Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut) - DVD

DVD Start: 04.12.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 81 min

Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Welt wird von einem 140 Jährigen Kalten Krieg überdauert und in einen West- und Ost-Block gespalten. In der Mitte liegt J-Country, in dem beide Blöcke ihre Kämpfe austragen. Es fehlt nur noch ein Tropfen, damit das Fass endgültig zum Überlaufen kommt und ein Atomkrieg ausbricht. Der weibliche Cyborg Mylene Hoffman (Mayuko Iwasa) soll gemeinsam mit drei anderen Agenten für den Westblock arbeiten. Ihr Auftrag ist, ihren Schöpfer, einen entführten Wissenschaftler finden und befreien. Doch im Laufe der Ermittlungen wird sie von düsteren Erinnerungen geplagt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut)

DVD
Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut) Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut)
DVD Start:
04.12.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 81 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut) Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut)
Blu-ray Start:
04.12.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - Cyborg 009 - The End of the Beginning (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Roboter auf Selbstfindung - Japan ist ein enorm erfolgreiches Filmland. Es ist schon immer wieder erstaunlich mit welcher Regelmäßigkeit das verhältnismäßig kleine Land einen so ungeheuren Output an Filmen hat. Dabei sind natürlich nicht alle hochwertige Kinokunst und das möchte Japan auch nicht. Denn das Faible für den Trashfilm ist hier besonders ausgeprägt. „Je kruder, desto besser“, möchte man manchmal behaupten. Aber gerade diese Streifen sind manchmal wirklich herrlich, da man sich staunend die Augen reibt. Leider fallen dann einige der schönsten Szenen der Schere zum Opfer, da sich hier auch so manche exzessive Gewaltorgien befinden. Immerhin kann man das von „Cyborg 009“ nicht behaupten. Im Gegensatz zu der Ankündigung ist der Film nicht ab 16 Jahren freigegeben, sondern ab 18. Dafür ist er ungekürzt. Ein Splatterfest darf man aber dennoch nicht erwarten und im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Filmen halten sich auch Amputationen in Grenzen. Dennoch gibt es hier so manche Blutfontänen und einige gebrochene Knochen mit satten Soundeffekten, welche die hohe Altersfreigabe rechtfertigen. Natürlich ist „Cyborg 009“ Trash und will auch nichts anderes sein. Zwar fehlt sämtliche Selbstironie, aber allein schon die Story verortet den Film in diesen Bereich: eine Agentin wurde durch Technik aufgerüstet und verliert dabei ihre Identität. Die Suche nach Entführern einer Wissenschaftlerin führt sie auch auf eine Erforschung ihres Selbst. Quasi Gemetzel als Selbstfindungstrip. Dabei ist die Story auch vollkommen irrelevant, denn die eigentliche Handlung passt auf einen Bierdeckel. Jeder kurze Dialog wird direkt von einer längeren Actionsequenz abgelöst. Und diese sind sehr gut gelungen. Die Martial Arts Kämpfe sind gut choreografiert und wuchtig. Auch die Schießereien sind gelungen und es spritzt dann, wie schon erwähnt, das Blut und die Getroffenen fliegen ein paar Meter weit durch die Luft. Im Rahmen dieser Obskurität ist das sogar realistisch. Hier ist es besonders bemerkenswert, das die Darstellerin einer Roboterin wirklich eine enorme Selbstbeherrschung besitzt, denn auch mitten während eines Kampfes verzieht sie keine Miene und schwitzt nicht mal! Auch die anstrengendsten Stunts werden mit einem steinernen Gesichtsausdruck ausgeübt, so dass man ihr die Rolle als Roboter absolut abnimmt. Es gibt hier aber leider keine sonderlich innovativen Elemente. Nicht nur hat man eine ähnlich gelagerte Story schon öfter gesehen, sondern auch andere Ideen wurden schon mal benutzt. Obwohl Kugeln verschießende Brüste und ein BH aus Stahl immer schön anzusehen sind. Dabei gibt es hier kein nacktes Fleisch zu sehen, aber der Film ist dennoch sehr erotisch. Der Cast besteht vornehmlich aus Frauen, die sich gegenseitig bekämpfen und so gut wie immer knapp bekleidet sind. Ein besonders einprägsamer Augenblick ist die Szene in der die Heldin nur mit einem Handtuch bekleidet kämpft, dieses verliert und sich während der Erledigung der Gegner wieder in das Badetuch wickelt, ohne das der Zuschauer sie nackt zu sehen bekommt. Angesichts der gelungenen Optik gerät die nicht vorhandene Story, die eh nur als Grundgerüst dient, vollkommen in das Abseits. Nachdenken darf man nicht, sonst bemerkt man die vielen unlogischen Handlungen und Sprünge. Etwa warum ausgerechnet jetzt der Cyborg eine Identitätskrise bekommt. Wer sich darauf einlassen kann, einige ironische Verweise auf 007 zu schätzen weiß (zum Beispiel durch die Vorspanngestaltung) und sexy Frauen beim Kämpfen sehen will, ist hier richtig. Und das inzestuöse Verlangen einiger Personen dürfte auch Freudianer zufrieden stellen.

Der Ton als auch das Bild sind sehr gut, aber leider gibt es als Extras nur den Trailer und eine Trailershow.

Ein Trashfilm aus Japan, dessen Handlung zwar auf einen Bierdeckel passt und der so gut wie keine neuen Ideen hat, der aber aufgrund der Daueraction und der erotischen Darstellerinnen Laune macht.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film