Crossfire - DVD

DVD Start: 03.12.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 91 min

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Inhalt

Der von seinem Job ermüdete und arbeitsunfähige Polizist Drieu hat nichts mehr zu verlieren. Der ehemalige Supercop einer Spezialeinheit wird in eine Inspektion auf das Land versetzt, in der auch alle anderen seiner Kollegen den Glauben an das Gute verloren haben. Als Drieu einige Geheimnisse in scheinbar unbedeutenden Fällen aufdeckt, hat er plötzlich zahllose Feinde, die ihn alle tot sehen möchten. Es kommt zu einem gnadenlosen Katz-und-Maus-Spiel mit einer finalen, unbarmherzigen Konfrontation ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of
Trailer

DVD und Blu-ray | Crossfire

DVD
Crossfire Crossfire
DVD Start:
03.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Crossfire Crossfire
Blu-ray Start:
03.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Crossfire

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Zitatenreicher Actionkrimi
Der französische Actionkrimi „Crossfire – Unter Beschuss“ schildert die Trostlosigkeit des Polizistendaseins und die Tristesse der Kleinstädte, in denen die Gewalt gärt. Die Trostlosigkeit der Landschaft, die vor allem durch die Industrie geprägt wird, hat rein gar nichts mit den gängigen Vorstellungen über die Provence gemeinsam, in der der Film spielt. Schöne Gegenden sucht man hier vergebens. Und dieser Mangel schlägt sich auch in den Figuren nieder. Alle, Polizisten und Verbrecher, sind desillusioniert, verbittert und zynisch. Der Kampf besteht darin, der Tristesse zu entfliehen und der Frust sucht sich Bahn in der Gewalt. Das ergibt einen trostlosen, düsteren und stellenweise harten Thriller. Erst als ein ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit in diese Kleinstadt versetzt wird, beginnen sich die Umstände zu ändern. Der neue Kommissar ist aber keine Heldenfigur. Ganz im Gegenteil: er ist gebrochen und nicht mehr in der Lage seine Waffe in die Hand zu nehmen. Zu traumatisch sind seine Erfahrungen und er wird von Angst und Todessehnsucht gequält. Er stürzt sich in die Arbeit, weil diese das einzige ist, was ihm verblieben ist. Im Revier wurde lange nur noch Dienst nach Vorschrift geleistet und kaum noch wirklich gearbeitet. Ironischerweise bietet der neue Kollege erst einen Stein des Anstoßes und dann ein Ansporn und das Team nimmt den Kampf gegen die örtlichen Verbrecher auf. Die Hartnäckigkeit eines einzelnen stärkt somit die Selbstachtung der anderen. Und der Film endet in einem Blutbad. Darstellerisch ist vor allem Aissa Maiga erwähnenswert, die von allen Darstellern noch die größte Ausstrahlung hat. Der Hauptdarsteller hingegen läuft mit einer recht stoischen Ruhe durch das Set. Es scheint ein französisches Problem zu geben. In letzter Zeit kommen häufig französische Filme auf den deutschen Markt, welche Genres wie Action, Thriller und Horror bedienen. Diese haben eine hohe bildsprachliche Qualität, gute Settings, gute Ideen, einen frischen Ansatz, aber oftmals auch einige Schwächen im Drehbuch. Das ist hier leider ebenfalls so. Die Story weist große Lücken auf, mit zum Teil unlogischen Sprüngen. So ist nach einer Zeit ständig von einer Wasserleiche die Rede, welche identifiziert werden muss, aber an keiner Stelle die Rede davon, dass eine gefunden wurde. Auch die Kündigung des Helden wird nur erwähnt, aber nicht vollzogen. Eine hier passende dramatische Szene entfällt. Vieles verläuft im Sande. Das entspricht zwar stellenweise der fatalistischen Einstellung der Polizisten, geht aber in den wichtigen Handlungssträngen zu Lasten der Stringenz. Die hervorragende Finalschießerei ist zwar sehr gut gefilmt, aber ein allzu deutliches Zitat, besser noch: eine deutliche Kopie von John Carpenters „Der Anschlag“ und dessen französisches Remake „Das Wespennest“.

Der Ton und das Bild sind gut. Als Extras gibt es Trailer und ein ausführliches Making Of, das mit vielen Impressionen, die nichts direkt mit dem Film zu tun haben, doch etwas Zeit schindet.

Sehr gute Ansätze werden in den Feinheiten gestört. Trotzdem ein solider, spannender und gegen Ende sehr actionreicher Thriller.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment