Briefe aus dem Jenseits - DVD

DVD Start: 07.12.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

Briefe aus dem Jenseits DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Stimmungsvollen Grusel liefert dieser lose auf einem Henry James-Roman basierende Noir-Klassiker, der vor venezianischem Dekor Hollywood-Diva Susan Hayward und Hitchcock-Veteran Robert Cummings aufeinandertreffen lässt. Letzterer reist als Literaturagent nach Venedig, um im Haus einer über Hundertjährigen nach den Liebesbriefen des verschollenen Poeten Jeffrey Ashton zu suchen. Was er findet, lässt ihm jedoch die Gänsehaut zu Berge stehen. Denn des Nachts schlüpft Tina, die Nichte der alten Dame, in die Rolle der einstigen Geliebten, um ausgerechnet den Neuankömmling für den Dichter zu halten. Ein verwirrendes Spiel mit Identitäten, das im atmosphärisch dichten Suspense-Thriller unweigerlich in die Katastrophe mündet.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Booklet
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Briefe aus dem Jenseits

DVD
Briefe aus dem Jenseits Briefe aus dem Jenseits
DVD Start:
07.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Briefe aus dem Jenseits

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Die bereits zehnte Veröffentlichung aus der Film Noir Reihe nimmt sich eines Filmes an, der heutzutage beinahe vergessen ist. Das mag an vielen Gründen liegen, aber ebenso viele sprechen dafür, dass „Briefe aus dem Jenseits“ auch sein modernes Publikum finden mag. Die Gründe, warum der Film beinahe vergessen wurde, werden in dem sehr interessanten Booklet erläutert: zum einen war er damals an der Kinokasse ein Misserfolg, konnte zum anderen keinen großen Einfluss auf das Genre bieten und bot zudem keinen zentralen Karrierepunkt der beteiligten Schauspieler. Und so ging er mit der Zeit etwas unter. Aber auch die Tatsache das er zwischen allen Stühlen sitzt, macht ihn nicht nur etwas schwierig zu vermarkten, sondern kann dementsprechend auch die Zuschauer auf vielen Ebenen enttäuschen. Zunächst verwirrt nämlich etwas die Noir Zuordnung. Denn ein Krimi ist der Film eigentlich nicht. Und nur manche der für den Film Noir typischen Zutaten kommen hier vor. So etwa die Verstrickungen, die den Protagonisten immer unentrinnbarer in ein Lügengespinst weben und sich in der Situation gefangen sieht. Andererseits hat der Protagonist hier immer die Möglichkeit sich zu lösen. Auch dieses zentrale Element greift also nicht sonderlich. Zwar passt das zu der Heldin, die in der Vergangenheit lebt, aber diese Verstrickung ist freiwillig und eher psychologisch motiviert. Das passt also nicht zu Noir, sondern zum großen Anteil des Melodramas, was hier auch vertreten ist. Die Bildsprache mit den Schatten, den Lichtern, den dunklen Gängen und den leblos scheinendem Garten ist zwar durchaus zu Noir passend, aber ebenso auch zum Horrorfilm, von dem hier auch einige Elemente vorkommen. Man hat hier also eine Mischung aus Literaturverfilmung (der Film basiert auf einer Novelle von Henry James), Noir, Melodram, Psychothriller, Liebesdrama und Horrorfilm. Psychologisch wird geschickt aufgezeigt, wohin es führen kann, wenn jemand nur in der Vergangenheit lebt. Dabei kann vor allem Susan Hayward glänzen welche hier ihr Können eindrucksvoll zeigt. Wie sie zwischen Kälte, Unsicherheit, Grausamkeit und Leidenschaft wechselt und dabei immer glaubhaft bleibt, ist ein sehr guter Grund, sich den Film anzusehen. Leider ist dann der Off-Kommentar etwas zu sehr bemüht, eine schaurige Atmosphäre zu erschaffen und macht dadurch überflüssigerweise auch immer deutlich, dass es sich um eine Literaturadaption handelt (mit Fehlern, so ändern sich auf einmal die Namen). Generell wirkt alles heutzutage dann doch recht antiquiert. Andererseits ist der Film aber auch toll gefilmt und man merkt es dem Regisseur an, dass er bei keinem geringerem als Orson Welles gelernt hat. So punktet der Film dann hauptsächlich auf der optischen Ebene mit seinen Einstellungen und einer hervorragenden Susan Hayward, wobei die Handlungen der Figuren nicht immer sonderlich glaubhaft sind und manches etwas untergeht. Dennoch ein Film, der es sich lohnt, wieder entdeckt zu werden.

Der Ton ist gut, aber dem Bild merkt man leider deutlich das Alter an. Auf der Disk selber gibt es leider nur eine Bildergalerie als Extra, aber dafür ist das Booklet sehr informativ und gelungen.

Ein Film zum Wiederentdecken, der vor allem durch die Optik und die hervorragende Hauptdarstellerin punktet, aber nicht immer sonderlich glaubwürdig ist. Zudem macht die merkwürdige Genrevermischung ihn bisweilen etwas schwer zugänglich.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment