Chatroom - DVD

DVD Start: 24.06.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

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Inhalt

Als die abgebrühten Teenager Jim, Eva, Emily und Mo den charismatischen William im Internet kennenlernen, sind sie sehr angetan von seiner hilfsbereiten und einfühlsamen Art. Doch William ist nicht, was er vorgibt zu sein. Er ist berechnend und manipulativ und hat in der realen Welt nur ein Verlangen: Menschen sterben zu sehen. Der unsichere Jim ahnt nicht, dass er nur eine Figur in Williams mörderischem Plan ist. Die Grenzen zwischen der Realität und der virtuellen Welt scheinen sich aufzulösen. Jims Freunde erkennen die Gefahr, doch William kontrolliert inzwischen alles und jeden und ist bereit, bis zum bitteren Ende für sein Ziel zu kämpfen: Jims Tod.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 30 Min.
Interviews mit Cast & Crew
B-Roll
Trailer

Video on demand - Chatroom

DVD und Blu-ray | Chatroom

DVD
Chatroom Chatroom
DVD Start:
24.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Chatroom Chatroom
Blu-ray Start:
24.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

DVD Kritik - Chatroom

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Regisseur Hideo Nakata, der bereits für die Psychothriller Ring 1 und 2 verantwortlich zeichnete, bringt uns mit Chatroom einen Thriller aus dem Bereich des world wide web.

Der Teenager William (Aaron Johnson) führt ein sorgloses Leben, so sollte man meinen. Beide Eltern erfolgreich, ein schönes Haus und alles, was er sich nur wünscht. Doch William hat psychische Probleme, er verspürt Todessehnsucht. Nach einer Therapie scheint er sich im Griff zu haben und gründet einen Chatroom im Internet, um dort Freunde zu finden. Bald tauchen Jim (Matthew Beard), Eva (Imogen Poots), Emily (Hannah Murray) und Mo (Daniel Kaluuya) auf und die fünf beginnen sich über die intimsten Dinge zu unterhalten. Jeder der Jugendlichen hat Probleme, der schüchterne Jim leidet schon seit Jahren an Depressionen. Schon bald wächst in William ein neuer Wunsch, er will sich nicht mehr selbst umbringen, er will andere sterben sehen – und wer wenn nicht Jim wäre ein geeigneter Kandidat?

Aaron Johnson überzeugt in diesem düsteren Thriller als diabolischer Teenager, der seine psychischen Probleme nicht in den Griff bekommt und sich an dem Elend anderer ergötzt. Das spielt er mit einer Glaubhaftigkeit, die einem schon mal einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Besonders erstaunlich ist diese Bösartigkeit, wenn man sich Aaron Johnson in z. B. Nowhere Boy oder Kick-Ass angesehen hat, in denen er gänzlich andere Rollen spielt. Doch dies macht einen guten Schauspieler ja aus – Wandlungsfähigkeit. Auch seine Co-Darsteller spielen sehr gut und runden die Geschichte ab.

Das Besondere an Chatroom ist, dass die Räume im Internet visualisiert sind, d. h. die Schauspieler befinden sich tatsächlich in dem gleichen Raum miteinander, während sie in Wahrheit eigentlich vor ihren Computern oder Smartphones sitzen und dort ihre Texte hinein tippen. Diese sehr interessante Idee von Regisseur Hideo Nakata ist besonders am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn Aaron Johnson in einem heruntergekommenen Haus herumwandert, die skurrilsten Figuren trifft und man sich fragt, was ein Jugendlicher dort zu suchen hat. Doch wenn man sich daran gewöhnt hat, weiß man diese Umsetzung umso mehr zu schätzen – macht es die Geschichte doch eindringlicher. Und je mehr man darüber nachdenkt, was die Jugendlichen im Internet sehen und über was sie sprechen, desto mehr stellen sich die Nackenhaare auf. Denn es werden mitnichten nur harmlose Dinge besprochen, mitnichten – es geht um Selbstmord, Mord, die regelrechte psychische Zerstörung von jugendlichen Psychen – auch wird kurz das Thema Pädophilie gestreift. Und so wird der Schrecken im Kopf gebildet und nicht so sehr auf dem Bildschirm.

An Extras hat die DVD neben einem dem Filmtitel angepassten Menü Interviews mit sämtlichen Hauptdarstellern und vielen Crew-Mitgliedern, weiteren Trailern sowie einen Behind the scenes-Beitrag, der interessanterweise ohne Kommentare daherkommt und man sich fühlt, als wäre man bei den Filmarbeiten live dabei. Hierzu sei noch gesagt, dass in dieser Doku auch kleinere Spoiler zu sehen sind, so dass man sich den Film lieber vorher ansehen sollte. Bild und Ton sind in sehr guter, gleichbleibender Qualität.

Fazit: Ein Film, der nachwirkt!


by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Universum Film




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