Buried - Lebend begraben - DVD

DVD Start: 12.04.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

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Inhalt

Das ist das Schicksal von Paul, einem amerikanischen Lastwagenfahrer und Familienvater, der in einem Holzsarg aufwacht. Er wurde lebendig begraben und weiß weder, wer ihm das angetan hat, noch warum. Seine einzige Chance, diesem Alptraum zu entkommen, ist ein Handy. Schlechter Empfang, ein rapide schwindender Akku und Sauerstoffmangel sind die schlimmsten Feinde in seinem Wettlauf gegen die Zeit: Paul hat nur 90 Minuten, um gerettet zu werden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Teaser Sundance-Festival
- Verschiedene Featurettes
- Interview mit Darsteller und Regisseur
- Audiokommentar von Regisseur

Video on demand - Buried - Lebend begraben

DVD und Blu-ray | Buried - Lebend begraben

DVD
Buried - Lebend begraben Buried - Lebend begraben
DVD Start:
12.04.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Buried - Lebend begraben - Special Edition Buried - Lebend begraben - Special Edition
DVD Start:
12.04.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.
Blu-ray
Buried - Lebend begraben Buried - Lebend begraben
Blu-ray Start:
12.04.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

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DVD Kritik - Buried - Lebend begraben

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Ein Kammerspiel, also ein Film in nur einer Lokalität, stellt hohe handwerkliche und dramaturgische Anforderungen, besitzt aber meist seinen ganz eigenen Reiz und eine lange Historie. So befasste sich insbesondere Alfred Hitchcock umfassend mit kammerspielartigen Situationen. Noch bevor er Krimis wie Cocktail für eine Leiche, Bei Anruf Mord oder Das Fenster zum Hof realisierte, schuf er mit dem Propagandafilm Das Rettungsboot ein Kammerspiel, dass nicht nur in einer Örtlichkeit, sondern auf wahrhaft engstem Raum, nämlich dem kleinen, titelgebenden Vehikel spielte. Außerdem hatte Hitchcock die Idee, einen Film nur in einer Telefonzelle spielen zu lassen, verwarf diese jedoch, weil er eine passende Dramaturgie für schwer realisierbar hielt. Vier Jahrzehnte später wurde genau diese Idee dann im Thriller Nicht auflegen! umgesetzt; trotz einiger Mängel funktionierte das Prinzip. Somit stellt Buried, der komplett in einem Sarg spielt, den bisher konsequentesten Versuch dar, indem der Raum so weit wie möglich beschränkt wird – der Platz reicht gerade so für eine Person. Doch damit nicht genug, weiterhin ist Buried in Echtzeit gedreht, bindet neben der räumlichen auch eine zeitliche Komponente mit ein und ist somit sehr konsequent in der Etablierung der Situation, die so simpel wie effektiv ist.

Trotz der einfachen Ausgangslage boten sich Drehbuchautor Chris Spalding und Regisseur Rodrigo Cortés viele Möglichkeiten hinsichtlich des Plots und der Inszenierung. Cortés erhielt bereits nach seinem Debütfilm The Contestant – Der Kandidat die Möglichkeit, sein zweites Werk unter kalifornischer statt spanischer Sonne zu drehen, denn trotz des mauen, nicht zu Ende gedachten Plots von The Contestant war die rasante Inszenierung und die eigenwillige, hochglanzartige Ästhetik interessant und geradezu prädestiniert für Hollywood. Erfreulicherweise hielt sich Cortés mit inszenatorischen Spielereien zurück und schaffte es, von einigen überflüssigen Zeitlupen abgesehen, die Unmittelbarkeit der bedrohlichen Situation des Protagonisten von Buried einzufangen. Dass der Film in seiner beschränkten Art recht gut funktioniert, ist zu einem Teil der Verdienst des Regisseurs, der szenenweise recht rasant inszeniert und die Gefahr transportiert, die die verstreichende Zeit mit sich bringt.

Drehbuchautor Spalding stand vor der Herausforderung, Figur und Handlung zu entwickeln, ohne auf herkömmliche Mittel und Motive zurückgreifen können. So ist es nicht überraschend, dass das Drehbuch den Schwachpunkt des Films darstellt. Funktionieren tut Buried – schnell stellt sich Suspense ein, es geht weniger um Vorgeschichte oder Nachwirkungen, sondern um das Hier und Jetzt. Allerdings vermag es das Drehbuch nicht, die große Stärke eines Kammerspiels auszuspielen: Die Psychologie. Der Protagonist wird kaum beschrieben, hat keine Ecken und Kanten ist bietet somit wenig Identifikationspotenzial, sodass einzig die dynamische Inszenierung davor bewart, dass der Zuschauer kalt gelassen wird. Neben den wenigen Szenen, die Situationsspannung bieten und dem sehr gelungenem Finale, hat das Drehbuch keinerlei Ideen und verläuft höhepunktarm und ohne memorable Momente. So kommt man nicht umhin, die unplausiblen Handlungen der Hauptfigur zu bemerken. Natürlich ist Spalding so clever, im Voraus die Grundlage für derartige Kritik zu entziehen, indem er einfließen lässt, dass der Protagonist Probleme mit Stresssituationen hat und sogar die passenden Medikament nimmt, dennoch ist damit nicht erklärt (davon abgesehen, dass die Kamera eine Lichtquelle benötigt), warum er trotz akuter Sauerstoffnot unzählige Male sein Feuerzeug brennen lässt, ohne etwas beleuchten zu wollen. Auch die Tatsache, dass das Handy trotz geringer Akkuladung benutzt wird, um mehrfach Verwandte anzurufen, anstatt sich auf die für die Rettung nötigen Kontakte zu beschränken, ist wohl mehr dem Willen zur (teilweise recht pathetischen) Dramatik geschuldet.

Insgesamt ist Buried in seiner Konsequenz interessant, solide inszeniert, aber zu arm an Ideen und mit einigen Plausibilitätsschwächen versehen. Ryan Reynolds erweist sich als dankbarer Hauptdarsteller, wird aber nicht wirklich gefordert.

Die Tonqualität der DVD-Veröffentlichung ist ohne Makel, die Audiospur spielt aber eine geringe Rolle, während die Bilder enorm wichtig sind, aber nicht restlos überzeugend, ab und an treten Schlieren und Blöcke auf, wenn Licht und Dunkelheit verschwimmende Grauzonen bilden. Die Farben sind jedoch sehr satt und ansehnlich gehalten. Auf der dieser Rezension zugrunde liegenden Einzel-DVD sind bis auf einige Trailer und eines Audiokommentars keinerlei Extras vorhanden, neben der Blu-ray ist aber noch eine 2-DVD-Fassung erhältlich, die einiges an Bonusmaterial aufweist.


by Tom Schünemann
Bilder © Ascot Elite




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