Bone Tomahawk - DVD

DVD Start: 21.01.2016
FSK: ab 18 - Laufzeit: 127 min

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Inhalt

Das Jahr 1800. Irgendwo in der Nähe der Grenze zwischen Texas und Mexiko. Unwissentlich führt ein Gesetzloser eine Gruppe kannibalischer Höhlenbewohner in die friedliche Westernstadt Bright Hope. Dort verschwinden nach und nach einzelne Siedler, darunter auch die Frau des örtlichen Rinderbarons. Dieser begibt sich, trotz seines verletzten Beins gemeinsam mit dem Sheriff, seines alternden Deputys und einem zu allem entschlossenen Revolverhelden auf Rettungsmission. Was folgt ist die Hölle auf Erden, die durch die Brutalität der furchtbaren Gegner keine Gnade kennt ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow

Video on demand - Bone Tomahawk

DVD und Blu-ray | Bone Tomahawk

DVD
Bone Tomahawk Bone Tomahawk
DVD Start:
21.01.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 127 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Bone Tomahawk Bone Tomahawk
Blu-ray Start:
21.01.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 131 min.

DVD Kritik - Bone Tomahawk

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Backwoodslasher im Western
Die Kombination von Western und Horror sind im filmischen Bereich sehr selten. Obwohl beide Genres zu den ältesten im Kino überhaupt gehören. Aber man findet sie nur selten und noch seltener sind sie wirklich gelungen. Bone Tomahawk SzenenbildMeist im B-Film angesiedelt, können die Filme die beiden Genres nicht wirklich gelungen miteinander vermischen. Filme wie „Gallowwalkers“ sind zwar angenehm zu schauen, aber können sich nicht wirklich zwischen den Milieus entscheiden, während der spannende „Dead Birds“ auch in einem anderen Milieu als im Wilden Westen funktioniert hätte. „Bone Tomahawk“ hingegen vereint die beiden Genres wirklich. Wobei der Horroranteil eher dem Backwoodslasher entnommen ist und man den Eindruck bekommt man hätte den nächsten Film der „Wrong Turn“ Reihe in den Western versetzt. Aber das ist nicht schlimm, da der Film einfach Spaß macht. Der Film ist eine selten Ausnahme eines Genremix, der die Stärken beider Genres ausspielen kann. Dabei ist er erstaunlich langsam erzählt und nimmt sich seine Zeit um möglichst eine epische Breite zu entwickeln. Es gibt wenig Schnitte und die meisten Einstellungen sind sehr lang und die Kamera bleibt meistens auf einer Beobachterdistanz. Das verschafft dem Film einen Realismus ohne durch Kamerabewegungen und Schnitte irgendeine modische Schnelligkeit bis Hektik einzubauen, was manchen Zuschauern wohl Geduld abverlangen dürfte. Dieser Realismus und die langsame Erzählung haben Vorteile. Zum einen gibt sie den ausnahmslos hervorragenden Schauspielern viel Raum. Allein die Besetzung ist lohnenswert: Kurt Russel und Richard Jenkins sind die tragenden Säulen aber auch Patrick Wilson und Mathew Fox sind sehr gut. In Gastrollen sind auch noch David Arquette und Horrorgenreikone Sid Haig zu sehen. Vor allem die Dialoge sind hervorragend. Ohne sich über die eigene Originalität zu freuen, wie es etwa manchmal bei Tarantino der Fall ist, sind sie messerscharf und immer gelungen. Die realistische Herangehensweise lässt zudem die Gewalt eruptiv erscheinen und man ist immer wieder überrascht und schockiert. Nichts kündigt sie an, kein Sound, keine unheilvolle Musik, keine Close Ups der Kamera. Auf einmal steckt ein Pfeil in einem Körper und der Zuschauer ist ebenso überrascht wie der Getroffene. Der Film ist übrigens völlig zu Recht ab 18 Jahren freigegeben und manche Szenen sind wirklich schwer zu ertragen. Dabei ist der Horroranteil gut begründet. Bone Tomahawk SzenenbildSchließlich geht es um einen degenerierten Indianerstamm. Und am Ende ist man trotz anfänglicher Zweifel gegenüber dem Film doch überzeugt und stellt erstaunt fest wie dünn die eigentliche Story war. Aber wenn sie filmisch und darstellerisch so gut umgesetzt wurde wie hier, fällt das überhaupt nicht ins Gewicht.

Das Bild und vor allem der Ton sind hervorragend. Scharfe Konturen, satte Farben und genaue Hintergründe können die Bildstrukturen auch in den dunklen Szenen überzeugen wo sie auf anderen Scheiben dann oft matschig wirken. Besonders der Ton ist sehr effektvoll wenn die schweren Auftritte des Obergegners aufprallen, die Indianer heulen und die Schüsse knallen. Auch das Knacken von Knochen war selten so durchdringend wie hier. Schade nur, dass es abgesehen von einer Trailershow keinerlei Extras gibt. Wenn man einmal von den Filmographien der Darsteller im Booklet absieht.


Fazit:
Eine sehr positive Überraschung. Man muss sich Zeit nehmen da der Erzählfluss sehr ruhig ist und von den hervorragenden Darstellern und den Dialogen getragen wird. Umso schockierender ist dann die Gewalt und die Spannung nervenzerrend.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film




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