Bread Crumbs - Das Hänsel & Gretel Massaker (uncut) - DVD

DVD Start: 24.03.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 83 min

Bread Crumbs - Das Hänsel & Gretel Massaker (uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Angie, ein alterndes Starlet, dreht für einen gierigen Produzenten noch einen letzten Film. Drehort ist eine einsame Hütte, tief in einem unheimlichen Wald. Während der Dreharbeiten begegnet sie Henry und seiner süßen, kleinen Schwester Patti, zwei seltsamen Kindern, die in den Wäldern leben.
Am zweiten Abend wird die Crew brutal angegriffen. Angie und die anderen verschanzen sich in der Hütte, die wie eine Todesfalle erscheint, umgeben von einem unerbittlichen Feind. Einer nach dem anderen wird auf brutale Weise abgeschlachtet. Haben die beiden Kinder "Hänsel" und "Gretel" etwas mit diesem Horror zu tun?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: dtp entertainment AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow
Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Bread Crumbs - Das Hänsel & Gretel Massaker (uncut)

DVD
Bread Crumbs - Das Hänsel & Gretel Massaker (uncut) Bread Crumbs - Das Hänsel & Gretel Massaker (uncut)
DVD Start:
24.03.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Bread Crumbs - Das Hänsel & Gretel Massaker (uncut)

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 3/10


Blutiges Märchen
„Bread Crumbs“ hat eine sehr gute Ausgangslage, die einen sehr guten und vielschichtigen Horrorfilm ergeben kann. Die Grundidee ist nämlich toll. Es wird ein Bezug zu einem klassischen Märchen der Brüder Grimm hergestellt, eben „Hänsel und Gretel“, und dieses in einer modernisierten Form in einem aktuellen Horrorfilm aufbereitet. Und was sind Horrorfilme denn schließlich anderes als moderne Märchen, die anhand einer gruseligen und bisweilen brutalen Geschichte eine Moral transportieren? Weiterhin spinnt der Film sein Garn von der Ausgangslage her, was wohl aus Hänsel und Gretel geworden wäre, wenn sie zwar die Hexe beseitigt, aber nicht aus dem Wald herausgekommen wären? Wer jetzt asoziale Psychopathen mit inzestuösen Tendenzen vermutet, liegt gar nicht so falsch. Alles also hervorragende Ausgangspunkte. Und die erste Einstellung des Filmes ist dann auch schon sehr gelungen. Man sieht nichts als eine Schale, die man erst für einen Spiegel hält (und damit eine weitere Märchenassoziation weckt). In dieser Schale ist Wasser und Blut und in dem spiegelt sich eine Frau, die an einem Haken hängt. Durch diese irritierende, assoziative Einstellung wird eine große Vorfreude geweckt. Und auch der folgende Vorspann ist mit seiner äußerst gelungenen Animation und dem dazu perfekt passenden Score hervorragend. Aber ach, es hat nicht sein sollen. Im Grunde kann man den Film dann nämlich direkt ausschalten. Nicht nur ist der Film merklich gekürzt, sondern auch in jeglicher Hinsicht vollkommen dilettantisch gemacht. Keine Spannung, miese Darsteller, schlechte Dialoge können ja noch angehen, wenn der Film einen gewissen Trashcharme hat. Aber neben der platten Moral, wer Pornos dreht, verdient abgeschlachtet zu werden, werden alle anderen Ausgangsprämissen völlig außer Acht gelassen und nicht weiter verfolgt. Die Spannung geht aufgrund eines mangelnden Timings unter. Nach dem ersten Angriff ist klar, wer der Böse ist und es kommt keinerlei Steigerung vor, die die Spannungsschraube hätte andrehen können. Dann kommen noch mehrere Fehler vor. So kniet etwa eine Frau neben einer verwundeten Person und in der nächsten Einstellung neben einer anderen. Und das während eines Dialogs mit Schuss-Gegenschuß-Technik! Und wer ist so doof die Haustür offen zu lassen, wenn man sich gerade mit Müh und Not in das Haus gerettet hat? Nur der Killer ist noch dämlicher, weil er die Gelegenheit nicht nutzt, sondern stattdessen später durch ein Fenster kommt. Auch tauchen Personen auf einmal im Bild auf, obwohl man sie vorher nicht gesehen hat wie sie mit den anderen das Haus betreten haben. Das Problem ist, dass nach dem ersten Angriff zudem auch alles Unheimliche außer Acht gelassen wird, da jetzt klar ist, dass man sich in einem Slasherfilm befindet. Später kommt noch ein bisschen Backswoodhorror dazu. Man hätte sich viel mehr auf die Märchenaspekte konzentrieren sollen. So ging das jedenfalls komplett in die Hose. Schade.

Bei Independentproduktionen kann man kein sonderlich herausragendes Bild und einen ebensolchen Ton erwarten. So sind sie auch nur recht ordentlich. Als Extras gibt es nur eine Trailershow und eine Bildergalerie.

Sehr gute Ausgangsprämissen werden durch schlechtes Timing, stümperhaften Schnitt, schlechte Dialoge, miese Darsteller, Fehler und Unlogik im Ofen verbrannt. Hier hätte ein Meisterstreifen entstehen können. Stattdessen ist eher das untere Ende erreicht.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © dtp entertainment AG