Cold Prey 1&2 - DVD

DVD Start: 11.08.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 179 min

Cold Prey 1&2 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Cold Prey - Eiskalter Tod - Tiefster Winter - fünf junge Freunde machen einen Snowboard-Trip in die Berge. Sie heizen die Hänge runter, als auf einmal einer von ihnen stürzt und sich das Bein bricht. Kein Handyempfang, kein Mensch weit und breit und die Dunkelheit bricht langsam herein. Sie suchen Zuflucht in einem verlassenen Berghotel, doch sie wissen noch nicht, dass sie dort ein brutaler Psychopath erwartet. Dem Killer schutzlos ausgeliefert, beginnt ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod...

Cold Prey 2 Resurrection - Kälter als der Tod
Nach der blutigen Tragödie in den Bergen Norwegens schafft Jannicke es halb erfroren und geschwächt wieder zurück in die Zivilisation und in ein Krankenhaus. Doch als sie Stunden später im Krankenbett erwacht, ist es dunkel und ruhig im Krankenhaus. Schnell merkt Jannicke, dass hier etwas nicht stimmt: DER ALPTRAUM IST NOCH NICHT VORBEI...

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Norwegisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making of
- Kurzfilm
- Audiokommentar
- Deleted Scenes
- Outtakes
- Special Effects Featurettes

DVD und Blu-ray | Cold Prey 1&2

DVD
Cold Prey 1&2 Cold Prey 1&2
DVD Start:
11.08.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 179 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Cold Prey 1&2 Cold Prey 1&2
Blu-ray Start:
11.08.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 182 min.

DVD Kritik - Cold Prey 1&2

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Quasi Best Of Slasher
Lobenswerterweise werden die ersten beiden Teile des Überraschungserfolges “Cold Prey” zusammen in einer Box veröffentlicht. Und dann noch ungeschnitten. „Cold Prey“ bedient sich zwar einiger typischer Elemente des Subgenres und liefert so einen reinen Genrefilm ab, der im Gegensatz zu so manchen anderen Vertretern aber spannend, blutig und gegen Ende temporeich ist. Was ihn aber besonders von anderen Slasherfilmen abhebt, sind mehrere andere Elemente. Da wären zum einen die klaustrophobische Grundstimmung und vor allem die Glaubwürdigkeit der Handlungen der Protagonisten, was man wahrlich nicht oft in dem Subgenre findet. Auch die Charaktere sind ungewöhnlich tief gestaltet. Das nimmt dem Film zwar in der ersten Hälfte das Tempo, führt aber andererseits dazu, dass man mit den Charakteren wirklich mit fiebert und nicht nur auf den nächsten Schock wartet. Und von denen gibt es auch so manche. Schön ist auch, dass nichts erklärt wird und der Zuschauer im Grunde nie mehr weiß als die Figuren. Der Schurke wird nicht erklärt und nicht vermenschlicht. Alle seine Motive und sein Hintergrund bleiben im Dunkeln. Zudem ist der Film toll fotografiert und verbreitet in fast jeder Einstellung eine große Kälte. Der Ton spielt hier gerade bei den Schocks eine maßgebliche Rolle und so ist es schön, dass er auf der DVD eindrucksvoll ist. Auch das Bild ist scharf und hat harte Konturen. Abgesehen von dem typischen Making Of, welches eher eine Inhaltsangabe darstellt und sagt, wie toll alles ist, können sich die anderen Extras sehen lassen. Besonders die kleinen Featurettes zu der Postproduktion sind sehr interessant. Nett sind die Pannen vom Dreh und der kurze Kurzfilm mit einem selbstständigen Rasenmäher. Der Film war zu Recht ein Erfolg, der das Subgenre zwar nicht neu erfand, aber die besten Elemente nahm und diesem Tiefe verlieh ohne auf die Schwächen des Subgenres hereinzufallen.

„Cold Prey 2“ hat auch einen sehr guten Ton und ein gutes Bild. Ebenso können sich die Extras sehen lassen mit einem soliden Audiokommentar, einem Making Of, Deleted Scenes, Outtakes und interessanten Specials zu den Special Effects (erstaunlich viele CGI-Aufnahmen sind in diesem Film enthalten), sowie natürlich Trailer. Eigentlich erstaunlich, dass der Film nur ein bisschen unter der typischen Krankheit von Sequels leidet, welche die mangelnde Originalität (im Vergleich zum ersten Teil) mit wachsender Brutalität ausgleichen will. So ist es jedenfalls meistens im Horrorbereich der Fall. Inhaltlich schließt der Film nahtlos an den ersten an: die überlebende Heldin wird gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Nach ihrer polizeilichen Aussage werden die Leichen gefunden und in die Leichenhalle transportiert. Dort muss man feststellen, dass der Killer doch noch lebt und wird reanimiert. Was die Ärzte später den hippokratischen Eid verfluchen lassen wird. Eine inhaltlich sinnvolle und glaubwürdige Fortsetzung mit einem Killer, der wütender ist als vorher. Auch die im Vergleich zu anderen Genrefilmen tiefergehenden Charakterisierungen wurden beibehalten, das Dekor und das Licht ist karg und kalt und lässt einen frösteln. Alle diese Elemente ließen schon den ersten Teil zum Erfolg werden. Woran aber „Cold Prey 2“ leidet, ist die sehr große Ähnlichkeit zu „Halloween 2“. Nicht der unsägliche Streifen von dem als Regisseur überschätzten Rob Zombie, sondern die ursprüngliche Fortsetzung von 1981. Auch die spielte inhaltlich direkt am Anschluss, auch die spielte im Krankenhaus und auch die war um einiges brutaler als der erste Teil, aber lange nicht mehr so originell und gut gemacht. Manchmal ist man schon fast erstaunt, dass nicht Michael Myers durch diese Krankenhausflure streift, sondern der Eismann dieser norwegischen Filme. Immerhin wird der Killer nicht weiter charakterisiert, sondern er behält seinen unheimlichen Nimbus. Ein paar kleine Sachen werden deutlicher gemacht, aber vieles bleibt in unheimlichen Andeutungen stecken. So etwa ein leicht übernatürlicher Aspekt. Auch die kalten Bilder im Krankenhaus sind toll fotografiert und der Ton führt den Zuschauer ein um das andere Mal in die Irre, da Schocks suggeriert werden wo keine sind. Das hält den Zuschauer permanent in Alarmbereitschaft. Dennoch erschrickt man, wenn der Killer dann zuschlägt. Auch die Darsteller können sich sehen lassen und geben den Figuren etwas mehr Tiefe als das Drehbuch in den Dialogen vorgesehen hat. Das hebt sie von schematischen Zeichnungen wohltuend ab. Insgesamt gesehen ein sehr solider und gelungener Genrestreifen, der zwar nicht mehr sonderlich originell ist, aber stellenweise sehr spannend und blutig mit einigen guten Einfällen daherkommt. Aber um restlos überzeugen zu können, erinnert er viel zu sehr an „Halloween 2“.

Eine technisch gelungene Ausstattung und gute Extras veredeln das Doppelpack von „Cold Prey“. Der große norwegische Überraschungserfolg gehört zu den besten Slasherfilmen überhaupt, wobei der zweite Film leicht abfällt. Für ein gelungenes Double Feature sollte man sich die DVD auf jeden Fall zulegen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm