City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker - DVD

DVD Start: 11.10.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 130 min

City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

China, Dezember 1937. Das Land befindet sich im Krieg mit Japan. Mehrere große Städte sind bereits gefallen, die Japaner stehen vor der Hauptstadt Nanjing. Nach wochenlangem Bombardement sind nationale und internationale Regierungsvertreter bereits längst aus der Stadt geflohen.

Dies ist die Geschichte der verbleibenden Einwohner. Der charismatische General Lu widersetzt sich mit seinen schlecht ausgerüsteten Männern den feindlichen Panzern in Straßenkämpfen, wild entschlossen, die Stadt zu verteidigen. Herr Tang flieht mit seiner Familie in die internationale Schutzzone, die inzwischen zu einem riesigen Flüchtlingscamp für Zivilisten geworden ist. Die engagierte junge Lehrerin Fräulein Jiang koordiniert das Leben in dieser überfüllten Enklave. Der Soldat Kadokawa beobachtet die Brutalität des Krieges, unfähig, sich ihr zu entziehen...

Während die Japaner beginnen, die Stadt zu besetzen, versuchen diese Menschen verzweifelt, in einer Stadt zu überleben, in der es einfacher ist zu sterben als zu leben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: NewKSM
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Mandarin (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Behind The Scenes, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker

DVD
City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker
DVD Start:
11.10.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 130 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker
Blu-ray Start:
11.10.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min.

DVD Kritik - City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Japanische Gräuel
War der deutsche Film "John Rabe" noch sehr betulich und zurückhaltend zu zeigen, was die japanischen Soldaten 1938 in Nanjing verbrachen und legte eher Wert auf eine Heldengeschichte, geht “City of Life and Death” ausführlich auf die Geschehnisse in Nanjing ein. Es ist sattsam bekannt, dass die Japaner im Zweiten Weltkrieg unglaublich grausam gegen die Gefangenen und gegen die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten vorgingen. Das mag daran liegen, dass Besiegte in der japanischen Auffassung ihr Gesicht verloren haben und somit keine Ehre mehr besitzen. Das gab den Soldaten wohl eine vermeintliche Rechtfertigung für ihr Handeln. Entschuldigen kann es das nicht. „City of Life and Death“ schildert in teils recht drastischen Bildern und Szenen die grausame Herrschaft der Japaner, die allein in Nanjing über 200 000 (!) Menschen ermordeten. Kriegsgefangene wurden gnadenlos erschossen, ertränkt, lebendig begraben und erstochen. Zivilisten wurden erschossen, geköpft, lebendig verbrannt und Frauen zu Tode vergewaltigt. In diesem sogenannten „Massaker von Nanjing“ wurden etwa 20 000 Frauen vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. Natürlich ist ein chinesischer Film, der dieses Thema behandelt, schnell unter dem Propagandaverdacht zu sehen. Aber da der Film auf Fakten basiert, fällt eine problematische Geschichtsklitterung weg. Es gibt auch keine Helden. Der Nazifunktionär John Rabe scheitert in seinem Bemühen, die Bevölkerung zu schützen. Ebenso müssen alle anderen, die sich heldenhaft benehmen, mit den Konsequenzen rechnen. Eine der Figuren, die im westlichen Kino eine typische Heldenfigur gewesen wäre, stirbt nach etwa einer dreiviertel Stunde. Wenn man aber Heldentum als persönliches Opfer zum Wohle der Allgemeinheit auffasst, so wie es im Kommunismus durchaus der Fall ist, dann kommen hier Helden vor. Glücklicherweise erzählt der Film sehr dezent und enthält sich des Pathos.
Nichtsdestoweniger ist er sehr erschütternd und beeindruckend. Manchmal sind die Gesichter und Charaktere schwer auseinanderzuhalten, da sehr viele vorkommen, aber die Szenen sprechen für sich. Da der Film in schwarz-weiß gedreht worden ist, bekommt er den Charakter eines Dokumentes, das auch in der damaligen Zeit hätte gedreht werden können. Ob das unbedingt nötig gewesen wäre, bleibt dahingestellt. Wer sich aber den Schattenseiten des menschlichen Verhaltens stellen will, sollte auf jeden Fall einen Blick in dieses mehrfach ausgezeichnete Kriegsdrama werfen. Dabei wird die japanische Seite nicht vernachlässigt. Und wenn die Soldaten sich gegenseitig waschen und miteinander spielen, ist die darauf folgende Vergewaltigung umso schwerer zu ertragen.

Das Pressemuster lässt kein abschließendes Urteil über den Ton und das Bild zu. Auch liegen hier keine Extras vor. Angekündigt sind aber ein Behind the scenes, Trailer und eine Bildergalerie.

Ein erschütternder Einblick in die Kriegsverbrechen der Japaner. Die menschlichen Schattenseiten und die Entfesselung sämtlicher dunkler Triebe werden eindrucksvoll geschildert. Manchmal gar hart an der Grenze des Erträglichen. Beeindruckend.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © NewKSM