Das Ende der Götter - DVD

DVD Start: 18.03.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 108 min

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Inhalt

Kaiser Tiberius schickt seinen Späher Taurus nach Palästina, um den Leichnam eines Mannes zu finden, der von den Toten auferstanden sein soll.

Dies darf nicht wahr sein, denn dann wäre er Gott, und Roms Weltmacht mit all seinen Göttern dem Untergang geweiht. Taurus glaubt nicht daran und steht doch vor einem Rätsel. Seine Untersuchungen führen zum gleichen Ergebnis: Der Leichnam ist verschwunden!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Originaltrailer, Bildergalerie

Video on demand - Das Ende der Götter

DVD und Blu-ray | Das Ende der Götter

DVD
Das Ende der Götter Das Ende der Götter
DVD Start:
18.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Das Ende der Götter

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 6/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Action um Jesus
Dolph Lundgren in einem Bibelfilm? Klingt nach einem enormen Gegensatz, ist Lundgren doch nach einem kurzzeitigen Karrierehoch in den Achtzigern ziemlich schnell in den Sumpf der C-Filme abgerutscht. Hier spielt er einen Germanen, der als Sklave den Hauptcharakter dabei unterstützt, den Leichnam Jesu zu finden, oder einen Beweis für die Auferstehung zu bringen.

Anhand der Handlung ergibt sich eine interessante und kurzweilige Mischung aus Action, Krimi und Bibelfilm. Und es funktioniert. Die Genreteile fügen sich glaubhaft ineinander, wobei eines das andere bedingt. Die Suche ist das Krimielement, da es um Jesus geht, ist der Bibelanteil wie selbstverständlich vorhanden und da viele Parteien versuchen, die Suche zu verhindern kommt es auch zu einem relativ hohen Actionanteil. Gerade letzterer Aspekt macht deutlich, wie politisch gefährlich die Botschaft Jesu war (und in manchen Teil noch ist). Die Darsteller sind gut. Neben Stars wie den immer gern gesehenen Max von Sydow als Kaiser Tiberius und F. Murray Abraham, liefert Dolph Lundgren eine solide Leistung. Als Newcomer im weiteren Sinne wissen Monica Cruz (Penelopes Schwester) und in der Hauptrolle Daniele Lotti zu überzeugen. Nur der Darsteller des Caligula übertreibt maßlos und macht schon zu Anfang deutlich, dass der spätere Kaiser verrückt war (aber auch voller schwarzem Humor, schließlich ernannte er sogar ein Pferd zum Senator). Vor allem punktet der Film durch tolle Bilder. Vor allem die Landschaftsaufnahmen rauben einem den Atem. Das eher niedrige Budget (vor allem Im Vergleich zu Hollywoodproduktionen) dieser italienisch-spanischen Produktion ist nur an einigen wenigen Stellen zu bemerken, so bei der Schlacht zwischen Germanen und Römern. Ansonsten ist die Leistung der Ausstattungsabteilung enorm. Der Zuschauer nimmt direkt am Leben in Jerusalem teil. Bravo.

Leider ist die Musik von Andrea Morricone stellenweise viel zu pathetisch und lässt manche Szenen gerade gegen Ende in den Kitsch abgleiten. Die anfangs zärtlich behutsame Liebesgeschichte wird so übertrieben und die religiösen Anteile viel zu verkitscht. Gehässig formuliert ist den Machern da wohl der Katholizismus durchgegangen. Ansonsten eine sehr gelungene Überraschung und gerade zu Ostern der perfekte Film.

Das Bild ist hervorragend und scharf und vermittelt den Eindruck dass man jedes Sandkorn der Wüste zählen kann. Auch am Ton gibt es nichts auszusetzen, hat aber relativ wenig zu tun, außer manche Szenen mit Musik zuzukleistern, die wie Zuckerwatte an den Zähnen klebt.

Als Extras gibt es ein Making Of, das eigentlich Behind the Scenes heißen müsste. Es werden manche Dreharbeitsmomente gezeigt mit Interviewschnipseln und vielen Filmausschnitten. Was so eigentlich nicht ganz Sinn der Sache der ist. Zusätzlich gibt es Trailer und eine Bildergalerie. Eine üppigere Ausstattung hätte man sich zu dem historischen Hintergrund schon gewünscht.

Eine Überraschung. Ein gelungener Genremix aus Bibelfilm, Krimi und Action, der aber leider stellenweise stark in den Kitsch abrutscht.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite