert Dupontel)
Cochise (Albert Dupontel) © EuroVideo
Dazu gibt es einige schräge Figuren. Etwa einen Landstreicher der sich Jesus nennt und offen lässt, ob er wirklich der Sohn Gottes ist und was will das Liebesprächen eigentlich? Und was ist einem von den Kopfgeldjägern los, der offenbar gesundheitliche Probleme hat. Nicht zuletzt fragt man sich, was an dem Handy so wichtig sein soll. Es kommt alles recht karg daher. Die Landschaften, die Dialoge und die Menschen. Alles und jeder wirkt schroff und abweisend. Doch langsam zeigen auch die härtesten hier einmal Gefühle und zunehmend bröckeln die Fassaden aller Beteiligten. Verzweiflung trifft auf Hoffnung, Gewalt auf Glauben, Zynismus auf Liebe und keiner geht unverändert davon. Der belgische Regisseur Bouli Lanners hat sogar selber eine der Hauptrollen übernommen und überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen und kann ein grandioses Schauspielerensemble aufbieten. Nicht nur Bouli Lanners selbst und sein Filmgefährte Albert Dupontel können überzeugen, sondern auch Aurore Broutin und David Murgia welche die Behinderungen ihrer Charaktere nicht übertrieben darstellen, sondern anfangs den Zuschauer nur etwas irritieren. Vor allem aber sind es Michael Lonsdale und der wie immer grandiose Max von Sydow die mit ihren gelebten Gesichtern und ihrer Erfahrung dem Film auch in ihren kurzen Szenen einen Stempel aufdrücken können. Alles zusammen kann einen harmonischen Eindruck erwecken auch ohne das man sich auf Genrevorläufer stützen muss. Vielmehr kann sich der Film von ihnen lösen und fällt zwischen allen Lücken durch. So ist er ein Krimi, ein Thriller, ein Drama, eine Liebesgeschichte und eine schwarze Komödie. Das brachte ihm mehrere Preise und viel Kritikerlob, dürfte sich aber dann schwertun, sein Publikum zu finden, da er sich allen Kategorisierungen entzieht. Doch vor allem ist er ein Plädoyer für die Mitmenschlichkeit und trotz aller vermeintlichen Tristesse voller Hoffnung und Mitgefühl was der Bildsprache deutlich widerspricht. Insofern ist er sehr eindringlich und beeindruckend.

Esther (Aurore Broutin)
Esther (Aurore Broutin) © EuroVideo
Was man von den Extras leider nicht behaupten kann, da es nur den Kinotrailer und Teaser gibt, aber ansonsten nichts Weiteres über den Film und seine Entstehung berichtet wird. Aber das Bild als auch der Ton haben keine Mängel und können überzeugen.


Fazit:
Auf den ersten Blick ein sehr spröder Film deren Figuren aber einem immer näher kommen und trotz der Tristesse von einem tiefen Mitgefühl durchzogen ist und jedem Melancholiker einen Hoffnungsschimmer geben wird. Schön.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo / NFP