Bullet - DVD

DVD Start: 20.03.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

Bullet DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Danny Trejo („Machete“) ist Frank „Bullet“ Marasco, der härteste Cop im Hexenkessel Los Angeles. Ob er Gangster auf der Straße zur Strecke bringt oder in illegalen MMA-Fightclubs ermittelt – Bullet kennt nur ein Gesetz: sein eigenes! Als Carlito Kane (Jonathan Banks, „Breaking Bad“) Bullets Familie bedroht, merkt der Boss eines Drogenkartells schnell, dass er sich diesmal mit dem Falschen angelegt hat.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Cherrybomb Films
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Bullet

DVD
Bullet Bullet
DVD Start:
20.03.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Bullet Bullet
Blu-ray Start:
20.03.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Bullet

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Ungerade Schussbahn - Warum Robert Rodriguez wohl diesen Film namens „Bullet“ produzierte? In letzter Zeit hatte er kein glückliches Händchen bewiesen und so hat er wohl diesmal erkannt, was ihm blühen könnte und wohl das Geld als Freundschaftsdienst locker gemacht. Danny Trejo ist ja so etwas wie Rodriguez´ Maskottchen und da kann man ihm schon mal eine Hauptrolle in einem Actionfilm verpassen. Nun ist aber Danny Trejo nun wahrlich kein begnadeter Darsteller. Meist lebt er einzig durch seine Leinwandpräsenz, welche Filme aufpeppt und seinen kleinen und kurzen Szenen einen besonderen Status verleihen. Die beiden „Machete“-Filme waren auch erfolgreich weil sie eben mit dieser Präsenz spielen und von vornherein den Helden als eine Ikone anlegten, einen übermenschlichen Rächer. In „Bullet“ spielt Trejo aber nun einen Polizisten am Abgrund, dessen Enkel entführt, der diskreditiert und von allen Seiten gejagt wird. Um mit einem solchen Mann zu fühlen, muss man erst Emotionen ihm gegenüber entwickeln, damit die dramatischen Sequenzen auch funktionieren. Und das tut es nicht. Trejo kann zu keinem Zeitpunkt eine vermeintliche Tiefe des Charakters herstellen und in den dramatischen Szenen wird es sogar peinlich bis unfreiwillig komisch. Die stümperhafte Regie tut noch ihr Übriges dazu. Selbst die Dialogszenen sind hier schlecht geschnitten und manche Schauspieleraktionen kommen sekundenlang zu spät. Man wartet in ein oder zwei Momenten sogar noch kurz eine weitere mögliche Reaktion des Gesprächspartners ab, bevor man sich dann abwendet und geht. Das mag kaum auffallen, trägt aber zur misslungenen Grundstimmung bei. Als Darstellerin ist immerhin noch die deutsche Julia Dietze zu sehen, was immerhin ein kleines Schmankerl darstellt. Ansonsten kommt der Film eigentlich 30 Jahre zu spät. So wie er sich gibt, war so gut wie 90 Prozent aller Actionfilme aus den 1980er Jahren. Ein harter Cop, der mal das Gesetz übertritt um das recht zu forcieren und von den Kollegen respektiert wird, mit einer harten Vergangenheit, wird von monströsen Gegnern so lange niedergeprügelt, sowohl physisch als auch symbolisch, bis er zur Ein-Mann-Kampfmaschine wird und einen Privatkrieg antritt. Das ist so typisch, dass der ganze Ablauf schon ein einziges Klischee geworden ist. Schlimm daran ist, dass hier dieser Verlauf völlig ohne Ironie erzählt wird. Immerhin gibt es kaum dumme Machosprüche. Nur im Finale kommen einige One-Liner, seit den 80ern unverzichtbar, die aber nicht zünden wollen. Anschlussfehler häufen sich auch: da explodiert jemand in einem Kofferraum, aber die Leiche ist später gut erhalten zu sehen. Die Schlägereien sind sehr lahm choreographiert und entwickeln keine sonderliche Dynamik. Ist das Selbstironie, wenn Trejo hier einen Opa spielt? Ebenso wie in all den anderen Actionstreifen wird der Held erst in die Enge getrieben, bevor er handelt. Wobei das hier nicht logisch ist, da er den Schurken eh schon jagt. Aber die ganze Psychologie ist hier nicht gerade glaubwürdig. Immerhin gibt es eine schöne Sequenz, die auf „Machete“ hinweist. Im Finale wird Trejo von einem Mann mit einer Machete angegriffen. Nachdem er ihn kaltschnäuzig abgeknallt hat sagt Trejo: „Der einzige der hier eine Machete trägt, bin ich.“ Ansonsten ist der Film eine Dutzendware für den Grabbeltisch für Leute die nicht genug bekommen können von Actionfilmen im Stil der 1980er. Aber dann kann man sich auch die Originale mit Stallone, Schwarzenegger, Van Damme, Seagal, Norris und wie sie alle heißen, ansehen.

Der Ton ist ziemlich mau ausgefallen. So machen die Schüsse meist einfach nur ein kleines verzagtes „Pöff“ und alles ist recht leise. Auch das Bild vermag nur bedingt zu überzeugen. Blass und ohne starke Konturen wirkt auch die technische Ausstattung wie ein Film aus den 1980ern. Aber damals waren die Farben knalliger. Als Extra gibt es auch nur den Trailer.


Fazit:
Ein Film wie aus den 1980ern mit allen Fehlern die man schon damals machte. Der ganze Ablauf ist ein einziges Klischee, noch dazu schlecht geschnitten, schlecht gespielt und lahm choreographiert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Cherrybomb Films