Bombay Beach (OmU) - DVD

DVD Start: 19.04.2013
FSK: ab 6 - Laufzeit: 89 min

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Inhalt

BOMBAY BEACH erzählt die Geschichte der Bewohner einer sterbenden Stadt am Ufer des Saltonsees in Kalifornien. Einst als Ausflugsziel konzipiert, steht Bombay Beach heute als Symbol für das Scheitern des American Dream. Der 7-jährige Benny zeigt Symptome von ADHS und hält mit seiner blühenden Fantasie seine waffenvernarrte Familie in Bewegung. Teenager Cee-Jay ist aus Los Angeles geflohen, um dem brutalen Gangleben zu entkommen. Und Red, ein Urgestein aus Bombay Beach, hält sich mit Zigaretten und Whiskey am Leben. Mit viel Zuneigung und Mut begegnet Regisseurin Alma Har'el ihren Protagonisten, die am Rande der Gesellschaft in großer Armut leben. Und zeigt in berauschenden Bildern, wie viel Schönheit ihrem Leben bei all dem innewohnt. Die Filmmusik, die die besondere Stimmung des Films trägt, stammt von Bob Dylan und Beirut.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Deleted Scenes
- Wo sind sie jetzt?
- Kommentare
- Beirut "Elephant Gun" (Musik-Video directed by Alma Har'el)
- Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Bombay Beach (OmU)

DVD
Bombay Beach (OmU) Bombay Beach (OmU)
DVD Start:
19.04.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Bombay Beach (OmU)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Immer nah dran, meist authentisch, manchmal distanziert und künstlerisch stilisiert, erzählt uns Bombay Beach von der Vergangenheit, Gegenwart und der bevorstehenden Zukunft, seiner Protagonisten. Von den Wünschen, Hoffnungen, Träumen, Visonen, aber auch von den Ängsten und Vorbehalten einiger Menschen, am Rande der Gesellschaft. Ob vom knorrigen alten Red, dem kleinen, aus dem White Trash Milieu stammenden, Benny, oder vom Highschool Boy Cee-Jay, der einen Traum verwirklichen will, erzählt wird, die Geschichten interessieren und bewegen. Auch wenn Bombay Beach uns einen Ausblick zum Rand der Gesellschaft bietet, bekommt man hier kein Elendstourismus geboten. Vielmehr bekommt man hier einen halbdokumentarischen Einblick, was so los ist, abseits des American Dreams.

Dabei ist Bombay Beach allerdings die etwas andere Dokumentation. Normalerweise erwartet man bei dieser Thematik raue Bilder des harten Alltags. Das schwere Leben. Aber nicht mit Regisseurin Alma Har'el, welche die Sache eher künstlerisch angeht. Es ist ihr Debütfilm. Zuvor machte sie mit Videokunst und Music-Clips auf sich aufmerksam, was ihr hier merklich zugute kommt. Mit einem tollen Gespür für Ästhetik und Einstellungen, fängt sie Bilder ein, die vor Schönheit und Romantik nur so strotzen. Teilweise fast schon surreal, wie in einem Traum, wirken die Eindrücke von der Natur und den Menschen. Unterstützt wird das ganze von der äußerst passenden Musik von Bob Dylan und Beirut. Dabei verliert Har'el allerdings nie den Blick für's wesentliche. Die Realität und Tragik der Figuren verkommen nicht im Kitsch, oder gehen in der Kunst unter. Sie beweist hierfür ein enorm feines Gespür und trifft stets den richtigen Ton. Zudem ist Tanz, als Ausdrucks- und Stilmittel, ein zentrales Thema und steht immer mal wieder im Vordergrund, um Emotionen und Stimmungen auszudrücken, was vorzüglich gelingt. Ein Beispiel: Nachdem man Szenen eines Nachmittags gezeigt bekommt, in denen der junge Benny Parrish von seinen Altersgenossen ausgegrenzt wird, wird das ganze in einer Choreografie nachgestellt. Benny auf der einen Seite, die Kinder auf der anderen. Während sich Benny wild gestikulierend in Szene setzt, tanzen die anderen mit abweisenden Gesten eher verhalten und kehren im den Rücken zu. Diese Szenen wirken sehr stimmig und gliedern sich nahtlos in die Geschichte ein.

Völlig zu Recht gewann Bombay Beach einige Preise. Unter anderem wurde er als Best Feature Documentary des Tribeca Film Festivals 2011 und mit dem Indie Spirit Award 2012 als bestes Filmdebüt ausgezeichnet. Es ist ein spannendes, interessantes Werk, von einer Filmemacherin, die hier ihr ganzes Herzblut reingesteckt hat. Ein frischer Film, der sich nicht um Konventionen schert, zum Nachdenken anregt und erstklassig inszeniert ist. Alma Har'el muss man in Zukunft als Regisseurin, aber auch als ernstzunehmende Künstlerin auf dem Zettel haben.

Die DVD selbst bietet ein scharfes und kontrastreiches Bild, in dem die Farben voll zur Geltung kommen. Neben den üblichen Extras, wie Trailershow und entfallene Szenen, wartet Bombay Beach mit einigen Ausschnitten aus dem Film auf, die mal von der Choreografin, dem Cutter, oder der Regisseuren selbst kommentiert werden. Zudem erfährt man in kurzen Clips, was aus den Protagonisten nach dem Film geworden ist. Ein von Alma Har'el inszeniertes Musikvideo gibt es noch oben drauf.

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by Andre Rüsenberg
Bilder © Alive / Rapid Eye Movies