Dark was the Night - DVD

DVD Start: 07.04.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

Dark was the Night DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Maiden Woods ist ein kleines verschlafenes Städtchen, in dem kaum etwas passiert. Schon gar nicht im Winter. Es ist eher unscheinbar, genau wie seine Einwohner. Sheriff Paul Shields (Kevin Durand) und seinen neuen, frisch aus New York eingetroffenen Stellvertreter Donny Saunders (Lukas Haas) beschäftigen daher auch eher private Dinge: Sheriff Shields kämpft mit Schuldgefühlen, und sein Deputy versucht einen Neustart nach dem Tod seines Partners. Eines Morgens ist der Ort mit Hufspuren übersät, die der Größe nach zu einem Pferd passen – doch der Abstand stimmt nicht. Was auch immer die Spuren hinterließ, ging nur auf zwei Beinen.
Sollten die Geschichten über die Wälder von Maiden Woods doch wahr sein und bösartige Kreaturen dort hausen? Sicher ist, etwas Gewalttätiges scheint sich seinen Weg in die Stadt zu bahnen und der Sheriff muss sich nicht nur seinen eigenen Dämonen stellen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | Dark was the Night

DVD
Dark was the Night Dark was the Night
DVD Start:
07.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Dark was the Night Dark was the Night
Blu-ray Start:
07.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - Dark was the Night

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Wälder und Monster
Es ist schwierig dem Tierhorror bzw. dem Monsterfilm noch neue Aspekte abzugewinnen. Denn Tiere haben ihre natürlichen Limitierungen und Monster haben zu wenig Tiefe, um so dauerhaft faszinieren zu können wie etwa die Vampire. So hat sich das Genre schon oft totgelaufen und ist in den Klischees erstarrt, was sie meist im Trashbereich hindümpeln lassen. Dark was the Night Szenenbild„Dark was the Night“ hingegen gelingt es, sowohl die Klischees zu beinhalten als auch ihnen Tiefe und damit eine unerwartete Frische zu geben. Was ihn zu einem der besten Monsterfilme überhaupt macht. Vor allem gelingt das dadurch das die Klischees nicht als solche wirken, sondern als das benutzt werden, wofür sie zu Beginn immer gedacht sind: als Zutaten, als Merkmale die in der Kombination erst ein Genre bilden. So etwa findet man hier den traumatisierten Helden der vor allem durch die exzessive Nutzung in den 1980ern zum Klischee wurde und oberflächlichen Charakteren einen Anschein von Tiefe gab. Hier aber ist er ein zentraler Punkt. Denn der Sherriff hat seinen Sohn verloren und traut sich nicht mehr zu, irgendwen beschützen zu können. Diese Selbstzweifel müssen erst noch überwinden werden und es ist von Kevin Durand einfach hervorragend gespielt, da er in manchen Szenen die Trauer durch jede Pore zu schwitzen scheint und er vermag Liebe und Trauer gleichzeitig in seinen Blick zu legen. Aber nicht nur dieser Aspekt verleiht dem Film eine ungeahnte Tiefe, so dass er teilweise schon mehr Drama denn Horror ist. Was gerade bei den Monsterstreifen schon eine Seltenheit an sich ist. Aber hier wird auch deutlich, dass die Monster bestenfalls immer auch Symbole sind. Hier für die Selbstzweifel und Schuld des Helden, aber auch für andere Personen stehen sie für deren Ängste, wenngleich dafür die Nebencharaktere nicht ausgefeilt genug sind. Aber für den Farmer sind es Verlustängste, für den Jäger die Rache der Natur, für die Frauen die unterdrückten Triebe, etc. Insofern steht hier das Monster für die jeweiligen Ängste aller Personen aber auch für die Umweltzerstörung da diese wieder einmal erst den Gegenschlag der Natur auslöst. Was schon in den 1970ern mit dem Erwachen des ökologischen Bewusstseins erst das Aufleben des Tierhorrorfilms im eigentlichen Sinne ermöglichte. Aber abgesehen von diesem unerwarteten Subtext und der dramatischen Tiefe sind auch die Horrorelemente sehr gut gelungen. Man macht es hier genau richtig, indem das Monster erst im Finale gezeigt wird und vorher mit Anspielungen und dem Sound spielt und man nie mehr als einzelne Teile des Viehs zu sehen bekommt, was die Fantasie anregt und die Spannung stets erhöht. Oft treten die Monster zu früh auf und sehen dann lächerlich aus, wohingegen das hier wirklich gelungen ist und einige Zutaten verschiedener Spezies enthält und so als Sammelbegriff der Mythen Amerikas wie den Wendigo und Bigfoot sowie der vereinten Fauna vereint. Dark was the Night SzenenbildJedenfalls ist „Dark was the Night“ ein sehr stimmungsvoller Horrorfilm geworden der mehr Tiefe besitzt als ein Großteil der Filme des Genres.

Der Ton ist gut und gerade die Soundeffekte kommen immer wieder gut zur Geltung. Leider hat das Bild sehr monochromatische Farben und ist sehr grau und kalt und dunkel gehalten so dass er schon fast in schwarz-weiß hätte gedreht hätte werden können. Das geht leider zu Lasten der Konturen und ist damit von der Schärfe her eher durchschnittlich. Auch die Extras können nicht überzeugen, da abgesehen von dem Originaltrailer schlicht keine vorhanden sind. Eine Trailershow gibt es zu Beginn, aber die Titel sind nicht separat anwählbar.


Fazit:
Eine mehr als positive Überraschung. Für einen Monsterfilm besitzt er erstaunliche Tiefe, was dem guten Hauptdarsteller zuzuschreiben ist. Auch ansonsten vereint er das Beste des Subgenres in sich und ist atmosphärisch, symbolisch dicht und spannend.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo