Cheyenne - This Must Be the Place - DVD

DVD Start: 05.04.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 114 min

Cheyenne - This Must Be the Place DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Cheyenne (SEAN PENN) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Jane (FRANCES McDORMAND) in einer Villa in Dublin, immer sachte schwankend zwischen gepflegter Langeweile und nagender Depression.

Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er erfahren musste.

Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen. Und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of
Interviews mit Cast & Crew:
- Paolo Sorrentino - Regie
- Stefania Cella - Szenenbild
- Eve Hewson - Mary
- David Byrne
- Kerry Condon - Rachel
- Judd Hirsch - Mordecai Midler

DVD und Blu-ray | Cheyenne - This Must Be the Place

DVD
Cheyenne - This Must Be the Place Cheyenne - This Must Be the Place
DVD Start:
05.04.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Cheyenne - This Must Be the Place Cheyenne - This Must Be the Place
Blu-ray Start:
05.04.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 118 min.

DVD Kritik - Cheyenne - This Must Be the Place

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


In einer beschaulichen Ecke in Dublin wohnt Ex-Rockstar Cheyenne mit seiner Frau Jane. Obwohl er nicht mehr der jüngste ist, ist er doch seinem Goth-Look treu geblieben und wirkt mit schwarzer Haarpracht, ebenso dunkler Kleidung und auffällig geschminktem Gesicht wie ein Außenseiter im Meer der angepassten Bürger. In seiner Freizeit versucht er die junge Nachbarin Mary zu verkuppeln oder lässt sich von seiner Frau bei Sportwettkämpfen schlagen. Und manchmal besucht er das Grab zweier Brüder, die sich umgebracht haben und die zu Lebzeiten Cheyennes Musik als Bestätigung für ihren Sterbewunsch auffassten. Abgesehen von den Schuldgefühlen, die deshalb stetig an ihm nagen, gibt es jedoch wenig, was Cheyenne beschäftigt, und so langweilt er sich, verwechselt dieses Gefühl sogar schon mit Depressionen.
Bis ihn die Nachricht, dass sein Vater im Sterben liegt, aus der Routine reißt. Nach dessen Tod erfährt er, dass sein Vater sein Leben der Suche nach dem Mann gewidmet hat, der ihn im zweiten Weltkrieg gedemütigt hat. Um die offene Rechnung seines Vaters zu begleichen, macht sich Cheyenne auf eine Reise durch Amerika, auf der Suche nach dem Naziverbrecher. Und findet sich ganz nebenbei selbst.

„Cheyenne-This must be the place“ wird auf der DVD-Hülle als „Berührender Roadmovie-Thriller“ angepriesen, ist aber eher als philosophisches Drama mit heiteren Momenten anzusehen. Getragen wird der Film hauptsächlich von der großartigen Performance von Sean Penn, der Cheyenne zu seinem unverwechselbaren Charakter verhilft. Mit leiser, sanfter Stimme und bedächtigen Bewegungen wirkt Cheyenne wie ein Fremdkörper in der Hektik der heutigen Zeit und schafft es dennoch, dass man ihn sofort ins Herz schließt. Eine Figur, die man so schnell nicht vergessen wird. Optisch erinnert Cheyenne dabei stark an Robert Smith, den Frontsänger der britischen Band „The Cure“, der ebenfalls für seine schwarze Haarpracht und sein stark geschminktes Gesicht bekannt ist.

Auch die anderen Rollen in „Cheyenne – This must be the place“ sind erstklassig besetzt, insbesondere Cheyennes Frau Jane, die von der wunderbaren Frances McDormand („Burn After Reading“) verkörpert wird. Perfekt ist auch der Einsatz von Musik, wie beispielsweise die wunderbaren Tracks von David Byrne bzw. den Talking Heads. Sie tragen zum eigentümlichen Stil des Filmes bei, der wie eine außergewöhnliche Perle im Mainstream-Allerlei, das zur Zeit auf den Markt kommt, wirkt.

„Cheyenne -This must be the place“ ist ein ungewöhnlicher Film, der nicht zu allem Antworten liefert, vieles der Interpretation offen lässt und trotzdem gut tut, ein positives Gefühl entfacht. Ein Film, der die Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz anhand eines ungewöhnlichen Individuums zeigt und dadurch zu berühren weiß.

Die DVD bietet soliden Ton und ein gutes Bild. Als Extras muss man mit Interviews mit Cast & Crew und dem Trailer vorlieb nehmen. Schade, gerade zu einem derart außergewöhnlichen Film hätte man gerne noch mehr erfahren.

Fazit: Ein ungewöhnliches Filmerlebnis mit einem brillanten Sean Penn.

by Silke Meyer
Bilder © Eurovideo