Buybust - DVD

DVD Start: 23.11.2018
FSK: ab 18 - Laufzeit: 123 min

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Inhalt

Nina Manigan (Anne Curtis), Neuling bei der philippinischen Drogenpolizei und Teil einer Eliteeinheit, soll bei einer Razzia einen einflussreichen Drogenboss hochnehmen. Die Mission treibt die Ermittler tief in die labyrinthartigen Gassen der Slums von Manila – bis sie merken, dass bei der Planung schwerwiegende Fehler unterlaufen sind, die sie jetzt das Leben kosten können. Als sie dann noch in einen Hinterhalt geraten, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen sich ohne Rücksicht auf Verluste den Weg freischießen, um dieser Hölle lebend zu entkommen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Philippinisch/Tagalog/Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Behind the Scenes // Making-of // Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Buybust

DVD
Buybust Buybust
DVD Start:
23.11.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 123 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Buybust Buybust
Blu-ray Start:
23.11.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 128 min.
BuyBust - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook BuyBust - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook
Blu-ray Start:
23.11.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 128 min.

DVD Kritik - Buybust

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 5/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 5/10


Gemetzel im Slum
Das philippinische Kino ist dem breiten Publikum vor allem durch die beiden „The Raid“ Filme bekannt geworden und hat schon direkt den Maßstab recht hoch gesetzt. So tut sich der neue philippinische Actionfilm „Buybust“ im Grunde keinen Gefallen wenn er thematisch sehr ähnlich gesetzt ist wie seine berühmten Vorgänger. Eine Gruppe von Polizisten will einen wichtigen und mächtigen Drogendealer festnehmen und gerät in einem abgegrenzten Raum in ein brutales Feuergefecht. Während es in „The Raid“ noch ein Hochhaus ist, ist es in „Buybust“ ein Slum am Rande einer asiatischen Metropole. Im Laufe des Filmes geschieht eigentlich kaum etwas anderes als ein reines Gemetzel und in der suburbanen Hölle kämpft jeder gegen jeden und die Polizisten werden nach und nach dezimiert bis ein einzelner schließlich den Oberbösewicht fassen kann. Ist bekannt? Richtig. Und die dünne Story hat auch Nachteile. So ist die Charakterisierung der Figuren äußerst grob und nur in wenigen Fällen vorhanden, wobei die meisten der vielen Charaktere reine Bildfüller und Kanonenfutter sind. So bleiben sie einem fern und der Zuschauer wird nicht emotional beteiligt, was das zweistündige Dauerkämpfen auf Dauer recht eintönig und ermüdend werden lässt.

Anne Curtis in Buybust
Anne Curtis in Buybust © capelight pictures
Vor allem weil der Film nicht die Wucht wie „The Raid“ aufweisen kann. Es geht zwar manchmal brutal zu, aber es gibt wenige Schnitte und so verpuffen manche Effekte. Aber das ist cineastisch hervorragend gemacht und eine logistische Meisterleistung welche dem Filmteam und den Darstellern enorm viel abverlangt. Es gibt sehr lange Einstellungen auch in den Actionszenen wobei kein Schnitt den Fluss der Kamera stört welche einfach weiter den Charakteren während ihres Kampfes in den engen Gassen folgt. Was also einerseits ein Nachteil ist, die fehlende Wucht, ist andererseits ein Vorteil. Das verleiht dem ganzen einen dokumentarischen Charakter was auch angestrebt worden ist, da, jedenfalls laut Making Of in den Specials, hier auch Sozialkritik an der Korruption innerhalb der Polizei und an dem Krieg gegen die Drogen der von vornherein als verloren angesehen wird, geübt wird. Da aber eine wirkliche Story fehlt, verpufft dieses alles und bleibt viel zu oberflächlich, da die Dichte des Raums und die Einheit von Zeit und Ort dem Regisseur wichtiger waren, was vom filmtechnischen her sehr interessant ist, aber den Filmgenuss schmälert. Aber auch in anderer Hinsicht ist „Buybust“ noch bemerkenswert. Die Hauptdarstellerin ist im asiatischen Raum, und vor allem auf den Philippinen, ein großer Star der vor allem als Sängerin und als Darstellerin in seichten Komödien und Liebesfilmen groß wurde. Hier überrascht sie ihre Fans in einer knallharten Actionrolle welche man bislang nicht von ihr kannte. Für westliche Zuschauer ist das eigentlich ein uninteressanter Aspekt wenn es nicht dazu führen würde das hier der erste philippinische Actionfilm vorliegt dessen Held eine Frau ist, was es dort bislang nicht gegeben hat. Das, zusammen mit dem interessanten Setting, macht den Film durchaus sehenswert, aber es wäre doch deutlich mehr drin gewesen.

Anne Curtis, Mara Lopez, AJ Muhlach und Tarek El Tayech in Buybust
Anne Curtis, Mara Lopez, AJ Muhlach und Tarek El Tayech in Buybust © capelight pictures
Der Film kommt auch in einem schicken Mediabook mit BD und DVD sowie einem interessanten Booklet. Die Extras sind bei beiden Ausstattungen allerdings identisch. Der Ton hätte etwas kräftiger ausfallen können. So kommen die Schläge und deren Wucht nicht zur Geltung und die Schüsse klingen auch eher nach Schreckschuss. Aber das Bild ist gut, wobei etwas mehr Schärfe gut getan hätte, da doch die einzelnen Aufnahmen in der Dichte des Slums mit all seinen Ecken und Winkeln etwas überladen wirken und so mehr Trennschärfe geholfen hätte. Als Extras gibt es viele Trailer zu dem Film, ein recht gutes Making Of welches seinen Namen verdient aber auch viel gegenseitiges Lob enthält und ein Behind the Scenes welches eine reine Werbeveranstaltung ist.


Fazit:
Ein auf Dauer recht eintöniges Actiongemetzel dem die charakterliche Tiefe und inszenatorische Wucht fehlt, aber cineastisch sehr gut gemacht ist. Leider bleibt bei all den Opfern auch die Sozialkritik auf der Strecke.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / capelight pictures