Burke & Hare - DVD

DVD Start: 10.05.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 88 min

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Inhalt

In Edinburgh sind Leichen knapp. Im Epizentrum des medizinischen Fortschritts herrscht in den 1820er Jahren besonders zwischen den führenden Doktoren Monroe und Knox ein erbitterter Kampf um jeden Toten. Es dürfen nämlich nur Körper von Kriminellen für die medizinische Forschung verwendet werden. Doch die beiden irischen Einwanderer Burke und Hare nehmen es mit den Gesetzen nicht so genau und beginnen, frisch Bestattete wieder auszugraben. Ein gutes Geschäft und die Doktoren fragen nicht weiter nach. Doch der Bedarf ist immer noch nicht gedeckt.

Also greifen die beiden Lieferanten zu drastischeren Mitteln ... warum warten, bis jemand gestorben ist? Da kann man doch nachhelfen. Ein legendäres Serien-Killer-Duo startet seine Tod bringende Laufbahn ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Premiere mit John Landis, Interviews, Deleted Scenes, Outtakes, B-Roll, Originaltrailer, Trailershow

Video on demand - Burke & Hare

DVD und Blu-ray | Burke & Hare

DVD
Burke & Hare Burke & Hare
DVD Start:
10.05.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

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Blu-ray
Burke & Hare Burke & Hare
Blu-ray Start:
10.05.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

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DVD Kritik - Burke & Hare

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Leichen als Geschäft
Nach langer Zeit meldet sich John Landis als Regisseur zurück. Der Schaffer solcher Filmperlen wie etwa „American Werewolf in London“, „Blues Brothers“ und „Die Glücksritter“ nimmt sich einem bereits häufig verfilmten Themas an. Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, 1828 um genau zu sein, gab es eine ganze Reihe von Morden in Edinburgh. Zwei Männer töteten Personen, deren Leichen sie dann an Ärzte verkauften, die diese als anatomische Studienobjekte nutzten. Als es damals herauskam, war es ein Riesenskandal. Und ein gefundenes Fressen für Literaten wie etwa Robert Louis Stevenson („Die Schatzinsel“) mit „Der Leichendieb“ und seit Erfindung des Filmes mehrere Streifen (wie etwa „The Body Snatcher“ mit Boris Karloff und Bela Lugosi). John Landis legt aber mit „Burke and Hare“ nicht etwa wieder einen neuen Horrorfilm auf, sondern macht aus dem Stoff eine romantische Komödie und eine Satire auf den frühen Kapitalismus. Generell steckt in dem Film viel drin: Horror, Slapstick, Satire, Romantik und eine Sozialstudie. Manchmal ist das ein bisschen zu viel des guten, da eine Konzentration auf ein Thema vielleicht den Film etwas straffer gemacht hätte. Aber obwohl der Film stark an einer Überfrachtung entlang schrammt, machen ihn doch die Themen zu einem vielschichtigen und sehr kurzweiligen Streifen. Viele Running Gags sorgen immer wieder für kleine humoristische Einschübe (wie etwa der Polizist, der permanent in Ohnmacht fällt oder das der eine Arzt ein Fußfetischist ist). Mit Tim Curry und Christopher Lee sind auch zwei Gaststars zu sehen, von denen man nie genug bekommt. Andy Serkis („Herr der Ringe“) neigt zwar manchmal etwas zum grimassieren, passt aber perfekt zu der Rolle. Simon Pegg („Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“) ist auch hervorragend besetzt, fremdelt aber ein wenig in den dramatischen Szenen. Aber alle machen ihren Job richtig gut und schaffen sogar das Kunststück, das die beiden Mörder dem Zuschauer sympathisch werden. Im Grunde sind die Ärzte die eigentlichen Schurken, da sie das Elend anderer Leute für ihre Zwecke ausnutzen und den Kapitalismus in Form von Mord einführen. Aber wie auch in den Extras betont wird: Burke und Hare waren keine psychopathischen Serienkiller, sondern mussten schlicht und ergreifend überleben. Es gab die Anfrage nach einem Objekt (eben Leichen) und sie befriedigten in bester kapitalistischer Tradition die Nachfrage (indem sie für Leichen sorgten und dann verkauften). Gerade diese Aspekte der Satire auf den Kapitalismus machen einen Großteil des Filmes aus. Damit er nicht zu düster wird, trotz des Humors, kommt auch noch eine Liebesgeschichte dazu, die das ganze inhaltliche etwas erhellt. Die Ausstattung des Filmes ist sehr beeindruckend. Kostüme, Beleuchtung, Sets und die Gebäude versetzen den Zuschauer richtig in die Zeit. Und wer sich den Originalton zutraut, kann sich des schönen schottischen Dialekts erfreuen. Und wer bis zum Abspann wartet kann auch noch kurz den wahren William Burke kennenlernen.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Auch die Extras können sich sehen lassen, wenngleich die historische Grundlage nicht näher anhand einer Dokumentation erläutert wird. Die Premiere im Beisein von John Landis ist sehr interessant und auch lustig. Auch die Interviews, Deleted Scenes, die B-Roll und die Outtakes können sich sehen lassen. Sie sind nicht reine Werbemaßnahmen, sondern liefern auch Meinungen zu den unterschiedlichen inhaltlichen Schichten des Filmes. Trailer gibt es natürlich auch.

John Landis is back. Und wie! Manchmal etwas überfrachtet, ist der Film dennoch eine hervorragende Satire auf den Kapitalismus und vereint Komödie mit Horror und Romantik und Historienfilm. Alle Fans dieser vier Genres können beruhigt zugreifen.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite




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