Cannibal Inferno - DVD

DVD Start: 04.09.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 73 min

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Inhalt

Jack Steele, ein schwerreicher Privatinvestor, ist zusammen mit seinem Adoptivsohn, Billy auf der Suche nach dem mysteriösen Schatz von Marco Polo. Ihre Reise bringt sie auf eine Insel abseits der Küste Argentiniens und direkt in die Hände eines primitiven Kannibalen Stamms, der Yamma Yamma. Ein seltsamer Einsiedler der mitten unter den Wilden seit Jahren überlebt, kennt das Geheimnis der Menschenfresser. Nur er hat den Schlüssel die Schatzsucher aus den Fängen des hungrigen Stamms zu befreien – bevor sie bei lebendigem Leib gefressen werden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Cannibal Inferno

DVD
Cannibal Inferno Cannibal Inferno
DVD Start:
04.09.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 73 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Cannibal Inferno Cannibal Inferno
Blu-ray Start:
04.09.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 76 min.

DVD Kritik - Cannibal Inferno

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Parodienalberei - Ein neuer Kannibalenfilm? Kommen da etwa einmal die Italiener den Amerikanern zuvor und beleben dieses berüchtigte Subgenre neu bevor Eli Roth sein Projekt „Green Inferno“ in die Kinos bringen kann? Spätestens jetzt dürfte dem geneigten Zuschauer das Wasser im Munde zusammenlaufen. Italien? Kannibalen? Da kamen doch einige der härtesten, kontroversesten und berüchtigtsten Filme zusammen? Ja, genau. Da wurde der gute Geschmack mehr als einmal überschritten und notdürftige Handlungen dafür benutzt viele Sadismen, Brutalitäten und nackte Haut zu zeigen. Das kombiniert mit realen Tötungen von Tieren führte zu großen Ärgernissen mit den Zensurbehörden und verschreckte und verärgerte auch die Zuschauer. „Cannibal Inferno“ bedient sich nicht nur im Titel der Vorgänger, die sowieso alle zum Verwechseln ähnlich hießen. Diese skandalträchtigen Aspekte des Subgenres werden auch noch vor dem Vorspann erwähnt, in dem behauptet wird, das der Regisseur erst aus Italien fliehen musste, dann den Argentiniern beweisen musste, das alle Darsteller dieses Filmes noch leben und wieder fliehen musste. Das nimmt man erst noch ernst und lässt die Erwartungen hochschrauben. Doch dann kommt das erste Filmbild und man traut seinen Augen nicht. Ist diese Karikatur von einem Mariachi ernst gemeint, wenn er durch das Bild läuft? Nein, ist es nicht, denn schon die anschließende Szene macht deutlich worum es hier geht: eine Hommage an das italienische Grindhousekino gepaart mit einer äußerst albernen Parodie. Die Hommage ist gelungen und es ist schon schräg und dürfte den Trashfan freuen, wenn das Bild knistert, die Synchronspur nicht immer synchron zu den Lippen verläuft und die Darsteller hölzern sind oder zum overacting neigen. Zudem haben alle sichtbar aufgeklebte Schnurrbärte und fürchterliche Perücken, die aussehen als ob an den Haaransätzen Dynamit explodiert wäre. Man stellt sich also auf ein Trashfest ein, was ansatzweise auch noch erfüllt wird. Etwa wenn eine sichtbar als solche zu erkennende Gummispinne an einem Faden aus einem Baum herabgelassen wird. Anderes ist aber viel zu albern und absolut nervtötend oder man muss ordentlich gekifft haben, damit man eh über alles kichern kann. Sonst ist das nicht zu ertragen. Natürlich kann man sich als Kenner der Kannibalenfilme noch auf die Zitatensuche begeben, die in der Tat vorkommen, wenngleich etwas dezent und alle Klischees bedient (wobei man sagen kann das das ganze Genre ein einziges Klischee ist und sich alles immer nur zum Verwechseln widerholte). Womit wir bei dem traurigsten Aspekt wären. Es geht um das Genre und um die deutsche Zensur. Natürlich fehlt mal wieder einiges und die ganzen Splattereffekte sind der Schere zum Opfer gefallen, was man angesichts der Laufzeit von ca. 73 Minuten auch schon nicht anders erwartete. Andererseits wären das die einzigen Schauwerte gewesen, denn das Alberne überwiegt hier deutlich und jede Szene ist maßlos übertrieben zusammen mit einer nervigen Synchro. Die einzige gelungene Einstellung ist eine gähnende Schlange, die wieder sehr symptomatisch für den ganzen Film ist. Aber dafür gibt es immerhin einen Punkt.

Der Ton und das Bild sind bewusst auf schlecht gemacht mit ihrer Hommage an das Grindhousekino und funktionieren in der Form aber gut. Als Extras gibt es leider nur den Trailer und eine Trailershow.

Wie schon zu erwarten hat hier die Schere ordentlich zugeschlagen, aber auch sonst funktioniert der Film nicht, da hier eine zutiefst alberne Parodie vorliegt, welche schwer zu ertragen ist, aber immerhin einige Klischees aufs Korn nimmt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film