Caged - DVD

DVD Start: 30.09.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 83 min

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Inhalt

Irgendwo im ländlichen Kosovo wird eine Gruppe von Ärzten, die dort humanitäre Hilfe leistet, nach eben beendeter Mission auf offener Straße entführt. Die junge Krankenschwester Carol und ihre zwei Kollegen werden im Keller eines heruntergekommenen Bauernhofs in Käfige gesteckt. Was mit ihnen passieren soll, ist weder ihren Peinigern noch den Insassen der übrigen Zellen zu entlocken. Gefangen und am Leben erhalten unter menschenunwürdigen Umständen, merken die drei jedoch schnell, welche grausamen Pläne die Entführer für sie haben...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Original Kinotrailer, deutscher Trailer

Video on demand - Caged

DVD und Blu-ray | Caged

DVD
Caged Caged
DVD Start:
30.09.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Caged Caged
Blu-ray Start:
30.09.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 86 min.

DVD Kritik - Caged

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Wieder ein Folterkeller
„Caged“ liefert ein um das andere Mal ein Déjà-vu-Erlebnis. Dementsprechend ist die Story nicht sonderlich originell, aber trotzdem hatten es die Franzosen in den letzten Jahren geschafft, gute Horrorfilme daraus zu machen. Und auch „Caged“ ist das gelungen. Die französische Produktion erzählt von drei französischen Medizinern, die in einem nicht näher benannten Land des ehemaligen Jugoslawiens ihre freiwillige Arbeit verrichten und Kriegsopfer behandeln. Als sie nach Hause fahren wollen, müsse sie einen Umweg machen. Versierte Kenner des Genres ahnen, was passieren wird. Natürlich verfahren sie sich und natürlich geraten sie in einen Hinterhalt und werden gefangen genommen. Als sie aus einer Ohnmacht erwachen, finden sie sich in Käfigen wieder. Jetzt denkt der Zuschauer schon automatisch an „Saw“. Und das wird wohl noch ein paar Jahre so dauern, dass immer wenn Menschen im Film in Käfige eingesperrt sind, der Gedanke an diese Serie auftaucht. Doch hier währt der Gedanke nur kurz, denn man sieht schnell die Täter. Und jetzt denkt man an „Hostel“ und ähnlich gelagerte Filme. Warum wird eigentlich mit den osteuropäischen Staaten eine Art neues Feindbild aufgebaut? Hier macht es eigentlich Sinn, denn der Jugoslawienkrieg hat anscheinend die Bevölkerung verroht und ihnen die Mittel und Umstände gegeben, ihre kriminellen Ziele zu erreichen. Dass dieses an den Rändern von Europa, also fast vor der eigenen Haustür, geschieht, macht das noch beängstigender. Der Folterfilm wetzt also zunächst seine Messer. Das ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Denn die große Stärke des Filmes „Caged“ besteht in seinem Realismus. Nicht nur ist die Handlung glaubwürdig. Es geht nämlich nicht um einen Foltervergnügungspark für Reiche wie in „Hostel“, sondern um etwas Realistischeres und damit sehr viel Unangenehmeres. Obwohl etwa die Hälfte des Filmes in den Käfigen spielen mag, können so manche filmische Mittel angewandt werden, damit es nicht langweilig wird. Generell können hier die Toneffekte überzeugen, welche den Zuschauer ein akustisches Empfinden liefert, welches manche Protagonisten gerade erleben und somit den Realitätsgrad nicht unerheblich erhöht. Auch Kameraperspektiven und Lichteffekte können überzeugen und altbekannten Szenen neues abgewinnen. Und gerade als sich der Zuschauer denkt, das es jetzt mal an der Zeit wird, dass etwas anderes als die Käfige zu sehen sind, entwickelt sich die Handlung und der Ort wird wieder gewechselt. Ein großer Pluspunkt also für das Timing. Auch die Gewalt in dem Film ist sehr realistisch und demnach äußerst unangenehm zu sehen. „Caged“ hält sich nicht an den Folter- und an den Slasherfilm, sondern eher an Hitchcocks berühmte Tötungsszene aus „Der zerrissene Vorhang“. Hier schlägt man nicht tausendmal auf den Schurken ein, und kriegt ihn doch nicht tot. Und auch der vermeintlich tote Slasher, der wieder aufsteht, ist hier nicht zu finden. Doch „Caged“ spielt ein bisschen mit eben dieser Erwartungshaltung des Zuschauers und schürt dadurch die Spannung. Wie schwer es ist, einen Menschen zu töten, hat Hitchcock in „Der zerrissene Vorhang“ gezeigt. Und „Caged“ zitiert diese Szene. Aber plagiiert sie nicht. Das Thema und der Ort (eine Küche) sind gleich, aber ansonsten ganz verschieden. Gerade dieser Realismus, der den ganzen Film durchzieht, macht ihn hart und sehr spannend. Das geht an die Nieren und man kann sich keineswegs sicher sein, wie er ausgehen mag. Freunde von harter Thrillerkost als auch von Filmen wie „Hostel“ können getrost zugreifen.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Als Extras sind leider nur Trailer vorhanden.

Haltungsnoten werden wegen der unoriginellen Story abgezogen, aber der Realismus des Filmes macht ihn spannend, hart und unangenehm. Nichts für Zartbesaitete.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment




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