Broken City - DVD

DVD Start: 04.10.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 105 min

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Inhalt

Billy Taggart (Mark Wahlberg) war ein Cop, bis ihm ein unglücklicher Fall von Polizeigewalt zum Verhängnis wurde. Danach musste er seine Marke abgeben, und dass er nicht auch noch ins Gefängnis kam, verdankte er hauptsächlich einem Mann: Nicolas Hostetler (Russell Crowe), dem Bürgermeister von New York City.
Acht Jahre später lebt Taggart als Privatdetektiv in einer verwahrlosten Ecke der Stadt, und jetzt fordert Hostetler einen Gefallen von ihm. Er soll feststellen, ob seine Frau Cathleen (Catherine Zeta-Jones) eine Affäre hat. Klingt wie ein einfacher Fall, aber kaum hat Taggart den Verdacht von Hostetler bestätigt, stirbt auch schon Cathleens Lover. Das Schwierige daran: Taggart entdeckt hinter dem Mord einen viel größeren Skandal, und mittendrin steckt der Bürgermeister. Jetzt beginnt eine gefährliche Jagd, denn Taggart will Gerechtigkeit erzwingen, egal ob ihn das Freiheit oder Leben kosten wird.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurettes, Deleted Scenes, Alternatives Ende, Trailer

DVD und Blu-ray | Broken City

DVD
Broken City Broken City
DVD Start:
04.10.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Broken City Broken City
Blu-ray Start:
04.10.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

DVD Kritik - Broken City

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Schon aufgefallen? Hollywood-Schwergewicht Russell Crowe glänzt neuerdings öfter mal in der zweiten Reihe. Die ganz große Bühne überließ der „Gladiator“ zuletzt anderen wie etwa Hugh Jackman in „Les Misérables“. Und im Superman-Revival „Man of Steel“ begnügte er sich gar mit dem Vater-Part Jor-El. Doch Vorsicht ist geboten. Besetzt man den charismatischen Crowe in einer Nebenrolle, kann die Gegenseite eigentlich nur verlieren. Die Gegenseite in „Broken City“ wird verkörpert von Mark Wahlberg. Auch kein Schlechter, aber das Ex-Unterhosen-Model ist bei Darstellungen, in denen es seine physischen Stärken voll ausspielen kann (wie etwa in „Shooter“ oder „The Fighter“) bedeutend besser aufgehoben als bei gebrochenen Charakteren wie Billy Taggart.

Besagter Billy Taggart hat Scheiße gebaut. Der Cop hat einen Vergewaltiger und Mörder in einem New Yorker Problem-Viertel erschossen und muss sich wegen vorsätzlichen Mordes vor Gericht verantworten. Zwar entgeht er dem Knast, doch seine Polizeimarke ist er quitt. Bei diesem Deal hat auch Bürgermeister Nicolas Hostetler (mit stetig steigendem Schmierigkeitsgrad: Russell Crowe) seine Hände im Spiel, weil er einen wichtigen Beweis unter Verschluss behält. Sieben Jahre später, Taggart arbeitet mittlerweile als Privatschnüffler, der untreue Ehepartner ablichtet, holt ihn seine dunkle Vergangenheit ein. Hostetler, mitten im Wahlkampf mit dem jungen Konkurrenten Jack Valliant (Barry Pepper), heuert ihn an, um seine angeblich untreue Ehefrau (ein wenig scheint der Lack ab: Catherine Zeta-Jones) zu beschatten und ihren Bettgenossen zu enttarnen. Das sind dem Mayor satte 50 000 Dollar (!) wert. Taggart, der sich mit zahlungsunwilligen Klienten herumschlägt, überlegt nicht lange – und stößt in ein Wespennest aus politischen Intrigen, Korruption, windigen Immobiliengeschäften und Mord.

Wie es sich für einen zünftigen Film Noir gehört, mögen sich die Macher um Regisseur Allen Hughes (drehte mit seinem Bruder Albert unter anderem „From Hell“ und „The Book of Eli“) und Drehbuchautor Brian Tucker gedacht haben. Es ist schon putzig, welch Lobpreisungen das Skript in den Extras der DVD erntet. Bei Lichte betrachtet ist es aber bestenfalls als solide einzustufen und in Sachen Cleverness und Überraschungsfaktor meilenweit entfernt von dem, womit sich zum Beispiel ein Robert Towne im Kriminalfilm-Genre verewigte (er gewann einen Oscar für „Chinatown“). Der Plot von „Broken City“ kommt eine ganze Ecke durchsichtiger und spannungsärmer daher. Natürlich geht es hier nicht ums Fremdgehen, natürlich haben alle Figuren etwas zu verbergen, natürlich ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Was bleibt ist ein (auch auf der DVD) visuell überzeugender, zuweilen stylisch fotografierter New-York-Thriller in fast monochromer Optik, mit Film-Noir-Anleihen und Detektivgeschichten-Flair, der mit Drehbuch-Schwächen kämpft (am deutlichsten zu sehen beim versandenden Subplot um Billy Taggarts Liebesbeziehung), aber einen grandiosen Russell Crowe in die mediale Polit-Schlacht um den Thron des Big Apple schickt. Crowes Machtschleimbolzen Nicolas Hostetler erinnert zuweilen an Al Pacions Bürgermeister-Rolle in „City Hall“ (1995) und läuft in den Verbalduellen mit Mark Wahlberg zur Höchstform auf. Allein, einen 105minütigen Film trägt auch das nicht.

Das Making-of der DVD teilt sich in sechs kurze Featurettes (OmU). Darin geht es unter anderem darum, wie das Skript auf der so genannten „Black List“, auf der die besten noch unverfilmten Drehbücher Hollywoods stehen, gelandet ist. Und Russell Crowe gesteht, dass er beim Lesen (warum auch immer) eine Gänsehaut bekam. Ergänzt werden die Zugaben durch drei gestrichene Szenen, ein alternatives Ende – allesamt verzichtbar – sowie diverse Trailer.

„Broken City“ würde gerne im Konzert der großen Noir-Klassiker mitspielen, schafft es am Ende aber nur zu einem passablen Durchschnittsthriller ohne große Nachhaltigkeit. Kein „Broken Movie“, aber auch keine wirklich innovative Wiederbelebung des Genres.

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by Florian Ferber
Bilder © Universum Film