Dark Touch - DVD

DVD Start: 19.08.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

Nachts irgendwo in der irischen Provinz: Die Möbel eines abgelegenen Hauses geraten wie von Geisterhand in Bewegung und attackieren die Bewohner. Vor den Augen der 11-jährigen Neve spielt sich ein grauenhaftes Blutbad an. Ihre Eltern werden regelrecht abgeschlachtet und auch ihr jüngerer Bruder Ciaran kann den Angriffen nicht entkommen.
Wenig später trifft die Polizei am Ort des Geschehens ein. Schnell sind Verdächtige gefunden. Neves bizarren Schilderungen glaubt niemand. Sie kommt in die Obhut eines befreundeten Paares. Doch dort wird alles nur noch schlimmer. Dunkle Mächte verfolgen Neve, die nur darauf warten, erneut zuzuschlagen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Maritim Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Dark Touch

DVD
Dark Touch Dark Touch
DVD Start:
19.08.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Dark Touch Dark Touch
Blu-ray Start:
19.08.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Dark Touch

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Horror der Erziehung
Vordergründig ist „Dark Touch“ ein typischer Spukfilm. Eine Familie wohnt seit kurzem in einem etwas ländlich gelegenen Haus und es gibt nächtliche Geräusche welche die neuen Bewohner beunruhigen und Gegenstände bewegen sich von selbst. Nur die pubertierende Heldin ahnt was vor sich geht, während die Eltern es ignorieren. So weit so typisch, doch man ist überrascht, dass es direkt in die Vollen geht und die Eltern der Heldin bald den Weg alles Irdischen gehen. Was man normalerweise erst in einem Finale findet, ist hier erst der Auftakt, denn das Grauen folgt der Heldin als sie in einer anderen Familie unterkommt. Man ahnt, dass es sich hier um eine Variation des Poltergeistthemas handeln könnte. Nicht der gleichnamigen Filmserie, sondern den realen Fällen.

Dark Touch Szenenbild Es gibt Untersuchungen zu realen Poltergeistphänomenen, die alle gemeinsam haben das sie personenbezogen sind. Erscheinungen und sich bewegende Gegenstände sind da oftmals unbewusst von Pubertierenden ausgelöste Phänomene. Diesen ist gemeinsam, das sie in einer starken Identitätskrise stecken. Doch dieses Thema wird hier mit einer sozialen Aussage verknüpft die essentiell ist und langsam und schleichend vorbereitet wird. Wenn die Heldin bei ihrem Bruder, einem Baby, blaue Flecken auf dem Körper entdeckt, so denkt man als Horrorfilmkenner natürlich an eine Auswirkung des Spuks. Dazu passt die harsche Reaktion der Eltern, die wohl ihre Tochter als Verursacher ansehen. Doch liegt es anders. Was es etwas schwer macht, hier näher darüber zu berichten, ohne dass man groß Spoiler rufen muss. Jedenfalls werden später im Film wie auch oft im wahren Leben die Opfer zu Tätern und es befremdet nicht nur wegen des Themas, sondern weil auch die Opfer im Finale irgendwie nicht die richtigen sind. Sie stehen zwar stellvertretend für eine Generation aber nicht für den Typus der hier kritisiert werden soll. Jedenfalls ist es mehr als symbolisch wenn am Ende eine Schule über den Kindern zusammenbricht, denn die Kinder werden durch die Erziehung, durch die Erwachsenen mehr misshandelt als deren persönliche Entfaltung unterstützt. Doch wie soll die aussehen? Erziehung ist notwendig, nur um den Weg wird seit Jahrhunderten gestritten. Es ist schade, dass der Film hier keine eindeutige Stellung bezieht und alle Erziehungsberechtigten mehr oder weniger über einen Kamm schert. Oder wollte man damit deutlich machen wie tief die Verletzungen der Heldin reichen, dass sie nicht mehr differenzieren kann? Doch zu den größten Stärken des Filmes gehört das sich neben den vordergründigen Horroreffekten ein schleichendes Unbehagen breit macht und man ahnt welches Thema allem eigentlich zu Grunde liegt, was etwa in der Hälfte des Filmes mal offen zur Sprache gebracht wird und den Verdacht des Zuschauers bestätigt. Hier muss sehr lobenswert die großartige Hauptdarstellerin Missy Keating erwähnt werden. Welche trotz ihrer jungen Jahre den Film mühelos schultert und die komplexen Emotionen gut rüberbringt und auch die doppelte Rolle als Opfer und Täter beeindruckend zu meistern weiß. Ein ungewöhnlicher Horrorfilm und damit ein gelungener.
Der Ton ist sehr gut und kann bei den passenden Stellen erheblich zu der Spannung beitragen, das Bild hingegen hätte bei einigen dunklen Szenen gerne noch etwas schärfer sein können. Als Extra gibt es leider nur den Kinotrailer.


Fazit:
Ein ungewöhnlicher Horrorfilm und damit ein guter da neben den vordergründigen Horrorelementen noch ein sozialer realer Horror eine große Rolle spielt und noch mehr zu verstören weiß.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Maritim Pictures