Buck Rogers - DVD

DVD Start: 26.07.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 89 min

Buck Rogers DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

39,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD zum Film

Inhalt

Im Jahr 1987 startet Captain William „Buck“ Rogers für die NASA ins Weltall. Doch anstatt seine Mission an Bord der Raumfähre Ranger 3 wie geplant durchzuführen, wird er in die eisigen Weiten des Alls geschleudert und schockgefroren. Erst 500 Jahre später taut Rogers wieder auf, als ihn das Flaggschiff der Drakoianer aufliest und reanimiert. Doch bei seiner Rückkehr auf die Erde muss der verschollene Astronaut feststellen: Die Welt, die er einst kannte, existiert nach einem atomaren Weltkrieg nicht mehr. Doch in ihren Ruinen ist eine futuristische und fremde neue Gesellschaft entstanden, die immer noch eines gebrauchen kann: draufgängerische Helden wie Rogers.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Deutscher Kinotrailer
- Super8-Fassung
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
- Englischer Promofilm
- Geschnittene Szenen und alternatives Ende

DVD und Blu-ray | Buck Rogers

DVD
Buck Rogers Buck Rogers
DVD Start:
26.07.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Buck Rogers

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Hinter James T. Kirk, Luke Skywalker und Han Solo zählt Buck Rogers hierzulande zu den eher unbekannten Weltraum-Helden. Seine Zeitungscomic-Abenteuer („Buck Rogers in the 25th Century A.D.“) gehen bis in die 1920er zurück. Sie gelten damit als erste überhaupt aus dem Bereich Science-Fiction, wurden jahrzehntelang publiziert und sogar als Hörspiel mit Soundeffekten ausgestrahlt. Doch seine Bewegbild-Auftritte waren eher von kurzer Dauer. 1939 wurde ein zwölfteiliges Matinee-Serial namens „Buck Rogers“ verfilmt, zwischen 1950 und 1951 entstand eine heute verschollene US-Fernseh-Serie. Und auch die jüngste TV-Adaption (1979-1981) brachte es in zwei Staffeln nur auf 37 Episoden. Krawall-Regisseur Paul W. S. Anderson („Event Horizon“) hat angeblich seit geraumer Zeit eine Wiederbelebung des Stoffs in 3D auf der Agenda, doch ehe der „Resident-Evil“-Holzer loslegt, können sich Fans das Warten mit der DVD-Veröffentlichung des Films „Buck Rogers in the 25th century“ aus dem Jahr 1978 verkürzen.

Den Pilot zur Serie schickte Produzent Glen A. Larson („Battlestar Galactica) seinerzeit auch ins Kino, um am Science-Fiction-Boom, ausgelöst durch den gigantischen Erfolg des ersten „Stars-Wars“-Films, teilzuhaben. Und so drängen sich auch heute noch fast zwangsläufig die Vergleiche zwischen beiden Space Operas auf – Vergleiche, bei denen „Buck Rogers“ letztlich nur verlieren kann. Nostalgischen Charme haben beide Werke, aber der Krieg der Sterne fällt dann doch weitaus epischer, opulenter und letztlich auch packender aus. Bei „Buck Rogers“ ist alles eine Nummer kleiner. Nicht umsonst wurden hier Modelle und Kostüme aus dem „Kampfstern-Galactica“-Universum zweitverwertet.

Der Film-Buck-Rogers (Gil Gerard) startet im Jahr 1987 mit der letzten amerikanischen Weltraum-Sonde zu einer NASA-Expedition ins All, wird durch „kosmische Kräfte“ in seinem Cockpit tief gefroren und 500 Jahre später auf einem Kampfschiff der nun herrschenden Drakoianer wieder aufgetaut. Dort macht er Bekanntschaft mit Prinzessin Ardala (mit Mut zu nackter Haut: Pamela Hensley) und dem sinistren Kane (Dauerschurke Henry Silva), die den ahnungslosen Rogers in ihr Intrigenspiel, mit dem sie die verbliebenen Erdenbewohner in die Knie zwingen wollen, einbinden. So kehrt der Captain als Spion wider Wissen in seine Heimat zurück, in der sich seit seinem Abflug und nach einem atomaren Weltkrieg einiges verändert hat. So liegt die Herrschaftsgewalt bei einem Computer-Rat und die Reste der urbanen Zivilisation sind von einer verödeten Endzeitlandschaft namens Anarchia umgeben.

Die taffe Kampf-Pilotin Wilma Deering (Erin Gray) indes beäugt den Neuankömmling zunächst skeptisch, kann seinem maskulinen Charme aber nicht lange widerstehen. Schließlich sind Draufgänger der Marke Buck Rogers im 25. Jahrhundert rar gesät. Typen, die auch nach 500 Jahren Tiefschlaf den Boogie noch in den Hüften haben, wie die flotte Tanzeinlage zu Synthesizer-Klängen zeigt. Roger’s lapidarer Kommentar zu Prinzessin Ardala: „Das war etwas vor ihrer Zeit.“

Aufgepeppt mit Weltraum-Gefechten, die an die Action aus einem Steinzeit-PC-Spiel erinnern, und ausgestattet mit typischen SF-Kulissen der 1970er, wie man sie zum Beispiel aus „Flucht ins 23. Jahrhundert“ kennt, gibt es mit dem Computer-Korpus Dr. Theopolis und der Drohne Twiki als Reintegrationshilfe auch zwei nicht-menschliche Nebenfiguren. Deren Gekabbel ist zwar weniger amüsant als das von C3PO und R2D2, dafür aber auch weniger ausufernd. Und in der Rolle des Oberschurken hat Joseph Wiseman einen kurzen Auftritt, der weiland als Dr. No schon James Bond das Leben schwer machte.
Die Zugaben der DVD bieten Magerkost. Außer Trailern, einer Bildergalerie und einer kurzen Super-8-Fassung gibt es lediglich zehn geschnittene Szenen, die unter anderem zeigen, was es mit einem Schlummerator auf sich hat, und ein alternatives Ende zu bieten haben.

Bild und Ton des Films spielen natürlich nicht in der A-Liga. Vor allem der Weichzeichner-Vorspann mit den räkelnden Schönheiten mutet heute etwas befremdlich an. Wer bei der deutschen Kinosprachfassung (es gibt auch die TV-Version) genau hinhört, wird bemerken, dass Gil Gerard als Buck Rogers mit Wolfgang Pampel dieselbe Synchronstimme hat wie Harrison Ford als Han Solo.

Ob die DVD-Veröffentlichung von „Buck Rogers in the 25th century“ den Helden aus den Tiefen des Alls zurück auf die Flatscreens der Gegenwart holt, bleibt abzuwarten. An heutigen Tricktechnik-Maßstäben darf man den Film nicht messen. Aber auch davon abgesehen bietet seine zuweilen leicht wirre Story überschaubares Unterhaltungspotenzial. Als Serien-Pilot und Einführung ins Rogers-Universum mag der Streifen funktionieren, als eigenständiges Werk dagegen nur bedingt.

39,99 € jetzt kaufen

by Florian Ferber
Bilder © Koch Media Home Entertainment