Chillerama (Uncut) - DVD

DVD Start: 11.04.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 116 min

Chillerama (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

7,99 € jetzt kaufen
5,79 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

Menschenfressende Killerspermien, schwule Werwölfe, sexbesessene Zombies und ein Frankenstein-Monster von Hitler persönlich geschaffen, das sich als Jude herausstellt! CHILLERAMA ist die ultimative Hommage an das Grindhouse-Kino! Als sich ein paar Freunde in einem Autokino treffen um einen Horrorfilm-Marathon zu sehen, ahnen sie nicht, dass sich direkt unter den Gästen eine Zombie-Epidemie ausbreitet, die in einem ultimativen Massaker endet.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar, Deleted Scenes, Making of „Teenage Werebear“, Making of „Anne Frankenstein“, Musicvideo, Trailer

DVD und Blu-ray | Chillerama (Uncut)

DVD
Chillerama (Uncut) Chillerama (Uncut)
DVD Start:
11.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.

zur DVD Kritik
Chillerama (Bloody Movies Collection) Chillerama (Bloody Movies Collection)
DVD Start:
05.10.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 116 min.
Blu-ray
Chillerama (Uncut) Chillerama (Uncut)
Blu-ray Start:
11.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

DVD Kritik - Chillerama (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 9/10


Die Regisseure Adam Green, Tim Sullivan, Adam Rifkin und Joe Lynch wollten einen Film von Fans für Fans machen. Da das Gespann eigenen Angaben nach große „Trash“-Fans sind, konnte aus „Chillerama“ natürlich auch nur Trash werden – für die Mülltonne ist der Film aber trotzdem nicht. Im Gegenteil!

„Chillerama“ besteht aus vier Kurzfilmen mit den Titeln „Wadzilla“, „I was a Teenage Werebear“, „The Diary of Anne Frankenstein“ und „Deathication“, welche wiederum in die Rahmenhandlung „Zom-B-Movie“ eingebettet sind. Dieser beginnt gleich mit nackten Tatsachen: Ein Mann gräbt seine verstorbene Frau aus und „zwingt“ sie zu einem Blow-Job. Zu dumm, dass die Gute nicht wirklich tot ist. Voller blauem Blut wankt er zu seinem Arbeitsplatz, dem Autokino von Cecil Kaufman (Richard Riehle), welches heute zum letzten Mal seine Tore öffnet und wo gerade noch ein Film namens „The Glob“ läuft. Cecil wiederrum führt die genannten Kurzfilme vor. Zwischen den Filmen sehen wir immer wieder die Besucher des Autokinos, die von einer merkwürdigen Seuche heimgesucht werden und teilweise anfangen zu glitzern(!).

Der Film unterhält gut zwei Stunden lang mit irrwitzigen Bildern, Blut und abgeschlagenen Gliedern sowie jeder Menge infantilem Humor. Sowohl die Rahmenhandlung als auch die vier Kurzfilme warten im Minutentakt mit Referenzen und Zitaten an Genre-Klassiker auf. Das beginnt schon mit dem Namen „Cecil Kaufman“, der zum Einen Cecil B. DeMill und zum Anderen Lloyd Kaufman würdigt, beides Männer, deren Filme wohl kaum mit der Bezeichnung „große Kunst“ ausgewiesen werden. Auch Zitate-Raten ist bei „Chillerama“ angesagt, besonders gegen Ende spricht Cecil nur noch in Zitaten. „Sag hallo zu meinem kleinen Freund“, „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“, „Yippie ya yay, Schweinebacke“ etc. etc. Sehr hübsch!  Ich habe mich köstlich amüsiert. So charmant wie furchtbar, voller absurder Ideen, die bis zur letzten Minute Spaß machen. Absolute Sehempfehlung!

Die Kurzfilme sind alle sehr unterschiedlich, gemein ist ihnen jedoch die Tatsache, dass sie alle sehr schräg sind und wer sie „durchhalten“ möchte, muss schon ein Faible für „schlechte“ Filme haben. So ist in „Wadzilla“ Miles (Adam Rifkin) mit seinen Spermien unzufrieden, weswegen er sich einer Tabletten-Behandlung unterzieht. Doch diese geht etwas schief und plötzlich besteigt ein „Godzilla“ …ähm… „Wadzilla“ die Freiheitsstatue. Die Pappkulissen sind ebenso unterhaltsam wie das schlecht animierte Spermium, beinahe kann man sehen, wie es jemand durch das Bild trägt.

„I was a Teenage Werebear“ orientiert sich an Filmen wie „…denn sie wissen nicht, was sie tun", "Grease" und „The Lost Boys“. Nicht umsonst erinnert die Hauptfigur an James Dean, wobei der wohl nicht in S/M-Lederklamotten rumhüpfte. Der Film ist ein schrilles Musical, in dem die Hauptfigur sich in einen Werbär - „Ich bin kein Homo! Ich bin ein Werbär!“ - verwandelt.

Spätestens jetzt wissen wir, intellektuell wird es in „Chillerama“ nicht mehr. Darum wundert uns auch sicher nicht der folgende, politisch völlig unkorrekte Kurzfilm „The Diary of Anne Frankenstein“, in dem Adolf Hitler das geheime Tagebuch „Schreib was rührseliges und wir verkaufen es nach dem Krieg für Millionen“ einer Anne Frank(-enstein) in die Finger bekommt und dadurch auf die Idee kommt, sich die ultimative Killermaschine zu bauen. Nicht nur Hitler, der übrigens nur unverständliches Kauderwelsch redet, guckt komisch, als das Monster plötzlich mit Schläfenlocken und Kippa vor ihm steht.

Zum vierten und letzten Film „Deathication“ gibt es nur zu sagen: „Der Film wird Sie mit ihren Fäkalien vergewaltigen“. So sieht’s aus. Mir war es zu viel „Scheiße“, aber irgendwie war es doch ein passender Schluss.

Die Extras sind leider etwas sehr übersichtlich. Neben einem „Famous Monsters Interview“ mit den Regisseuren Adam Rifkin, Adam Green, Tim Sullivan und Joe Lynch, gibt es noch ein weiteres Interview, was aber lediglich die Fortführung des ersten ist. Beide entstanden bei der Comic Con und sind recht spaßig. Der Ton ist allerdings nicht berauschend.

Die Bild- und Tonqualität ist schwer zu benoten. Die einzelnen Filme im Hauptfilm sind, bedingt durch ihr Thema, alle von minderer Qualität, was sie aber auch sein sollen. Der Hauptfilm bzw. die Rahmenhandlung ist von sehr guter Qualität, sowohl Bild als auch Ton. Demnach kann man die Qualität der Kurzfilme auch nur als „perfekt schlecht“ bewerten.

Mein Fazit: „Chillerama“ ist eine äußerst gelungene Hommage an das Grindhouse-Kino und wird Liebhaber dieser Filme zum Brüllen bringen – vor Lachen natürlich. Zudem schmeißt der Film mit Zitaten nur so um sich und selbst ausgewiesene Cineasten werden Mühe haben, jede Referenz zu erkennen. Ein Film, der großen Spaß macht.

by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Sunfilm Entertainment