Cell 213 - DVD

DVD Start: 15.10.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 105 min

Cell 213 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Des Mordes an einem seiner Klienten beschuldigt wird der großspurige Anwalt Michael Gray (Eric Balfour, The Texas Chainsaw Massacre) in das berüchtigte South River State Gefängnis gesperrt. Dort machen ihm die sadistischen Aufseher Sands (Bruce Greenwood, Star Trek Into Darkness) und Clement (Michael Rooker, Guardians of the Galaxy) das Leben zur Hölle. Doch auch in den vier Wänden seiner Zelle 213 findet Gray keine Ruhe. Jeder Insasse vor ihm hat in dieser Zelle auf mysteriöse Weise den Tod gefunden ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (D, GB, F, I, E)
Untertitel:
D, GB, F, I, E, P, DK, FIN, IS, NL, N, S, AR, TR, IND
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen

Video on demand - Cell 213

DVD und Blu-ray | Cell 213

DVD
Cell 213 Cell 213
DVD Start:
15.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Cell 213 Cell 213
Blu-ray Start:
15.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

DVD Kritik - Cell 213

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Grausige Zelle
Warum eigentlich funktionieren Horrorfilme nicht die im Gefängnis spielen? Dabei ist die Location doch im Grunde ein ebenso dankbares Setting wie etwa Nervenheilanstalten und Krankenhäuser. Die Wände sind vollgesogen mit Dramatik und Schuld, die Personen können bei einer Bedrohung nicht weg und die Gänge sind eng und kalt und die ganze Stimmung an sich ist schon bedrückend. Warum also versagen da die meisten Filme? Die dritte Staffel von „The Walking Dead“ hat vorgemacht das es funktioniert und in Ansätzen auch „Beyond Re-Animator“. Aber sonst gibt es kaum gelungene Filme mit dem Setting. Und doch gibt man Filmen mit diesem Schauplatz immer wieder eine Chance. So etwa „Cell 213“. Der Anfang ist auch relativ vielversprechend. Schließlich wird ein Gefängnisinsasse von Visionen heimgesucht. Da er seine Zelle nicht verlassen kann, dreht er allmählich durch. Doch dann wird der Held vorgestellt, der gänzlich unsympathisch ist und den ganzen Film über dem Zuschauer auch nicht näher kommt. Es handelt sich um einen arroganten Schnösel von Anwalt, der auch mit illegalen Mitteln seine Mandanten vor dem Gefängnis bewahrt. Moralisches Empfinden ist bei ihm nicht vorhanden, nur der Status und die Brieftasche zählen. Als er selber in das Gefängnis kommt und in die titelgebende Zelle einquartiert wird, geschieht das zwar aufgrund einer Tat die ihm nicht anzurechnen ist, doch frei von Sünde und Verbrechen ist er nicht. Man fiebert also nicht mit ihm mit wie es der Fall gewesen wäre wenn er unschuldig gewesen wäre. Das ist schon ein zentrales Manko des Filmes. Doch es wird noch schlimmer. Es gibt noch eine zweite Handlung, neben der eigentlichen Horrorgeschichte mit der heimgesuchten Zelle, in der eine junge und hübsche Frau das Gefängnis unter die Lupe nimmt und stößt auf Ungereimtheiten. Diese Handlung hat aber nichts mit dem Horror zu tun, sorgt aber immerhin für einige äußerst spärlich gesäte Spannungsszenen. Aber dieser Handlungsstrang läuft so nebenher und verzögert alles und bricht die Story auf, was sie völlig zerfasern lässt. Und dann wird es auch noch religiös verschwurbelt und das Gefängnis wird als eine Vorhölle etabliert in dem die Seelen geprüft werden. Also ob sie sich läutern und später in den Himmel kommen, wofür Gefängnisse per se eigentlich da sind, oder ob die Männer so böse sind, das sie in die Hölle herabfahren. Es geht also um Schuld und die hat hier jeder. Außer die Heldin, die aber erstaunlich blass bleibt. Die überflüssige Nebenhandlung macht viel kaputt und sorgt dafür, dass alles verschleppt wird, platt gerät weil alles nur angerissen wird und erstickt alle gruseligen Elemente im Keim. Zwar ist die klaustrophobische Knaststimmung gut eingefangen worden, aber das religiöse Geschwurbel ist auch noch überflüssig, da es nicht passen will und sich hier die Katze in den Schwanz beißt. Zum einen weil es eine schon vorhandene Funktion eines Gefängnisses überflüssigerweise überhöht und zum anderen weil der Held im Knast ein Verbrechen begeht, welches ihm eine Erlösung zunichtemachen müsste. „Cell 213“ ist also mal wieder ein gescheiterter Horrorfilm der im Gefängnis spielt, wobei die Schuld hier eindeutig am Drehbuch liegt.

Der Ton ist sehr gut und die Soundeffekte können überzeugen. Auch das Bild ist sehr ordentlich. Aber leider gibt es überhaupt keine Extras.


Fazit:
Wieder mal ein gescheiterter Horrorfilm der im Gefängnis spielt. Eine überflüssige zweite Handlungsebene und eine unnötige religiöse Überhöhung ersticken alles Unheimliche im Keim.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures