Crossing Over - DVD

Crossing Over DVD Cover

DVD Details

Bester Preis: 5,90 €
DVD Start: 18.12.2009
FSK: ab 16
Laufzeit: 108 min
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial: Interviews mit Harrison Ford, Ashley Judd, Ray Liotta und Regisseur Wayne Kramer

B-Roll-Sequenzen
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Inhalt

Max Brogan (Harrison Ford), ist Spezialgent der Einwanderungsbehörde, der in Los Angeles illegale Immigranten aufspürt und sie zurück über die Grenze schickt. Kein Job für schwache Nerven, und kein Job, der spurlos an Brogan vorübergeht: Sein Mitleid mit einer Mexikanerin, die ihren kleinen Sohn allein in L.A. zurücklassen muss, bringt ihn in große Schwierigkeiten. Aber auch andere Menschen warten hier auf Arbeitserlaubnis und Einbürgerung: die Familie von Brogans persischem Partner Hamid Baraheri (Cliff Curtis), eine junge Schauspielerin aus Australien, ein britischer Musiker, ein koreanischer Teenager. Sie alle haben Träume von Freiheit, Geld oder Ruhm - und sind bereit, für diese Träume einen hohen Preis zu bezahlen...

DVD Kritik - Crossing Over

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Während Max Brogan (Harrison Ford), Agent der amerikanischen Einwanderungsbehörde, illegale Immigranten aufspürt, um sie auszuweisen, stößt er auf eine junge Mexikanerin (Alice Braga), welche einen kleinen Jungen zurücklassen muss. Er beschließt, sich um diesen zu kümmern. Parallel dazu versucht die Australierin Claire Shepard (Alice Eve) mit allen Mitteln an eine der begehrten Greencards zu gelangen, um ihn den Staaten arbeiten zu dürfen. Taslima Jahangir (Summer Bishil), eine bengalische Teenagerin, zeigt derweil aus Perspektive der Terrorfahndung zu viel Verständnis für islamistische Terroristen und gerät ins Visier der Ermittler. Ihrer Familie droht dadurch die Abschiebung. Ganz andere Probleme hat der südkoreanische Jugendliche Yong Kim (Justin Chon), der mit seinen Angehörigen kurz vor der Einbürgerung in die Staaten steht. Ebenfalls problematisch geht es in der persischen Familie Hamid Baraheri’s (Cliff Curtis) zu, die ebenfalls in Kürze die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen will. Was alle Handlungsstränge vereint, ist die übergreifende Thematik der Einwanderung in die USA und ihrer verschiedensten Probleme.

Als der erste Trailer zu „Crossing Over“ lief, war noch nicht abzusehen, in welche Richtung der Film gehen würde. Sollte Regisseur Wayne Kramer es gelingen, sich tiefgründig mit einem der schwersten und wichtigsten Themen unserer Zeit, nämlich der illegalen Einwanderung in reiche Industrieländer (am Beispiel der USA) mit jährlich daraus resultierenden zehntausenden Toten auseinanderzusetzen oder würde „Crossing Over“ viel mehr eine filmische Inszenierung, mehr auf Unterhaltungswert als auf gesellschaftliche Relevanz zielend, sein? Letzten Endes liegt die Wahrheit wie so viele Male irgendwo dazwischen. Besonders zu Beginn setzt das Drama sehr stark auf die typischen Keulen: Auf der einen Seite Rassismus, Erbarmungslosigkeit, Hohn, Korruption und wütende Jugendgangs mit schlechtem Einfluss auf brave Teenager, dem gegenüber schwarze Kinder mit großen, traurigen Augen und ähnliche Mitleidshaschereien. Ein oder zwei solcher Klischees wären noch ertragbar und vermutlich auch ertragreich gewesen, die Summe lässt allerdings leider das Ganze sehr ins Lächerliche überschwappen, was angesichts des Ernst des Themas absolut unnötig ist – insbesondere da der Streifen mit der Zeit immer besser wird und stellenweise weit tiefgründiger, als diese Anfangskeulen vermuten ließen. Dabei will Wayne Kramer für ein wirklich relevantes Werk stets zuviel, in Spielfilmlänge lassen sich nicht so schwere Themen wie Terrorismus, Flüchtlingsproblematik und Ehrenmorde gebündelt angemessen behandeln, die Rolle der westlichen Gesellschaft wird nicht ausreichend beleuchtet, hinzu kommt, dass die ’Bösen’ oft einen Tick zu böse sind und dadurch stellenweise unglaubwürdig, zudem entlasten sie damit die Allgemeinheit zu sehr. Auch wirken einige Dialoge sehr künstlich und gezwungen, Stichwort Spirituosengeschäft, es lassen sich also einige Drehbuchschwächen erkennen. Obwohl die Einwanderungsprobleme in „Crossing Over“ zugespitzt sind, schafft er es, sie authentisch wirken zu lassen und zeigt dabei seine Stärken. Die Charaktere, meist sehr gut von ihren Schauspielern dargestellt, besonders Summer Bishil leistet exzellente Arbeit und passt zudem optisch perfekt in ihre Rolle, ziehen mit der Zeit immer mehr in ihren Bann und lassen mitfühlen. Die verschiedenen Handlungsstränge bringen Abwechslung, wirken sehr belebend und schaffen gleichzeitig trotz der teilweisen Plumpheit den moralischen Abfall der USA von ihren eigenen Prinzipien gelungen in Szene zu setzen. Ein Pluspunkt für den europäischen Markt ist sicherlich, dass das Thema nahezu eins zu eins auf Europa übertragbar ist. Der Film gipfelt in einigen bewegenden Momenten, die dem Zuschauer noch einmal die ganze Bandbreite der Konflikte vor Auge führen, besonders lobenswert sind die verschiedenen Ausgänge der Handlungsstränge, die nicht alle typisch für Hollywood sind und trotz positiver Momente ein beklemmtes Gefühl im Magen lassen. Unterstrichen werden diese Gegensätze durch zahlreiche aussagestarke Symbole, mit denen „Crossing Over“ sowohl beginnt als auch endet.

Das Bild der DVD ist zumeist sehr scharf, lediglich selten lässt sich ein Flimmern erkennen, das den Film jedoch nicht stört. Der wenig geforderte Ton ist solide. Schwächer ist das Bonusmaterial, hier gibt es lediglich einige kurze Interviews, die sehr nichts sagend geworden sind, sowie Filmaufnahmen vom Set (B-Roll), dazu der obligatorische Trailer. Eine Kommentarfunktion fehlt ebenso wie ein Making-Of, auch Dokumentationen oder eine genaueren Beleuchtung der Realität hinter der Thematik wären wünschenswert gewesen.

Fazit
„Crossing Over“ ist ein Film voller Gegensätzlicher Symbole, der eines der brisantesten Themen unserer Zeit anschneidet. Zur relevanten Gesellschaftskritik genügt der Film zwar nicht, überzeugt aber durch starke Schauspieler mit bewegenden Momenten und ist in jedem Falle ein sehenswertes und gelungenes Drama.

Hintergrund: Greencard Eine so genannte „Greencard“ ist eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in den USA und damit das Symbol für eine Einbürgerung, das jeder Immigrant zu bekommen versucht. Abstrakt ist, dass teilweise solche Greencards via Lotterie in reichen Ländern verlost werden, während die Vereinigten Staaten die Grenze zu Mexiko immer weiter ausbauen und verstärken, um Flüchtlinge daran zu hindern, illegal einzureisen.

Hintergrund: Flüchtlingsbewegungen von Süd nach Nord
Alle reichen Industrieländer, besonders Europa, die USA und Australien, werden Ziel von immer mehr Flüchtlingen, die teilweise aus wirtschaftlichen Gründen, oft aber auch, weil sie in ihrer Heimat politisch verfolgt werden, die beschwerliche Reise in die verhoffte bessere Welt auf sich nehmen. Gleichzeitig machen die Zielländer ihre Grenzen dicht und setzen unter anderem Militär ein, um die Flüchtlinge an der Einreise zu hindern. Dabei sterben jährlich zehntausende von ihnen.

by Bastian Gabrielli


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DVD zu Crossing Over
Crossing Over Crossing Over
DVD Start:
18.12.2009
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

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