Das Bildnis des Dorian Gray - DVD

DVD Start: 30.08.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 108 min

Das Bildnis des Dorian Gray DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der ebenso gut aussehende wie unerfahrene Dorian Gray (Ben Barnes) kommt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in London an. Dort steht er dem Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) Modell, der Dorians beeindruckende Schönheit und Jugendlichkeit in einem Portrait dauerhaft festhalten will. Unter den Fittichen des charismatischen Lord Henry Wotton (Colin Firth) findet Dorian schnell Gefallen an den hedonistischen Freuden der gehobenen Großstadt-Gesellschaft und lernt, dass sein Aussehen ihm alle Türen öffnet. So wundert es nicht, dass, kaum ist das Bild enthüllt, Dorian ein gedankenloses Versprechen äußert: Seine Seele würde er dafür geben, dass nicht er, sondern das Gemälde altert!

Dorians Wunsch wird Wirklichkeit: Während er sich ohne jegliche äußerer Konsequenzen hemmungslosem Vergnügen und verbotenen Begierden hingibt, wird sein gemaltes Abbild mit jeder begangenen Sünde hässlicher und grauenerregender. Um sein dunkles Geheimnis zu bewahren, geht Dorian bis zum Äußersten. Jahre später quälen ihn die Geister der Vergangenheit mehr denn je. Als er sich in die junge Emily (Rebecca Hall) verliebt, schöpft er wieder Hoffnung auf Erlösung ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (5.1 DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Entfallene Szenen
- Hinter den Kulissen
- Interviews mit Darstellern & Crew
- Outtakes vom Dreh
- 4 Featurettes

DVD und Blu-ray | Das Bildnis des Dorian Gray

DVD
Das Bildnis des Dorian Gray Das Bildnis des Dorian Gray
DVD Start:
30.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Das Bildnis des Dorian Gray Das Bildnis des Dorian Gray
Blu-ray Start:
30.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

DVD Kritik - Das Bildnis des Dorian Gray

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 5/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Ein Erwachsenenmärchen zum Gruseln, mit Highs und Lows, aber zunächst erst einmal zur Kurzstory des Films.
Der attraktive, schüchterne Dorian Gray (Ben Barnes) kommt nach London um das Haus seines Onkels zu erben. Dort trifft er sofort auf den Maler Basil Hallward (Ben Chaplin), der ihn wegen seiner Schönheit und seinem Anmut malt. Als Basil, Dorian mit auf ein Fest nimmt, um ihn in die Reihen der Gesellschaft einzuführen, lernt er dort Lord Henry Wotton (Colin Firth) kennen. Lord Henry Wotton ist sehr unzufrieden mit seinem Leben und überträgt seine Wünsche auf Dorian. Dieser verbringt von nun an sehr viel Zeit mit Lord Wotton. Während er nun von Basil gemalt wird, leistet ihm auch Lord Wotton Gesellschaft. Auf Henrys Provokation hin, ob er für seine Schönheit, seine Seele geben würde und statt ihm, dass Bild altern sollte, antwortet Dorian promt mit einem Ja. Von nun altert nicht mehr Dorian sondern das Bild. Er merkt schnell, dass er sich durch seine Schönheit viel mehr erlauben kann und kostet sein Leben, ohne auf Verluste zu achten, aus. Viele Jahre später, wo er hätte bereits älter sein müssen als seine vergangenen Freunde, plagen ihn seine Gewissensbisse immer mehr und er verliebt sich in die Tochter von Lord Wotton, die Geschichte nimmt seinen Lauf!

Ich war auf diesen Film besonders gespannt, schon weil es sich dabei um eine Roman-Adaption von Oscar Wild handelt.
Nun wollte ich auch hier sehen, wie der Charakter des Dorian Gray angelegt ist, den ich das Letzte mal im mittelmäßigen Film „Liga der außergewöhnlichen Gentleman“ sah. Dort wurde der Dorian recht gut von Stuart Townsend dargestellt.

Nun ich muss sagen, der Film hat mich weder enttäuscht, noch hat er mich besonders umgehauen. Er war in seiner Gesamtheit in Ordnung. Der Schauspieler Ben Barnes fehlte, wenn auch rein äußerlich eine gute Wahl, am Ende die nötige Tiefe oder gar die schauspielerischen Fähigkeiten, um der Rolle ein breiteres Spektrum zu geben.
Stuart Townsends Dorian hatte in seinen kurzen Szenen in die „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ mehr Arroganz, Verachtung, Gleichgültigkeit und mehr Verruchtheit in seiner Mimik als Ben Barnes in seinem gesamten Erstreben. Ben wirkte meistens wie die Unschuld vom Land und ab dem Zeitpunkt des Loslassens war er doch mehr mit Zeitlupen „Liebesszenen“ beschäftigt als mit dem Schauspiel. Diese „Sexszenen“ dienten auch mehr als Lückenfüller und langweilten nach dem 2. mal des Zeitlupen-Aktes! Ich dachte, ich würde mehr über diesen besonderen jungen Mann erfahren, außer dass er den Prostituierten und den Drogen nicht abgeneigt war. Ansonsten war es ein einfacher, düsterer Film, deren Geräusche mich am Ende stark an die Zahnfee aus „Darkness Falls“ erinnerte.

Ben Chaplin (Mein Freund der Wasserdrache) mimte hier den homosexuellen Maler Basil. Und das auch relativ authentisch, auch wenn er nicht oft das Vergnügen des Sprechens hatte, sondern oft nur bedeutungsschwanger gucken dürfte. Sein Schauspiel hat mir an sich gut gefallen. Dann freuten wir uns mal wieder über einen Auftritt von Colin Firth („A Single Man“), der hier den bösen Lord Henry Wotton darstellen sollte, was er auch überzeugend tat. Auf der einen Seite stellte er sich besonders böse dar, auf der anderen aber auch, wie unzufrieden er mit sich und seinem eigenen Leben war. Für mich die perfekte Besetzung. Worauf ich mich aber besonders freute war Rachel Hurd-Wood, die hier die liebliche Sybil Vane darstellte, die sich in Dorian Gray verliebte und später dann auch verletzt wurde und das auch hier mit voller Wirksamkeit.
Nun zur Kulisse... London im 19. Jahrhundert, hatte einen riesigen Touch der Jack the Ripper Ära und das hat mich besonders gefreut. Es war dunkel, mysteriös und man spürte teilweise die Kälte, die es umgab. Ein besseres Bühnenbild hätte sich der Regisseur Oliver Parker („Othello“) nicht aussuchen können. Zum Ton, der war mir viel zu leise ausgesteuert und zum Bild gibt es nichts zu meckern. Die Extras mit den entfallen Szenen, Outtakes, Interviews, Featurettes usw. lassen keine Wünsche offen, wenn man etwas mehr erfahren möchte.

Mein Fazit, eine durchschnittliche Romanverfilmung, die man sich durchaus einmal anschauen kann aber nicht muss!
Für Fans der Figur des Dorian Gray oder des düsteren Londons eventuell Pflichtprogramm?!

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by Marc Engel
Bilder © Concorde Home Entertainment