Butcher Boys (Uncut) - DVD

DVD Start: 18.04.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

Butcher Boys (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Es sollte eine Nacht voller Spaß werden, doch am Ende steht der blanke Terror. Als Sissy und ihre Freunde ungewollt einen Autounfall mitverschulden, bei welchem ein Hund angefahren wird, beschwören sie damit den Zorn der Butcher Boys herauf. Einer nach dem anderen wird von der psychopathischen Gang gejagt und zur Strecke gebracht, bis nur noch Sissy übrig ist. Ganz auf sich allein gestellt, muss Sissy erkennen, dass sie es mit mehr als nur Mördern zu tun hat. Sie findet sich im denkbar schlimmsten Albtraum wieder, aus welchem es kein Entkommen gibt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Butcher Boys (Uncut)

DVD
Butcher Boys (Uncut) Butcher Boys (Uncut)
DVD Start:
18.04.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Butcher Boys (Uncut) Butcher Boys (Uncut)
Blu-ray Start:
18.04.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

DVD Kritik - Butcher Boys (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 4/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Verbeugung vor Klassikern - Die „Butcher Boys“ sind eine einzige Hommage an den Horrorfilm der 1970er und 1980er. In der letzten Zeit gab es da mehrere Filme in der Richtung. Sogar das ganze Subgenre des Backwoodslasher, der in den letzten Jahren boomte und seit kurzem deutlich abflaut, ist deutlich aus den 1970ern stammend indem er die damals beliebten Elemente des Tierhorrorfilms mit dem Slashergenre verband. Was „Butcher Boys“ aber definitiv gerade mit den Filmen der 70ern gemeinsam hat ist die willkürlich ausbrechende brutale Gewalt, die gerade wegen der Unmotiviertheit und Rohheit umso erschreckender ist. Der Backwoodslasher spielt ja, wie es der Name schon sagt, oft in vernachlässigten ruralen Gegenden, die gerade durch die Vernachlässigung durch staatliche und wirtschaftliche Institutionen zu einem rechtsfreien Raum geworden sind. Da sitzt die Frustration tief und die Einsamkeit führt zu Mutanten, die durch Inzest gezeugt wurden und der Hunger lässt sich nur durch vorbeifahrende Teenager stillen. „Butcher Boys“ hingegen macht eine Sache sehr geschickt, indem er diese typischen Strukturen auf eine Großstadt überträgt. Und damit sozialkritische Töne aufweist. Denn in einem postindustriellen Amerika, dessen erfolgreiche Wirtschaftszweige wie das Bankenwesen hauptsächlich von sich selber zehren und somit nichts greifbares produziert, hat die einstmals großen Industriestädte veröden und verkommen lassen. Dieses Desinteresse haben die Einwohner übernommen und vor nichts mehr Respekt. Jeder ist sich im Überlebenskampf selbst der nächste und die Jagd findet nicht mehr in den Wäldern, sondern im Dschungel der Großstadt statt. Das ist eine interessante Komponente, die es verdient gehabt hätte näher ausgeweitet zu werden. Stattdessen fällt der Film in zwei Teile, die jeweils einen großen Klassiker zitieren. Der erste Teil ist dann „Judgement Night“ und der Streifen aus den 1980ern in dem ein junger Mann während einer einzigen Nacht die verschiedensten Gefahren und Situationen überstehen muss. Der zweite Teil ist dann eine Mischung aus „Hostel“ und „Texas Chainsaw Massacre“. Den Bruch kann man noch hinnehmen und es baut auch einigermaßen logisch aufeinander auf. Aber leider ist das Drehbuch an sich ziemlich chaotisch und springt ziemlich viel hin und her, ohne dass jemals eine besonders gelungene Idee zelebriert werden kann. Das macht den Film noch nicht schlecht. Dazu trägt nämlich das wesentliche overacting fast aller Darsteller bei, die schon nach kurzer Zeit ziemlich zu nerven beginnen. So gerät der Film dann doch auch aufgrund der mangelnden Überraschungen, da er sich zu deutlich vor Genrevorläufern verbeugt, zu einer Geduldsprobe. Immerhin gibt es manche gelungene Szenen, die auch mal sehr blutig ausfallen, und einige gelungene Gastauftritte von Darstellern die damals in einem wegweisenden Klassiker mitgespielt haben. Und auch die letzte Einstellung erinnert dann daran wie einstmals Leatherface mit seiner Kettensäge die aufgehende Sonne begrüßte. Nichts Neues also.

Der Ton ist bisweilen unangenehm gut, da einem das permanente Gekreische schon mal derbe auf die Nerven gehen kann. Das Bild ist dann leider etwas blass und grieselig, was einen zwar an die Vorläufer aus den 1970ern erinnert, aber doch nicht zu überzeugen vermag. Ebenso wenig die Extras, welche nur aus dem Trailer und einer kleinen Trailershow bestehen.

Die Verbeugung vor Genreklassikern ist so groß das man die eigenen guten Ideen aus dem Blick verliert und so nichts Neues bieten kann. Ein chaotisches Drehbuch und maßlos übertreibende Darsteller nerven auf Dauer anstatt das sich Spannung entwickelt.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Mad Dimension