Chloe - DVD

DVD Start: 07.10.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 92 min

Chloe DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Catherine (Julianne Moore) ist eine erfolgreiche Ärztin und schon lange glücklich mit dem attraktiven Musikprofessor David (Liam Neeson) verheiratet. Doch mit den Jahren kam auch die Unsicherheit. Um die Treue ihres Mannes zu testen, heuert sie die betörende Chloe (Amanda Seyfried) an, ein Luxus-Callgirl. Chloe berichtet bald von ihren leidenschaftlichen Treffen mit David. Doch anstatt ihren Mann zur Rede zu stellen, trifft Catherine sich immer öfter mit Chloe, schockiert und gleichermaßen fasziniert von ihren erotischen Berichten. Catherine begreift nicht, auf welch gefährliches Spiel sie sich einlässt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigt
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Geschnittene Szenen, Alternatives Ende, Interviews, Fotogalerie, Ein Tag in Toronto, Wendecover

DVD und Blu-ray | Chloe

DVD
Chloe Chloe
DVD Start:
07.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Chloe Chloe
Blu-ray Start:
07.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.
Chloe - Blu Cinemathek Chloe - Blu Cinemathek
Blu-ray Start:
03.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Chloe

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Kontrolle und Spiel
Mit „Chloe“ erscheint jetzt ein hervorragend gespieltes Drama als DVD, welches sich allen Genres entzieht und einen reifen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen wirft. Dieser Film hat so vielschichtige Themen wie Einsamkeit, Entfremdung, Isolation, Sehnsucht und dem Bedürfnis nach Nähe. Wer jetzt einen problemüberladenen Film erwartet, irrt sich dennoch. Denn durch kleine Elemente des Thrillers, ohne das Genre zu wechseln, ist das ganze sehr spannend anzusehen. Stand Amanda Seyfried in „Jennifers Body“ noch voll und ganz im Schatten von Megan Fox, überstrahlt sie hier alles und beherrscht ihre Szenen voll. Neben der großartigen Julianne Moore vermag sie locker mitzuhalten. Liam Neeson überzeugt in seiner Darstellung, die zwischen Verzweiflung und Trauer schwankt und seine Frustration nur noch nachvollziehbarer macht. Julianne Moore spielt ihren Charakter äußerst glaubwürdig. Das macht ihn zwar nicht unbedingt sympathischer, aber sie versucht den Kontrollverlust aufzuhalten. Wie negativ sich das auswirkt, diese Kontrolle wieder zu erlangen, ist das zentrale Thema und der Brennpunkt des Filmes. Denn es handelt sich immerhin um Menschen, über die sie die Kontrolle haben will. Und andere Menschen haben natürlich auch ihren eigenen Willen. Und so merkt sie erst als es fast schon zu spät ist, dass sie mit ihrem Kontrollbesterben alles zerstört was sie hat. Gerade durch die Nachvollziehbarkeit der Charaktere werden deren Handlungen provokativ für den Zuschauer. Die Loslösebestrebungen des heranwachsenden Sohnes, die Entfremdung zwischen den Eheleuten und die Auslösung von Phantasien durch Außenstehende. Selbst Kleinigkeiten lösen in diesen emotional angespannten Situationen heftige Reaktionen aus. Der Film ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man nicht mit den Gefühlen anderer spielen sollte. Der Charakter der Chloe ist als Callgirl schon aus Berufsgründen dafür zuständig Fantasiewelten zu erschaffen. Und das nutzt sie gegenüber Julianne Moore auch aus. Dabei ist sie nicht böse. Sie durchschaut die frustrierte Ehefrau und spielt nicht nur ein Spiel mit ihr. Chloe ist sehr verletzlich und erlebt wahrscheinlich das erste Mal die Liebe. So ist auch ihre, für manche übertriebene, Reaktion gegen Ende des Filmes verständlich. Chloe richtet sich sehr nach anderen, weil sie es nicht anders kennt. Ihr eigenes Leben ist eine Geschichte, die nicht wahr sein muss. Das tragische ist aber, als sie ihre eigene Geschichte schreiben will, dass es zur Katastrophe führt. Und diese Mischung aus Zerbrechlichkeit, Stärke, Einfühlungsvermögen und Unsicherheit ist von Amanda Seyfried hervorragend dargestellt. Trotz einiger sehr erotischer Szenen spielt sich die meiste Erotik außerhalb des Bildschirmes in den Dialogen ab, was aber sehr die Fantasie anregt und den Charakter Chloes sehr gut als Projektionsfläche ausbaut. Der Regisseur Atom Egoyan wollte durch seinen visuellen Stil eine Atmosphäre von Schutz und Zuflucht schaffen, was aber durch den vielfältigen Einsatz von Glas in der Architektur etwas konterkariert wird. Wer kann sich schon beschützt fühlen, wenn er durch Glaswände für andere sichtbar ist? Die einzige Zuflucht ist dann das Zurückziehen in das Innere, damit das wesentlichste nicht nach draußen dringt, wenn schon alles äußere offen daliegt. Aber gerade das provoziert manche Filmcharaktere zu ihren Handlungen. Insgesamt ein sehr runder, sehr gelungener Film.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Als Extras gibt es ein sehr interessantes Making Of, in dem auch die Charaktere gedeutet werden. „Ein Tag in Toronto“ liefert einen Einblick in das Büro von dem Regisseur Atom Egoyan und ist sehr anekdotenreich. Die geschnittenen Szenen wurden zu Recht entfernt, da sie die Handlung ausgebremst hätten bzw. das alternative Ende einen völlig überflüssigen Off-Kommentar zum Inhalt hat. Die Interviews unter anderem mit Egoyan, Julianne Moore und Amanda Seyfried sind sehr interessant und gehen auch in die Tiefe. Abgerundet werden die gelungenen Extras durch eine Fotogalerie und Trailer.

Ein vielschichtiges Thriller-Drama, welches nicht nur durch den visuellen Stil überzeugt, sondern vor allem durch seine hervorragenden Darsteller. Zugreifen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment