Bowling for Columbine - DVD

DVD Start: 26.04.2019
FSK: ab 12 - Laufzeit: 114 min

Bowling for Columbine DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Am Morgen des 20. April 1999 gehen die beiden Jugendlichen Dylan und Eric zu ihrem Bowlingkurs im verschlafenen Städtchen Littleton in Colorado. Nur wenige Stunden später verüben die beiden das entsetzliche Massaker an der Columbine Highschool, in dessen Verlauf 12 Schüler und Lehrer den Tod finden.

Amerika. Das Land mit der höchsten Mordrate der Welt. Rund 11.000 Menschen sterben dort jährlich durch Waffengewalt. Mit lakonischem Zynismus und beißendem Witz porträtiert Michael Moore eine Nation zwischen Waffenfetischismus und angstbesetzter Paranoia. Ein Volk mit dem Colt im Anschlag für die permanente Selbstverteidigung.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Weltkino
Tonformate:
Deutsche Voice-Over (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Einführung von Michael Moore, Michael Moore zu seiner Oscar®-Rede, Rückkehr nach Littleton, Denver – 6 Monate später, Michael Moores Pressekonferenz, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Bowling for Columbine

DVD
Bowling for Columbine (Special Edition) Bowling for Columbine (Special Edition)
DVD Start:
08.03.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.
Bowling for Columbine Bowling for Columbine
DVD Start:
26.04.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Bowling for Columbine

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Aufgrund des Amoklaufs in der Columbine-Highschool im Jahr 1999 beschäftigt sich der politische Aktivist Michael Moore in der 2002 erschienen Dokumentation „Bowling for Columbine“ um die Waffenverliebtheit in der USA. Dabei beleuchtet er die Ursache für diese Beziehungen zu Schusswaffen, die vermeintlichen Beweggründe für Attentäter und versucht durch provokante Aktionen die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen.

Szenefoto Bowling for Columbine
Szenefoto Bowling for Columbine © Weltkino Filmverleih GmbH
Nach dem er 1989 einen riesen Erfolg mit seinem ersten Dokumentarfilm „Roger & Me“ machte, entschied Michael Moore sich dafür, 2002 einen weiteren Dokumentarfilm über die Waffen-Probleme in Amerika zu machen. Dieser brachte ihn auch seinen bis heute größten Erfolg: einen Oscar. Dieser Dokumentarfilm gliedert sich in mehrere Teile. Ein ziemlich großer Teil besteht aus den historischen Gründen für den Waffenliebe in der USA. Er beleuchtet dabei die frühe Geschichte Amerikas, aber auch einige Gründe der Befürworter. Diese Pro-Waffen-Aktivisten zieht er direkt vor die Kamera und konfrontiert sie mit den Schäden, die Waffen an Leib und Seele anrichten. Davon bliebt auch nicht der Zuschaue erspart, welcher sich einige schreckliche Bilder anschauen muss. Michael Moore zeigt verschiedenen Aufnahmen von Selbstmördern, Attentätern und Polizisten, welche allesamt durch Pistolen, Gewehren etc. schlimme Taten begehen. Im weiteren Verlauf der Doku beschäftigt er sich mit dem Amoklauf in einer Highschool in Columbine. Auch dort werden wieder grausame Bilder und Videos gezeigt, die das Erzählte unterstützen. Außerdem werden auch Ausschnitte aus dem Polizeifunk und Anrufen an Polizeidienststellen abgespielt, welche allesamt sehr bedrückend sind. An den Aussagen von Politikern und Waffenhändlern versucht er abzuleiten, welche vermeintliche Bewegründe die Täter für diese schreckliche Aktionen haben.

Szenefoto Bowling for Columbine
Szenefoto Bowling for Columbine © Weltkino Filmverleih GmbH
Die meisten Argumente sind Killerspiele und die gewaltverherrlichende Musik von Marilyn Manson, welche die Täter vorher hörten. Moore stellt die Antithese auf, dass die Täter vom Bowlen zu den Amokläufen verleitet wurden, da sie vorher zusammen bowlen waren. Doch darauf antworten alle nur mit Spott. An dieser Aussage von Moore zeigt sich wieder einmal, seine grandiose Art zu argumentieren. Er versucht durch das Vorführen jener Politkern das Licht auf eine ganz andere Richtung zu lenken und zwar auf die Waffengesetze in der USA. Diese müssen, nach Moores Ansicht, unbedingt reformiert werden, da es für jeden Amerikaner möglich ist an Waffen und Munition zu gelangen. Er zeigt an verschiedenen Beispielen, dass es zu einfach ist und dass es kaum Kontrollmöglichkeiten gibt. Bei manchen Banken darf man sich beispielsweise beim Erstellen eines Kontos eine Waffe mit nach Hause nehmen und auch bei Friseuren kann man Waffen frei erwerben. Er macht auf diese Problematik mehrmals aufmerksam, allerdings wollen die meisten davon nichts hören.

Durch seine provokante Art und seinen politischen Aktivismus zeigt Michael Moore wieder einmal durch verschiedene Aktionen, wie wichtig es ist, seine Meinung zu äußern. Die ganze Dokumentation begleitet er mit einem Voice-Over, ist aber oftmals auch selbst zu sehen.

Szenefoto Bowling for Columbine
Szenefoto Bowling for Columbine © Weltkino Filmverleih GmbH
Bild:
Wenn man sich bewusst macht, dass diese Dokumentation aus dem Jahr 2002 stammt, dann kann man mit dem stellenweisen nicht ganz hochauflösenden Bilder Kompromisse eingehen. Man wird allerdings nicht aus dem Fluss gerissen und kann ungestört diese Dokumentation genießen. Es gibt eine angenehme Mischung aus Fernsehaufnahmen, Found Footage und Interviews, sodass durch die Abwechslung keine Langeweile entsteht. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass manche Bild- und Ton-Aufnahmen sehr grausam sind und bei einigen Zuschauern für Unwohlsein sorgen könnte.

Ton:
Sowohl die deutsche, als auch englische Ton-Spur sind auf Dolby Digital 5.1 abgemischt. Es empfiehlt sich aber die englische Tonspur anzuhören, da Michael Moore diese Dokumentation selbst mit einem Voice-Over unterlegt hat und mache Übersetzungen im Deutschen nicht ganz so präzise gewählt sind.

Extras:
Auf dieser DVD befinden sind einige interessante Extras. Noch bevor man zum Hauptbildschirm gelangt, hört man ein sehr schönes und privates Vorwort von Michael Moore. Des Weiteren gibt es Ausschnitte und Kommentare zu einer Pressekonferenz und seiner Oscar-Rede. In einem Extra besucht er 6 Monate nach seinem ersten Dasein in Littleton die Stadt noch einmal und schaut, was sich so verändert hat.


Fazit:
„Bowling for Columbine“ ist eine sehr ergreifende Dokumentation, die mit einigen harten Bildern und interessanten provokativen Aktionen durchweg eine Mischung aus Verachtung für die Waffen-Lobby und Hoffnung auf Veränderungen erzeugt.

by René Fischell
Bilder © Universum Film / Weltkino