Branded to kill (OmU) - Edition Nippon Classics - DVD

DVD Start: 20.05.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Branded to kill (OmU) - Edition Nippon Classics DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Wilde Schießereien, präzise Auftragsmorde: Hanada (Jo SHISHIDO) führt ein aufregendes Leben. Er liebt seine Frau (Mariko OGAWA) und den Duft von kochendem Reis. Er ist einer der besten Killer – Killer No. 3, um genau zu sein. Eines Tages tritt die mysteriöse Misako (Mari ANNU) in Hanadas Leben und erteilt ihm einen fatalen Auftrag. Hanadas Alptraum beginnt: Er versagt und das Opfer überlebt. Nun ist ihm sein eigenes Syndikat auf den Fersen, seine Frau verrät ihn und Killer No. 1 (Koji NAMBARA) fordert ihn zu einem Zweikampf auf Leben und Tod...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews, Bildergalerie, Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Branded to kill (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD
Branded to kill (OmU) - Edition Nippon Classics Branded to kill (OmU) - Edition Nippon Classics
DVD Start:
20.05.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Branded to kill (OmU) (Special Edition) Branded to kill (OmU) (Special Edition)
Blu-ray Start:
07.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Branded to kill (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Artifizielles Töten
Der japanische Regisseur Seijun Suzuki machte schon mit „Tokyo Drifter“ aus dem Jahre 1966 gehörig auf sich aufmerksam, da er eine klassische Gangsterstory sehr künstlerisch verfremdete und eine neue Bildsprache suchte, was seinem Studio missfiel. 1967 machte er das mit „Branded to Kill“ konsequent weiter. Zwar fehlen Elemente wie in „Tokyo Drifter“, die auch unter LSD hätten entstanden sein können, aber „Branded to Kill“ ist doch gleich in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Die Story ist typisch für einen Gangsterfilm. Ein Killer wird angefordert, um einen wichtigen Mann zu schützen. Nachdem dieser Auftrag erfolgreich ausgeführt worden ist, bekommt er von derselben Organisation weitere Jobs, bis einer gehörig danebengeht. Fortan steht er auf der Abschussliste und liefert sich ein Duell mit dem besten Killer Japans. So weit, so bekannt. Auffällig ist zunächst, dass Suzuki den Film in schwarz-weiß drehte, was 1967 natürlich etwas außergewöhnliches war. Aber eigentlich folgerichtig. Durch die harten Kontraste, in denen das schwarz überwiegt, scheinen die Figuren sämtlich im Dunklen zu verschwinden. Alle Charaktere sind deformiert, Mörder und / oder verrückt und haben mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Insofern ist die schwarz-weiß-Fotografie ein guter Weg. Gerade die Licht und Schatten Arbeit ist auch sehr gelungen. Zwei Nachteile hat der Film allerdings. Zum einen sind die Handlungen der Protagonisten nicht immer psychologisch nachvollziehbar und zum anderen agieren die Darsteller sehr theatralisch und damit hart am Rande des Overacting. Aber optisch ist der Film eine Wucht. Kleine Verfremdungseffekte halten sich in Grenzen. Aber das auf einmal eine Negativkopie vorkommt, passt zu dem abrupten psychologischen Bruch des Hauptdarstellers. Denn fortan sieht er alles nur noch aus dem Aspekt der Bedrohung, weil er gejagt wird. Jedes Haus ist negativ besetzt, da ein Mörder dort auf ihn lauern könnte. Und dieser Aspekt wird mit der Negativkopie hervorragend deutlich gemacht. Immer wieder sind ausgefallene Perspektiven und Bildausschnitte zu bewundern welche absolut faszinierend sind und einer bekannten Story große Originalität abgewinnen können. Actionfreunde kommen wahrlich nicht zu kurz. Und der psychologische Zermürbungskrieg zwischen den Killern sorgt für Bilder und Szenen, die man schwerlich vergessen kann und so bislang nur in der französischen Nouvelle Vague zu sehen waren. Erstklassig.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Gerade aufgrund der schwarz-weiß-Fotografie ist es wichtig, dass das Bild schön scharf ist, da ansonsten die Konturen verschwimmen. Und hier ist es scharf. Neben einer fast schon obligatorischen Bildergalerie und dem Trailer gibt es aber noch sehr interessante und auch selbstironische Interviews mit dem Regisseur, dem Hauptdarsteller und dem Setdesigner, welche 40 Jahre nach Entstehen des Filmes geführt worden sind. Demensprechend sind die Interviews keine reinen Werbemaßnahmen mehr, sondern durchaus selbstkritisch. Viele Namen aber, die in den Gesprächen vorkommen, werden westlichen Zuschauern nichts sagen.

Zu Recht ein japanischer Klassiker. Die bekannter Story und die schwachen Darsteller werden durch die absolut beeindruckende graphische Ebene mehr als wett gemacht. Ein Film sowohl für Actionfans als auch für Freunde des Kunstfilmes. Und diesen Grat muss man erst mal schaffen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG