Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade - DVD

DVD Start: 02.05.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Addison (Eric Bana) und seine Schwester Liza (Olivia Wilde) sind nach einem Casino-Überfall auf der Flucht im verschneiten Nirgendwo von Michigan. Nach einem Autounfall beschließen sie, sich zu trennen. Mitten in einem Blizzard wird Liza von Jay (Charlie Hunnam) aufgelesen, der – gerade aus dem Gefängnis entlassen – zum Haus seiner Eltern Chet (Kris Kristofferson) und June (Sissy Spacek) unterwegs ist. Zur gleichen Zeit schlägt sich Addison zu Fuß durch und hinterlässt eine blutige Spur, unberechenbar und gewaltbereit, eine Gefahr auch für Sheriff Becker (Treat Williams) und dessen Tochter und Deputy Sheriff Hanna (Kate Mara). Auch Addison führt der Weg zum Haus von Chet und June, die sich nichtsahnend auf das Thanksgiving-Wochenende vorbereiten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Steroe Dolby Digital)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview mit Regisseur Stefan Ruzowitzky, Making of-Featurettes, Trailer, Wendecover

Video on demand - Cold Blood - Kein Ausweg, Keine Gnade

DVD und Blu-ray | Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade

DVD
Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade
DVD Start:
02.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade
Blu-ray Start:
02.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Blutrot auf schneeweiß – eine Farbkombination, die im Kino vor allem seit „Fargo“ (1995) mit abgründig-makabrem Thrill verbunden ist. Auch in „Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade“, der Rückkehr von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“) ins Genre-Kino, färbt sich eine Winterlandschaft rot. Denn der österreichische „Anatomie“-Regisseur hetzt in seinem modernen Frost-Western Eric Bana („Hulk“, „München“) und Olivia Wilde („13“ aus „Dr. House“) als kriminelles Zwillingspärchen Addison und Liza auf der Flucht durchs verschneite Michigan. Die Geschwister haben soeben einen Casino-Coup gelandet, als sie ein Autounfall zur Planänderung zwingt und sich beide samt Beute getrennt bis zur kanadischen Grenze durchschlagen wollen. Dumm nur, dass kurz vor Thanksgiving ein stürmischer Whiteout aufzieht und Liza im kurzen Glitzer-Mini bibbert. Zum Glück ist der frisch aus dem Knast entlassene Ex-Boxer Jay (Charlie Hunnam, „Sons of Anarchy“) gerade auf dem Weg zu seinen Eltern Chet und June („Rubber Duck“ Kris Kristofferson und „Carrie“ Sissy Spacek) und gabelt die niedliche Frostbeule auf. Addison mordet sich derweil munter durchs weiße Unterholz.

Dass sich Addison und Liza nach wenigen Minuten mitten im Schnee-Nirgendwo zu Fuß trennen, macht näher betrachtet eigentlich wenig Sinn, ist aus dramaturgischer Sicht für „Cold Blood“ (im Original „Deadfall“ betitelt) aber unabdingbar. Schließlich dienen die folgenden beiden Handlungsstränge, die um die Ermittlungen der örtlichen Polizei, vornehmlich in Gestalt der schnuckeligen Nachwuchskraft Hanna (Kate Mara, „Shooter“) ergänzt werden, vor allem dazu, nach und nach die beteiligten Charaktere, ihre Handlungen und ihre problematischen Familienbanden genauer zu beleuchten: Liza, die in der Abhängigkeit von ihrem Psycho-Bruder gefangen ist; Jay, der seinen Vater enttäuscht hat; oder Hanna, die um Annerkennung des Sheriffs (Treat Williams, war Sidney Lumets „Prince of the City“) ringt.

Auch wenn das Thema „Familie“ latent über allem schwebt und in verschiedenen Konstellationen durchgespielt wird, vergisst Regisseur Stefan Ruzowitzky zum Glück die Regeln eines guten B-Movies nicht und serviert einen insgesamt unterhaltsamen Mix aus Action, Gewalt und Sex, garniert mit Schneemobil-Verfolgungsjagden und einer fiesen Stacheldraht-Szene. Und der Showdown hält trotz aller Vorhersehbarkeit den Adrenalinpegel hoch, auch wenn das Ende etwas unbefriedigend daherkommt und es Eric Bana in der Rolle des ambivalenten Bösewichts an Charisma mangelt.

Im Making-of (OmU) der DVD-Extras verrät Olivia Wilde wie es war, im Mini-Kleid bei minus 26 Grad zu drehen, und der Zuschauer erfährt etwas über die Western-Parallelen des Werkes. Im Interview mit Stefan Ruzowitzky (auf Deutsch) plaudert der Wiener über die Besonderheiten des Filmens in weißer Umgebung und erklärt, dass Hefepartikel in Windmaschinen den Schneesturm simulieren. Außerdem geben er und Hauptdarsteller Eric Bana kurze Statements (OmU) über „Cold Blood“ ab. Plus: Trailer.

Den besonderen optischen Reiz von „Cold Blood“ macht zweifelsohne die Schneelandschaft aus, die in vielen Totalen sehr atmosphärisch eingefangen wird und auch auf der DVD unglaublich plastisch aussieht. Keine Kritikpunkte beim Ton.

„Cold Blood“ erfindet das Genre nicht neu, bietet für 91 Minuten Laufzeit aber genau die richtige Dosis Sex & Crime, um nicht zu langweilen und ist überdies prominent besetzt.


by Florian Ferber
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




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